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Veröffentlicht am 07.05.2024

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Jessica und Richard - Referendar:innen im Auslandseinsatz

Richard ist seit April 2023 als Referendar im Bereich Venture Capital und Start-ups bei Baker Tilly in München tätig und absolviert aktuell seine Wahlstation in Barcelona. Ursprünglich durch einen Freund empfohlen, überzeugten ihn besonders die Arbeitsatmosphäre und das breite Spektrum an Tätigkeiten bei Baker Tilly.

Jessica ist seit Januar 2022 bei Baker Tilly im Bereich Bank- und Finanzrecht in Frankfurt tätig. Ihr Weg zu Baker Tilly führte über Kolleg:innen und die Freude an der Arbeit im Bereich Nachhaltigkeit. Den Wunsch, im Ausland zu arbeiten, erfüllte sie sich durch das INTERNational Programm von Baker Tilly, was sie nach Bologna brachte, angelockt vom italienischen Lebensstil und einer Einladung der lokalen Managing Partnerin Letizia Guidi.
 

Jessica, du arbeitest momentan bei Baker Tilly in Bologna. Wie bist du zur Kanzlei gekommen? Was waren deine bisherigen Tätigkeiten bei Baker Tilly und wie hat sich die Chance für einen Auslandsaufenthalt ergeben? 

Jessica: Zu Baker Tilly bin ich durch meine Kolleginnen und Kollegen gekommen. Mit meinem Team bei Baker Tilly habe ich bereits in der Vergangenheit schon zusammengearbeitet. Nach dem Wechsel zu Baker Tilly habe ich mich dem Team wieder angeschlossen und arbeite nun seit Januar 2022 im Frankfurter Büro.

Ich arbeite am Frankfurter Standort im Bereich Bank- und Finanzrecht. Hier beschäftige ich mich hauptsächlich mit Themen im Bereich Nachhaltigkeit und der dahingehenden Regulierung. Diese Arbeit hat mir bereits als wissenschaftliche Mitarbeiterin viel Freude bereitet, sodass ich mich dann dazu entschieden habe, auch meine Anwaltsstation bei Baker Tilly zu absolvieren. 

Den Wunsch, meine Wahlstation im Ausland zu verbringen, hatte ich schon lange. Aufgrund dessen bin ich mit diesem Vorhaben im vergangenen Jahr auf den für mich zuständigen Partner Markus Lange zugegangen und habe nachgefragt, ob das möglich sei. Das INTERNational Programm hat dann perfekt gepasst. 

Der größte Unterschied zum Frankfurter Büro ist, dass das Büro in Bologna sehr klein ist. Mit lediglich acht Kolleginnen und Kollegen herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre.
Jessica

Gab es einen besonderen Grund, warum du dich für Bologna entschieden hast?

Jessica: Zunächst standen für mich mehrere Städte zur Auswahl. Neben Paris und Barcelona eben auch Bologna. Ich war bereits in der Vergangenheit schon einmal für einen Urlaub in der Region und es hat mir schon damals sehr gut gefallen. Insgesamt bin ich ein großer Fan des italienischen Lebensstils (und natürlich des italienischen Essens). Als ich dann die Info bekam, dass die Managing Partnerin in Bologna, Letizia Guidi, mich gerne im italienischen Büro einbinden würde, habe ich sofort zugestimmt.     
 

Was sind deine Aufgaben bei Baker Tilly in Bologna? Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag für dich als Referendarin vor Ort aus?

Jessica: Der Arbeitstag geht hier klassisch acht Stunden. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt hier im Bereich Corporate M&A. Da ich mit M&A-Mandanten in der Vergangenheit noch keine Berührungspunkte hatte, stellte dies am Anfang für mich eine gewisse Herausforderung dar.

Meine Kolleginnen und Kollegen haben mich jedoch von Anfang an super eingebunden und mir alles erklärt. So konnte ich neue Erfahrungen sammeln und Kenntnisse in einem neuen Bereich erlangen. Ich unterstütze vordergründig bei englischsprachigen Mandant:innen, da mein italienisch leider doch sehr rudimentär ist.

Der Arbeitstag beginnt um 9 Uhr. Das Büro liegt mitten im historischen Zentrum von Bologna, in unmittelbarer Nähe zu den berühmten Türmen. Zum Büro laufe ich von meiner Wohnung circa 15 Minuten zu Fuß. Dann arbeite ich mit den Kolleginnen und Kollegen an den anstehenden Mandaten und Aufgaben.

Der größte Unterschied zum Frankfurter Büro ist, dass das Büro in Bologna sehr klein ist. Mit lediglich acht Kolleginnen und Kollegen herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Die Mittagspause geht von 13 bis 15 Uhr. Diese lange Pause kommt mir sehr entgegen, da ich so auch unter der Woche am Mittag Zeit habe, die Stadt zu erkunden und mit den Kolleginnen und Kollegen nach dem Essen einen Kaffee in der Sonne zu trinken oder ein Eis zu essen. Anschließend geht die Arbeit weiter. Typischerweise treffen sich dann alle um 17 Uhr noch einmal für eine kurze Pause in der Büroküche, bevor dann um 19 Uhr der Arbeitstag endet.     
 

Richard, du bist Referendar bei Baker Tilly im Bereich Venture Capital und Start-ups, aktuell arbeitest du von Barcelona aus. Seit wann arbeitest du bei der Kanzlei und aus welchen Gründen hast du dich für Baker Tilly entschieden?

Richard: Mittlerweile sind es fast 6 Wochen seit meinem Bürowechsel, allerdings begann der gemeinsame Weg mit Baker Tilly bereits in der Anwaltsstation im April 2023. Damals hat mich ein Freund auf die Kanzlei aufmerksam gemacht und sehr positiv über seine Erfahrungen berichtet. Davon konnte ich mich selbst überzeugen. Insbesondere die Arbeitsatmosphäre, das Spektrum an Tätigkeiten und das hohe Vertrauen, das einem gleich vom ersten Tag an in die Hände gelegt wird, weiß ich sehr zu schätzen.

Wie kommt es, dass du deine Wahlstation in Barcelona absolvierst?

Richard: Wo sich die Tür schließt, öffnet sich das Fenster. Mit dem Gedanken nach Barcelona zu gehen, habe ich lange gespielt, allerdings war mein Traumziel Israel. 
Ein absolutes Neuland und eine organisatorische Mammutaufgabe. Nicht nur für mich, sondern auch für das Baker Tilly Netzwerk, da ich der erste Referendar wäre, den sie am Standort in Tel Aviv empfangen würden. Es musste sowohl der rechtliche Rahmen überprüft als auch die grundsätzliche Durchführbarkeit zwischen den Standorten abgeklärt werden. Es folgten mehrere Monate intensiver Arbeit. Dabei ist Baker Tilly für mich über Berge und Täler gegangen, wofür ich äußerst dankbar bin und es für immer bleibe. 

Insbesondere Dank der intensiven Unterstützung durch Herrn Dr. Thomas Gemmeke und meine Mentorin, Frau Daniela Stephan, kam am Ende das grüne Licht. Die Freude war riesig! Allerdings nicht lange. Die Entsendung wurde schließlich aus Sicherheitsgründen wegen der Verschlechterung der Lage durch die Regierung versagt. So stand ich wieder bei Null.

Auch jetzt stand mir Baker Tilly bei Seite und ich konnte mich auf eine uneingeschränkte Unterstützung verlassen. Es war Zeit für Plan B – Barcelona. Die Wahl wurde insbesondere durch die starke Kooperation mit unserem Münchner Standort determiniert, da ich aufgrund der zahlreichen grenzüberschreitenden Projekte unsere spanischen Kolleg:innen vor Ort mit Fragen zum deutschen Recht und Übersetzungen unterstützen kann. 

Ferner wollte ich meine Spanischkenntnisse verbessern, die bis dato nur auf Duolingo beruht haben. Schließlich war auch das gute Wetter nicht ganz nebensächlich. 
 

Wie sieht dein Arbeitsalltag in Barcelona aus? Gibt es spürbare Unterschiede zu deiner Tätigkeit in Deutschland?

Richard: Es ist mir in der Tat gelungen, eine Wohnung in L’Eixample fast direkt gegenüber dem Büro zu finden. Der Weg in die Arbeit nimmt daher weniger als fünf Minuten in Anspruch. 

Der Arbeitstag in unserer Rechtsabteilung für M&A beginnt zwischen 9:00 Uhr und 10:00 Uhr, zunächst mit einem Kaffee und einem Erstgespräch mit den Kolleg:innen. Meine Arbeit bezieht sich auf deutsch- und englischsprachige Mandate und umfasst neben den mir bereits aus München bekannten M&A-Prozessen auch die Erstellung von bilingualen Unterlagen und die Analyse der deutschsprachigen Dokumente.

Mittagessen beginnt erst um 14:00 Uhr, was anfangs sehr ungewohnt war, hier aber dem Lebensrhythmus entspricht. Beim Essen trifft man sich mit Kolleg:innen aus allen Abteilungen und tauscht sich aus. Bei gutem Wetter genießt man kurz die Sonne auf der Dachterrasse. Mein Feierabend beginnt regelmäßig zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr, falls nichts Dringendes ansteht.     
 

Bei einem Auslandsaufenthalt darf natürlich auch das Leben abseits der Arbeit nicht zu kurz kommen. Konntest du dich gut einleben und wurden deine Erwartungen bis jetzt erfüllt, Jessica?

Jessica: Ja, ich habe mich von Anfang sehr wohl gefühlt. Die Stadt hat wahnsinnig viel zu bieten und ist doch nicht zu groß, so dass man schnell einen guten Überblick gewinnt. Bereits in der ersten Woche hatte einer der Kollegen Geburtstag und lud uns alle nach der Arbeit zum klassischen Aperitivo ein. Ansonsten hatte ich auch einige Male Besuch von Freunden und meiner Familie und habe die Umgebung von Bologna erkundet. Kleine Städte wie Parma, Modena und Ferrara sind von Bologna aus schnell zu erreichen und sehr sehenswert.  

Bologna ist eine wunderschöne Stadt, die Leute sind sehr herzlich und durch die vielen Studierenden in der Stadt ist auch immer etwas los. Hinsichtlich der Arbeit hat Letizia sich von Anfang an sehr viel Mühe gegeben, diese für mich so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Ich durfte in die verschiedenen Mandate reinschauen, an einem Mandantentermin teilnehmen und habe das Baker Tilly Büro in Mailand besucht, um auch die Kolleginnen und Kollegen dort kennenzulernen. 

Ein Highlight an sich ist, bereits die Wahlstation in Barcelona absolvieren zu dürfen, wo sogar im Januar Sonne und Temperaturen bis zu 20 Grad herrschen. Das macht sich auch im Alltag bemerkbar und eröffnet neue Möglichkeiten.
Richard

Was ist dein absolutes Highlight aus der Zeit in Bologna?

Jessica: In meiner Zeit in Bologna gab es wohl zwei absolute Highlights: Zum einen nahmen sich einige meiner Kolleginnen und Kollegen einen Sonntag Zeit, um mit mir einen Ausflug nach Ravenna zu machen. Hier schauten wir uns die weltberühmten Mosaike von Ravenna an und hatten ein großartiges Mittagessen am Meer. 

Das zweite Highlight war, dass wir uns an einem Wochenende alle bei Letizia getroffen haben, um dort gemeinsam frische Tagliatelle herzustellen und anschließend ein schönes und leckeres Abendessen zu verbringen. Diese Chance hat man nicht alle Tage und es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht.     
 

Was sind deine Pläne nach dem Aufenthalt bei Baker Tilly in Bologna?

Jessica: Nach meiner Zeit in Bologna geht es für mich wieder zurück nach Frankfurt. Hier werde ich die Zeit nutzen, um mich auf die anstehende mündliche Prüfung meines zweiten Staatsexamens vorzubereiten.     
 

Anderes Land, anderes Office, anderes Team: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den spanischen Kolleg:innen? Langweilst du dich manchmal abseits der Arbeit?

Richard: Allerdings hat im Vergleich zu Deutschland nicht jeder ein eigenes Büro, sondern es gibt ein gemeinsames „open office.“ Die Kolleginnen und Kollegen bemühen sich, mir stets das eine oder andere spanische Wort beizubringen. Wenn mein gebrochenes Spanisch nicht mehr ausreicht, springen sie ins Englische, sodass man sich unkompliziert verständigen kann.

Es fällt hier nicht einfach, sich zu langweilen, da die katalanische Stadt zwischen Meer und Bergen sowohl kulturell, kulinarisch als auch in sozialer Hinsicht viel zu bieten hat. Meine Freizeit unter der Woche widme ich überwiegend dem Fitness, Padel Training und neulich habe ich auch mit Kickboxen angefangen. Die Wochenenden gehören den Ausflügen zum Strand, in die Berge oder einfach in die Altstadt, um den südländischen Zeitgeist zu genießen.    
 

Was waren bisher deine größten Highlights und Learnings vor Ort?

Richard: Ein Highlight an sich ist, bereits die Wahlstation in Barcelona absolvieren zu dürfen, wo sogar im Januar Sonne und Temperaturen bis zu 20 Grad herrschen. Das macht sich auch im Alltag bemerkbar und eröffnet neue Möglichkeiten.

Insbesondere das monatliche Baker Tilly Padel-Turnier, das unter freiem Himmel ausgetragen wird. Padel war mir vorher ein unbekanntes Spiel, das sich hier einer immensen Popularität erfreut und an eine Mischung von Tennis und Squash erinnert.

Unser Standort organisiert jeden Monat ein gemeinsames Spiel, an dem sämtliche Abteilungen teilnehmen können und es ist ein „must go“!  Man hat die Gelegenheit, sich außerhalb des Büros besser kennenzulernen und sein „Können“ zu zeigen. Das hat mich dazu motiviert, mir einen Schläger zuzulegen und auch gleich mit dem Training anzufangen. Nach dem Spiel lässt man den Abend gemeinsam mit einem wohlverdienten Cerveza ausklingen.

Insights zu Baker Tilly

Hast du bereits Pläne für deine Zeit nach dem Aufenthalt in Barcelona? Wie geht es für dich weiter?

Richard: Kurz nach meiner Rückkehr erwarten mich die Examensergebnisse. Dann geht’s wieder in die Bibliothek ans Lernen. Im Anschluss an das Examen möchte ich weiterhin bei Baker Tilly bleiben. Auch spiele ich mit dem Gedanken, parallel mit der Promotion anzufangen. Viel weiter habe ich noch nicht geplant - ich lasse mich da gerne überraschen, was das Leben bringt.     
 

Dein Fazit?

Richard: Die Wahlstation außerhalb der eigenen Komfortsphäre kann ich jedem herzlich empfehlen. Die Belohnung sind nicht nur die wertvollen juristischen Einblicke, sondern auch neue Kontakte und unvergessliche Erlebnisse, die ich dank der familiären Atmosphäre bei Baker Tilly machen durfte. Eine wunderschöne Erfahrung, durch die ich auf die Sachen unter einem neuen Blickwinkel schaue und gespannt bin, was das Leben noch bringt! 

Jessica: Mein Aufenthalt in Bologna bei Baker Tilly war geprägt von fachlicher Weiterentwicklung und persönlichen Erlebnissen. Die Arbeit im kleinen, aber herzlichen Büro erlaubte mir Einblicke in Corporate M&A, während die Stadt und ihre Umgebung mit ihrer Kultur und Kulinarik begeisterten. Highlights waren der Ausflug nach Ravenna und das gemeinsame Kochen bei Letizia, was die warme, einladende Kultur Italiens widerspiegelt. Nun blicke ich auf eine bereichernde Zeit zurück und konzentriere mich auf meine bevorstehende Prüfung in Frankfurt.     


Vielen Dank, Jessica und Richard!


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