Pimp Your Lebenslauf - als Jurastudent Berufserfahrung sammeln!

Welcher Job soll es später einmal werden als Jurist? Praktika und Nebenjobs helfen bei der Entscheidung...


veröffentlicht am 17.01.2018

Wer als Jurist nicht darauf besteht, in einer großen Kanzlei Karriere zu machen, findet auch in der freien Wirtschaft oder beim Staat eine Anstellung. Doch nur Jurastudenten, die sehr gute Noten vorzuweisen haben, können sich den Job aussuchen.

Für den Großteil gilt daher grundsätzlich immer die Devise: Die Konkurrenz schläft nicht. Aus diesem Grund kann es nicht schaden, sich so gut wie möglich in der Bewerbung zu präsentieren und die eine oder andere Praxiserfahrung zu sammeln. Das wirkt sich positiv im Lebenslauf aus – und schließlich ist der das Aushängeschild schlechthin.

 

Der Lebenslauf – das wichtigste Aushängeschild

Auf der Suche nach einem Job kommst du nicht darum herum, einige Bewerbungen zu schreiben, bis eine passende Stelle gefunden ist und die Zusage ins Haus flattert. Je nachdem, wie lange das dauert, kann sich der Bewerbungsprozess über einen langen Zeitraum hinziehen.

Um die Chancen bestmöglich zu beeinflussen, müssen natürlich die Bewerbungsunterlagen nicht nur vollständig, sondern vor allem ordentlich und qualitativ hochwertig sein. Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument, denn dieser liefert eine kondensierte Übersicht über sämtliche schulische und berufliche Stationen des Bewerbers sowie seine Fähigkeiten und spezielle Qualifikationen.

Der Ersteindruck wird also von der Bewerbungsmappe bestimmt und ist daher oft entscheidend und ein wichtiger Faktor für den Personaler, der sich die Bewerbungsunterlagen anschaut. Deswegen sollten sich angehende Juristen früh genug intensive Gedanken über die Gestaltung und den Inhalt machen.

Abhängig vom Unternehmen bietet es sich an, auf freiwillige Angaben zu verzichten oder bestimmte zu ergänzen. Dazu gehört die Nennung aller Schulen, die man vor dem letzten (sprich dem relevanten) Schulabschluss besucht hat, sowie die Freizeitaktivitäten oder die Auflistung sämtlicher Nebenjobs.

Allerdings sollte dein Lebenslauf idealerweise immer an die jeweilige Stellenausschreibung angepasst werden. Das heißt konkret: Stationen, Tätigkeiten oder Leistungen, die nicht zu den Standardangaben gehören, kommen nur dann in den Lebenslauf, wenn sie sich positiv auf die Bewerbung auswirken, weil sie zum Beispiel bestimmte Fähigkeiten und Qualifikationen des Bewerbers herausstellen.

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Berufserfahrung als Jurastudent – diese Möglichkeiten gibt’s

Angehende Juristen haben während des Studiums ganz vielfältige Optionen, nicht nur ihren Kontostand, sondern auch ihren Lebenslauf aufzubessern. Das verschafft euch im Bewerbungsprozess wertvolle Pluspunkte gegenüber der Konkurrenz, weil du schon mit ersten Erfahrungen glänzen kannst.

 

Arbeiten in einer Rechtsabteilung

Eine gute Möglichkeit ist das Arbeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer Rechtsabteilung. Eine solche gibt es beispielsweise in Banken, bei Versicherungen oder der Universität. Dort werden immer wieder Aushilfen benötigt.

Grundsätzlich vermitteln Juristen, die in einer Rechtsabteilung arbeiten, zwischen den einzelnen Abteilungen eines Unternehmens. Sie schlichten Streitfälle und stehen als rechtliche Berater zur Verfügung.

Dabei kommt es vor allem darauf an, das nötige Wissen um die Sachlage und die Gesetze sprachlich so zu formulieren, so dass die nichtjuristischen Mitglieder der betreffenden Abteilungen alles verstehen und nachvollziehen können.

 

Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl

Wie wäre es, direkt an der Uni Geld zu verdienen und erste berufliche Erfahrungen zu machen? Es kommt immer mal wieder vor, dass Jura-Professoren Stellen ausschreiben und nach wissenschaftlichen Mitarbeitern suchen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen und beispielsweise den Schriftverkehr für sie erledigen, Büroartikel bestellen und Telefontermine vereinbaren und das in der Regel eigenverantwortlich.

Allerdings ist darauf zu achten, welche Fähigkeiten und Erfahrungen bei diesen Jobs gefordert sind. Das können beispielsweise herausragende Fremdsprachenkenntnisse oder Fähigkeiten im Bereich EDV sein. Außerdem spielt oft die Semesterzahl eine Rolle, schließlich wollen die Professoren die Stelle nicht bereits nach kurzer Zeit wieder neu besetzen müssen.

 

Nebenjob in einer Kanzlei

Viele Jurastudenten wollen eines Tages als Rechtsanwalt in einer Kanzlei arbeiten. Warum also nicht schon während des Studiums Kanzlei-Luft schnuppern und einen Nebenjob bei einem Rechtsanwalt ausüben?

Dort lernst du den Berufsalltag kennen und gewinnst wertvolle Einblicke in die Tätigkeiten eines Rechtsanwaltes. Als Hilfskraft hat man selbst aber keinen direkten Kontakt zu Mandanten. Das Aufgabenfeld bezieht sich mehr auf Recherchearbeiten zu bestimmten Sachverhalten.

So besteht die Hauptaufgabe als Hilfskraft in einer Kanzlei darin, die Zuarbeit für einen Anwalt oder ein ganzes Team zu leisten. Außerdem hilfst du dabei, Vorträge vorzubereiten sowie Schriftsätze zu bearbeiten.

 

Arbeiten in einer juristischen Datenbank

Während wissenschaftliche Hilfskräfte in einer Kanzlei Informationen für ihre Arbeitgeber zusammensuchen, haben sie in einer juristischen Datenbank vielmehr die Aufgabe, an diesen Informationen zu arbeiten und beispielsweise Rechercheprodukte für praktizierende Juristen zu entwickeln und für Qualitätssicherung zu sorgen.

Das bedeutet, dass juristische Texte jeder Art im Hinblick auf Grammatik, Rechtschreibung und Schlüssigkeit korrigiert werden müssen, bevor sie an den Kunden weitergeleitet werden. Darüber hinaus lernt man dabei, verschiedene Computeranwendungen zu nutzen und technische Probleme eigenständig zu lösen.

 

Einem Notar über die Schulter schauen

Zu den Berufsmöglichkeiten eines Juristen gehört auch die Tätigkeit als Notar. Über ein Praktikum oder einen Nebenjob gewinnt man auch hier einen Eindruck von den Aufgaben eines Notars.

Viele verbinden mit dem Beruf eines Notars Dinge wie Urkunden und Verträge beglaubigen und Unterschriften setzen. Dabei macht ein Notar noch einiges mehr. Im Grunde kann ein Notar in vier großen Bereichen arbeiten: Immobilien, Familie und Vorsorge, Erbschaft und Schenkung sowie Unternehmen.

Ein Notar sorgt für einen reibungslosen Ablauf, wenn seine Mandanten Verträge miteinander abschließen, und agiert, wenn nötig, auch schlichtend, immer jedoch neutral und sucht die bestmögliche Lösung für alle Parteien. Angehende Juristen erledigen bei einem Notar Aufgaben wie die Recherche zu Sachverhalten oder sie arbeiten an Vertragsentwürfen.


Notare haben ein vielfältiges Aufgabengebiet, das weitaus mehr umfasst, als nur Urkunden und Verträge zu beglaubigen. Vor allem im Umgang mit den Mandanten ist Fingerspitzengefühl gefragt.

Notare haben ein vielfältiges Aufgabengebiet, das weitaus mehr umfasst, als nur Urkunden und Verträge zu beglaubigen. Vor allem im Umgang mit den Mandanten ist Fingerspitzengefühl gefragt.

 

Wozu Praxiserfahrung noch gut ist

Wer als angehender Jurist bereits während des Studiums erste Praxiserfahrungen sammelt, verschafft sich im Lebenslauf einen Vorteil: Beim Berufseinstieg eines Juristen sind die Noten aus dem Studium sehr entscheidend. Hat man keine Topnoten vorzuweisen, kommt die Berufserfahrung ins Spiel. Sie hilft nicht selten dabei, wichtige berufliche Kontakte zu knüpfen und dadurch Karrieretüren zu öffnen, die ansonsten verschlossen geblieben wären.

Doch das ist längst nicht alles, wozu Praxiserfahrung sich lohnt. Praktika und Nebenjobs in verschiedenen Bereichen geben einen guten Einblick in die möglichen Tätigkeiten eines Juristen. Man lernt also, wie der typische Arbeitstag eines Anwaltes, Notars oder Dozenten aussieht und welche Aufgaben für die jeweilige Berufsgruppe so anfallen. Das wiederum hilft Studenten dabei, ihren späteren Traumberuf zu finden oder den ein oder anderen Job für sich auszuschließen.

Denn ein Praktikum oder einen Nebenjob auszuüben, kann auch bedeuten, dass man die bisherige Einstellung gegenüber dem Berufsfeld revidieren muss, weil der Job doch nicht das ist, was man sich darunter vorgestellt hat. Diese Feststellung mag zwar nicht unbedingt angenehm sein, aber sie ist ein wichtiger Schritt, um herauszufinden, was einem liegt und in welchem juristischen Bereich man sich am wohlsten fühlt.

Andernfalls ist es natürlich genauso gut möglich, dass sich durch die Praxiserfahrung der positive Eindruck über ein Tätigkeitsfeld bestätigt oder sogar noch verstärkt. Demnach kann es sein, dass man nach einem Praktikum oder Nebenjob recht genau weiß, wo man später einmal arbeiten möchte.

 

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