Grundvoraussetzungen und Einstellungsverfahren
Wer als erfahrene:r Jurist:in mit Schwerpunkt Kapitalmarktrecht oder Bankrecht den Sprung in ein Finanzinstitut plant, braucht mehr als nur gute Noten im Gepäck. Natürlich sind zwei ordentliche Staatsexamina weiterhin die Basis, aber auf Senior-Ebene zählen vor allem deine praktischen Erfahrungen und deine Persönlichkeit.
Das wird heute meistens von dir erwartet:
- Fachliches Spezialwissen: Du solltest dich in bestimmten Themen bereits sicher bewegen. Aktuell sind besonders Kenntnisse in der nachhaltigen Finanzierung (ESG), bei der Bekämpfung von Geldwäsche oder im Aufsichtsrecht gefragt.
- Verständnis für das Geschäft: In der Bank arbeitest du nicht im luftleeren Raum. Du musst verstehen, wie die Produkte deines Hauses funktionieren und welche wirtschaftlichen Ziele deine Kolleg:innen in den Fachbereichen verfolgen.
- Klare Kommunikation: Eine der wichtigsten Aufgaben in der Rechtsabteilung einer Bank ist es, rechtliche Hürden so zu erklären, dass auch Nicht-Jurist:innen sie verstehen und direkt damit arbeiten können.
Wer als Jurist:in zur Bank wechselt, durchläuft in der Regel ein Einstellungsverfahren über mehreren Stufen:
Neben der Personalabteilung triffst du selbstverständlich deine zukünftigen Kolleg:innen aus der Rechtsabteilung sowie oft auch Führungskräfte aus dem operativen Geschäft. Wie in jedem Jobinterview wird genau geschaut, ob du menschlich ins Team passt und auch die nötige Gelassenheit für das oft schnelle Bankgeschäft mitbringst. Oft werden dir dabei konkrete Situationen aus dem Alltag geschildert, um zu sehen, wie du unter Zeitdruck entscheidest und wie du deine Empfehlungen gegenüber internen Kund:innen vertrittst.