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Jura Staatsexamen nicht geschafft – was nun?

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Jura Staatsexamen nicht geschafft – was nun?

Wenn der Worst Case passiert...

#Staatsexamen

 

Durchgefallen! Das Undenkbare ist geschehen: trotz aller Mühen hat es nicht geklappt und der Versuch, das Examen zu bestehen, ist gescheitert. Damit ist man jedoch nicht alleine. Die Durchfallquote lag beim ersten juristischen Staatsexamen im Jahr 2012 je nach Bundesland zwischen 16,0% und 38,6%, beim zweiten Staatsexamen in Jura schwankte die Quote zwischen 8,1% und 19,6%. Auch die Benotung ist im Vergleich mit anderen Studiengängen absolut verheerend, denn sogenannte Prädikatsexamina (Note „Vollbefriedigend“ oder besser), die einem Juristen auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen verschaffen, erhalten lediglich zwischen 9% und 27% (1. Staatsexamen) bzw. zwischen 10 und 45% (2. Staatsexamen) der Prüflinge. Details zu den Notenstatistiken nach Bundesländern findet ihr in den Blogeinträgen zum ersten juristischen Staatsexamen und zum zweiten juristischen Staatsexamen.

Wenn der gescheiterte Versuch nicht der letztmögliche war, gibt es jedoch noch keinen Grund zur Panik. Stattdessen ist es wichtig, erst einmal etwas Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und klar weiterzudenken. Wie soll der Schlachtplan für den nächsten Anlauf aussehen? Die zu leistenden vorbereitenden Tätigkeiten sind dabei praktisch identisch mit denen für den vorherigen Versuch, jedoch ergänzt um Erkenntnisse, die aus der Analyse des fehlgeschlagenen Versuchs gewonnen werden können. Ein guter Zeitplan und das Wissen um die persönlichen Schwächen sind der halbe Weg zu einem erfolgreich bestandenen juristischen Staatsexamen.

 

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Was aber nun, wenn man beim zweiten Versuch das erste Staatsexamen in Jura zu bestehen, ebenfalls scheitert? Die Angst davor ist groß. Denn besteht man das erste juristische Staatsexamen zweimal nicht, sind die fünf Jahre des Jurastudiums quasi vergeudete Zeit, heißt es unter den Jurastudenten. Doch das muss nicht zwingend sein. So besteht die Möglichkeit in einen FH-Studiengang zu wechseln (z.B. Gesundheitsökonomie oder Wirtschaftsjura) und sich so weiterhin mit Jura zu beschäftigen. Auch im Ausland kann man sein Jurastudium trotz der gescheiterten Versuche beim ersten juristischen Staatsexamen fortsetzen. Österreich bietet sich hier besonders an, da die Sprache und Gesetzgebung sehr ähnlich sind. Obgleich die Anrechnung der in Deutschland abgelegten Kurse unter Umständen etwas mühsam sein kann, ist sie keinesfalls unmöglich.

Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Staatsexamen in Jura. Fakt ist, mit dem wiederholten Nicht-bestehen des zweiten juristischen Staatsexamens, fällt der Traum in Deutschland als Volljurist tätig zu werden. Doch auch dann ist bei weitem nicht alles verloren. In der Privatwirtschaft gibt es viele Berufsperspektiven ohne zweites juristisches Staatsexamen. Als Unternehmensjurist, Bankjurist, bei Versicherungen, Verbänden, NGOs oder als Einsteiger in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, die Perspektiven sind alles andere als düster. Für viele Bereiche im öffentlichen Dienst ist darüber hinaus keine Richterbefähigung notwendig, daher ist auch eine Karriere im höheren Dienst denkbar. Mit einem Master of Law, sog. LL.M., einem Executive Master in Accounting oder Taxation, oder sonstigen betriebswirtschaftlichen Zusatzausbildungen kann man seine Qualifikationen auch ohne zweites juristisches Staatsexamen verbessern.

Zu guter Letzt besteht natürlich immer die Möglichkeit in einen spezialisierten Rechtsanwalt zu investieren, das Prüfungsergebnis anzufechten und dadurch einen dritten (Gnaden-)Versuch zu erhalten, doch die Erfolgsquote ist gering. So führte in Bayern die Prüfungsanfechtung im Jahr 2010 nur in 3,58% der Fälle zu einer Anhebung der Note.

Daher, liebe Jurastudenten, verzweifelt nicht! Ein gescheitertes Staatsexamen ist noch lange kein Armutszeugnis. Es gibt immer einen Ausweg. Und wenn ihr diesen selbst nicht findet, bietet Philipp Mollenhauer von Staatsexamen Plan B umfangreiche Beratungs-Packages an, die euch helfen wieder Mut zu fassen und neue Perspektiven zu erkennen.

 

07. Mai 2014

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