Meine ersten 100 Tage bei Hengeler Mueller...

 Veröffentlicht am 27.07.2022.

Meine ersten 100 Tage bei Hengeler Mueller

5 Anwältinnen und Anwälte über ihren Berufseinstieg in der Großkanzlei

Herr Dr. Berkle, was ist Ihnen vom Berufseinstieg bei Hengeler Mueller besonders in Erinnerung geblieben und welche Aufgaben haben Sie in der Anfangszeit erwartet?

Bemerkenswert ist die als selbst­verständlich gelebte Hilfsbereit­schaft sämtlicher Kolleginnen und Kollegen über alle Bereiche und Ebenen hinweg. Trotz der Heraus­forderungen des Berufs­anfangs fühlt man sich nie allein gelassen, sondern hat stets Ansprech­partner, die sich die Zeit nehmen, auch triviale (Nach‑)​Fragen zu beantworten. Die Tätig­keiten als Associate spiegeln wider, dass man sofort voll eingebunden und ernst genommen wird und Verant­wortung erhält. In den ersten Monaten reichten meine Aufgaben im Bereich Corporate/​M&A von (Kurz‑)​Gutachten zu einzelnen Rechts­fragen über die Mitarbeit in Trans­aktionen bis hin zur Planung einer umfang­reichen Umstrukturierung, wobei ich von Beginn an direkten Kontakt zu Mandanten und anderen Kanzleien hatte.

Frau Dr. Civelek, wie haben Sie den Einstieg in Ihrer Kanzlei wahrgenommen und welche Herausforderungen sind Ihnen hierbei begegnet?

Mein Berufseinstieg war eine spannende Mischung aus „Welpenschutz“ und „Ins-kalte-Wasser-geworfen-werden“. Auf der einen Seite bin ich auf viel Nachsicht und Geduld gestoßen, auf der anderen Seite wurde mir schnell viel Vertrauen ent­gegen­gebracht und ich habe direkt gespürt, ein vollwertiges Mitglied des Teams zu sein. Besonders positiv überrascht war ich darüber, dass ich sofort eng in die Mandatsarbeit eingebunden wurde. Vom ersten E-Mail-Verkehr über Notarbesuche bis hin zu Telefon- oder Videobesprechungen mit den Mandanten: Ich durfte bei allen Etappen des Mandantenkontakts dabei sein und Hengeler Mueller als Anwältin neben dem Partner repräsentieren. Bei einigen Mandaten bin ich bereits jetzt direkte Ansprechpartnerin.

Eine besondere Herausforderung bestand sicherlich darin, die neuen Kolleginnen und Kollegen in Zeiten des Arbeitens aus dem Homeoffice kennenzulernen. Auch Treffen mit Mandanten nehmen im Alltag von Anwältinnen und Anwälten grundsätzlich einen hohen Stellenwert ein. Die Anzahl dieser Treffen fiel in Corona-Zeiten naturgemäß deutlich kleiner aus, hier hat sich aber eine tolle Kultur der Video-Telefonie und –Konferenzen entwickelt. Gleich zu Beginn haben viele Kolleginnen und Kollegen zum Telefonhörer gegriffen oder virtuelle Treffen organisiert, um sich kennen­zulernen. So habe ich trotz der Corona-Situation innerhalb kürzester Zeit sehr viele nette, junge, motivierte Anwältinnen und Anwälte kennen­gelernt, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Unser alltägliches Miteinander erleichterte meinen Berufseinstieg ungemein.

Hengeler Mueller sieht Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg. Wie wurden Sie in die Kanzlei sowie Ihr Team aufgenommen und welche Tipps können Sie Berufseinsteiger:innen mit auf den Weg geben, Frau Kämpf?

Mein Einstieg als Associate war rundum gelungen. Ich wurde von Beginn an in die Projekte und die Mandatsarbeit mit eingebunden, wodurch ich mich bereits in den ersten Monaten fachlich, aber auch persönlich enorm weiterentwickelt habe. Auch die herzliche Aufnahme durch die Kolleginnen und Kollegen über alle Praxisgruppen hinweg hat mir den Einstieg leicht gemacht – ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Besonders positiv überrascht hat mich bei Hengeler Mueller der besondere Teamgeist und die echte, gelebte Kollegialität, nicht nur im eigenen Team, sondern über alle Praxisgruppen, Senioritäten und Standorte hinweg. Man fühlt sich von Beginn an als Teil der "Hengeler-Familie" und findet für alle Anliegen ein offenes Ohr – dies schätze ich jeden Tag aufs Neue.

Besonders herausfordernd zu Beginn war für mich, mit den vielen unbekannten Themen und Aufgaben umzugehen. Aber dank der großartigen Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen findet man sich schnell zurecht. Mein Tipp für den Berufseinstieg: jeden Tag mit Neugier, Engagement und dem nötigen Selbstvertrauen an die Aufgaben herangehen und den Spaß mit den Kolleginnen und Kollegen nicht zu kurz kommen zu lassen – alles andere ergibt sich dann von selbst!

Herr Dr. Higer, Sie waren bereits in der Wahlstation bei Hengeler Mueller tätig. Inwiefern unterscheidet sich diese Tätigkeit zu der Arbeit als Anwalt – insbesondere mit Blick auf die Mandatsarbeit? Welche Projekte begleiten Sie momentan?

Grundsätzlich habe ich schon in meiner Wahlstation bei Hengeler Mueller gemerkt, dass man schnell in die tägliche Mandatsarbeit miteinbezogen wird. So hat es mich auch nicht weiter überrascht, vom ersten Tag an als neuer Associate voll in die Mandatsarbeit mit eingebunden zu werden. Die Arbeit als Associate ist natürlich noch einmal eine andere als die eines Referendars. Als neuer Associate wird man teilweise ins kalte Wasser geworfen, was schlimmer klingt als es tatsächlich ist. Dies kann zwar mitunter sehr fordernd sein, sorgt aber für eine sehr steile Lernkurve. Darüber hinaus sind die erfahreneren Kolleginnen und Kollegen, insbesondere die Anbindungspartnerinnen und -partner sehr hilfsbereit und nehmen sich ausreichend Zeit, die Arbeitsprodukte zu besprechen.

Derzeit darf ich bei einem großen Kartellverfahren mitwirken, das viele spannende und zum Teil ungeklärte Rechtsfragen aufwirft. Hierbei schreibe ich beispielsweise Memoranden, die sowohl spezifischere als auch allgemeinere Rechtsfragen zum Gegenstand haben. Ein anderer Aspekt betrifft die Mandatsorganisation. Wenngleich dieses Mandat viel Zeit in Anspruch nimmt, habe ich dennoch das Gefühl, dass darauf geachtet wird, dass ich möglichst breit und umfassend im Kartellrecht ausgebildet werde. Hierfür sorgt auch das Rotationsprinzip. Dieses sieht vor, dass man immer zugleich zwei Partnern bzw. Partnerinnen zugeordnet ist. Die Anbindung wechselt dabei alle 18 Monate. Dementsprechend habe ich beispielsweise auch bereits an mehreren transaktionsbezogenen Mandaten mitwirken dürfen.

Wie hat für Sie der Einstieg während Corona funktioniert und wie gestaltet sich Ihre Arbeit im M&A-Bereich – was schätzen Sie besonders daran, Herr Dr. Isikay?

Positiv überrascht hat mich insbesondere die Kollegialität zwischen den Associates. Ich habe für alle möglichen tatsächlichen, taktischen wie rechtlichen Fragen immer erfahrene Associates gefunden, die mir bereitwillig helfend unter die Arme gegriffen haben. Herausfordernd war für mich vor allem der Einstieg ins Associate-Leben, welches zur traditionellen Juristenausbildung durchaus einen starken Bruch darstellt. Es ist sehr vieles neu an der Rolle als Anwalt in einer großen Wirtschaftskanzlei. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen macht einem die Eingewöhnung dabei um einiges leichter und so hat der Einstieg in den Berufsalltag trotz Corona gut funktioniert. 

Zu Beginn erhält man zunächst kleinere Aufgaben und arbeitet häufig auch erfahrenen Associates und den Anbindungspartnern zu. Anhand dessen lernt man Stück für Stück den Transaktionsprozess im M&A in seiner ganzen Breite kennen. Dabei ist das Aufgabenfeld vielfältig und abwechslungsreich, es stellt sich keine stringente Routine ein. Man erhält schnell Verantwortung für kleinere Bereiche und die eigene Verantwortlichkeit wächst mit der Erfahrung. Dies kann einzelne Bereiche eines DD-Reports betreffen, den Entwurf verschiedener Gesellschafterbeschlüsse, die Bearbeitung von dem Kaufvertrag nachgelagerten Verträgen oder auch die Vorbereitung eines Bonusprogramms für Vorstände einer neu akquirierten Gesellschaft. Momentan arbeite ich an Anlagen eines Kaufvertrags für ein größeres Transaktionsmandat und entwerfe einen Antrag an ein Gericht für die Ergänzung von Aufsichtsratsmitgliedern einer Aktiengesellschaft in einem anderen Mandat.

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