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Beste Chancen beim Staat!

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Beste Chancen beim Staat!

Jobchancen als Jurist im öffentlichen Sektor - Staatsnoten sinken...


- Beitrag des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen -
von Dr. Leonhard Kathke

 

Sinkende Absolventenzahlen treffen auf eine deutlich steigende Nachfrage der Arbeitgeber und Dienstherren. Damit bieten sich beste Chancen beim Staat. Dies zeigt sich an der Staatsnote, genauer gesagt an der Einstellungsgrenznote. Sie sinkt bundesweit.

 

 

 

 

1. Sinkende Absolventenzahlen

Die Teilnehmerzahlen am Zweiten juristischen Staatsexamen sinken. Während laut der Ausbildungsstatistik des Bundesamtes für Justiz 2005 bundesweit noch 11.016 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Arbeitsmarkt drängten, waren es 2015 nur noch 8.658 Nachwuchsjuristinnen und –juristen, die auf die Suche nach einem Arbeitsplatz gegangen sind.

Regional zeigt sich ein ähnliches Bild: 1322 bestandene Zweite Staatsexamen im Jahr 2009 in Bayern stehen 1046 bestandene Zweite Staatsexamen im Jahr 2015 gegenüber.

 

2. Steigender Bedarf

Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands sorgt für gute Einstellungschancen in der Wirtschaft. Gleiches gilt für (Groß-)Kanzleien, die noch dazu vom Brexit und der Dieselaffäre profitieren dürften.

Im staatlichen Bereich wurden bei Bund und Ländern häufig im Zusammenhang mit dem Zustrom von Flüchtlingen, der insbesondere im Jahr 2015 einen massiven Höhepunkt erreicht hat, neue Stellen geschaffen.

Zusammen mit den beginnenden Altersabgängen der geburtenstarken Jahrgänge zeichnet sich ein insgesamt hoher Bedarf an Neueinstellungen ab.

 

3. Staatsnoten sinken

Eine Auswertung von Stellenanzeigen im ersten Halbjahr 2017 zeigt dies deutlich. In weiten Bereichen werden „nur mehr“ mindestens zwei befriedigende juristische Staatsexamina verlangt. Dies ist zum Beispiel der Fall beim

  • Hessischen Ministerium für Soziales und Integration
  • dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
  • der Generalzolldirektion
  • dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg
  • dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • dem Bundesministerium des Innern samt einigen Geschäftsbereichsbehörden.
     

Höhere Staatsnoten finden sich seltener. So verlangt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mindestens zwei befriedigende Staatsexamina, wobei die Summe der beiden Notenwerte mindestens 15 Punkte betragen muss.

 

 

Das Hessische Ministerium der Finanzen fordert für die Hessische Finanzverwaltung zwei juristische Staatsexamina die mindestens befriedigend im oberen Bereich abgeschlossen sein sollten.

Gerade in Bayern zeigen sich die Verbesserungen für Nachwuchsjuristinnen und –juristen besonders deutlich. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst erwartet zwei Staatsexamina mit überdurchschnittlichem Erfolg, d. h. ab 8 Punkten. Die magische Grenze des vollbefriedigend ist durchbrochen!

Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat hat in diesem Jahr die Staatsnote für Bewerbungen von 7,5 auf mindestens 7,0 im Zweiten Staatsexamen abgesenkt.

Erfahrungsgemäß sinken die Staatsnoten bei allen öffentlichen Arbeitgebern und Dienstherren parallel. Die Chancen haben sich deshalb auch bei vielen hier nicht Genannten verbessert.

Dem Vernehmen nach sollen Dienstherren sogar schon auf Bewerberinnen und Bewerber zugehen, die sie vor einiger Zeit abgelehnt haben, um auf die verbesserten Einstellungschancen hinzuweisen.

 

 

4. Einstellungsgrenznote sinkt

Die in Anzeigen kommunizierte Staatsnote ist regelmäßig das Mindesterfordernis. Sie ist nicht mit der Einstellungsgrenznote identisch. Dies ist die Note, die die Bewerbung auszeichnet, die unter Beachtung des Leistungsprinzips gerade noch als letzte berücksichtigt werden konnte. Strukturell liegt die Einstellungsgrenznote damit (meist) über der kommunizierten Staatsnote.

Für die Bayerische Steuerverwaltung wird die Einstellungsgrenznote, beispielsweise bei Einstellung im zweiten Halbjahr 2017 bei ca. 7,2 bis 7,3 im Zweiten juristischen Staatsexamen erwartet.
 

Quintessenz: Bewerben lohnt sich auf jeden Fall. Die Chancen waren lange nicht mehr so gut!


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25. August 2017

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