Jura-Bachelor: Perspektiven und Möglichkeiten als Wirtschaftsjurist

Verfasst von Finn Holzky. 

Bachelor of Laws: Berufsbild & Gehalt als Wirtschaftsjurist

Welche Möglichkeiten und Perspektiven bietet der LL.B.?

Für viele Jurastudenten ist und bleibt der Bachelor of Laws ein Mysterium. Auf der einen Seite verspricht er einen juristischen Abschluss, gleichzeitig kann man nicht die klassischen juristischen Berufe wie Richter, Staatsanwalt und Anwalt ergreifen. 

Dennoch bietet der Jura-Bachelor eine Vielzahl an Möglichkeiten: Die prominenteste ist gewiss die Option, als Wirtschaftsjurist Karriere zu machen und an der Schnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft zu arbeiten.

Welche Möglichkeiten es außerdem gibt, welche Vor- und Nachteile zum Staatsexamen beachtet werden müssen und welche Gehälter dich erwarten, erfährst du in diesem Artikel!

 

1. Was ist der Bachelor of Laws?

Der Bachelor of Laws ist einerseits ein in Deutschland und auch im Ausland anerkannter Studienabschluss, der zu Jobs befähigt, die juristisch geprägt sind. Er wurde Anfang des Jahrtausends im Zuge der Bologna-Reformen an vielen Universitäten und Fachhochschulen eingeführt. Diese Bachelor- und Masterstudiengänge sind dabei nicht alle gleich aufgebaut, basieren jedoch in der Regel auf einem ähnlichen „Baukasten-Prinzip“.

Gemischt wird ein Teil Rechtswissenschaften, in der Regel mit Schwerpunkt Zivilrecht und/oder öffentliches Recht, mit einem weiteren Studiengang. Regelmäßige Kombinationen sind hier Wirtschaft und Recht, Psychologie und Recht oder Steuern und Recht. Es gibt aber auch deutlich ausgefallenere Kombinationen, bei denen Sprachwissenschaften, Politikwissenschaften oder Theologie mit den Rechtswissenschaften kombiniert werden.

Der LL.B. ist somit ein vollwertiger Bachelorstudiengang, der entweder an einer Fachhochschule (FH), einer Universität oder einer Fernhochschule (FHS) absolviert werden kann. 

Während das Studium der Rechtswissenschaften mit Abschluss Staatsexamen an nahezu jeder Universität in Deutschland studiert werden kann, bieten nicht alle Universitäten die Möglichkeit, Jura im Bachelor-System zu studieren.

Hier kann man Jura im Bachelor studieren

  • Universität Augsburg: Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (Bachelor of Science)
  • Universität Bayreuth: Recht und Wirtschaft (Bachelor of Laws)
  • Universität Bielefeld: Recht und Management (Bachelor of Arts)
  • Ruhr-Universität Bochum: Nationales und europäisches Wirtschaftsrecht (LL.B.& License en droit; Besonderheit: Deutsch- und französischer Abschluss)
  • Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: Law and Economics (Bachelor of Laws)
  • Universität Bremen: Comparative and European Law (LL.B.)
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Öffentliches Recht (Zweitfach; Politikwissenschaft als Erstwahl; Bachelor of Arts)
  • Europa-Universität Viadrina (Frankfurt an der Oder):  Recht und Wirtschaft, Recht und Politik (LL.B.)
  • Georg-August-Universität Göttingen: 2-Fach-Bachelor (Bachelor of Arts)
  • Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Management und Recht (Bachelor of Science), Teilstudiengang im Öffentlichen Recht (2-Fächer Bachelor of Arts)
  • Universität Hamburg: Gemeinsamer Studiengang Hamburg & Istanbul: Rechtswissenschaft (LL.B.)
  • Leibniz Universität Hannover: Informationstechnologierecht und Recht des geistigen Eigentums (LL.B.)
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: Bachelorbegleitfach Öffentliches Recht (Bachelor of Arts)
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena: Rechtswissenschaft (2-Fach-Bachelor; Ergänzungsfach, Bachelor of Arts)
  • Universität Osnabrück: Wirtschaftsrecht (LL.B.)
  • Universität Passau: LL.B + Certificate of Higher Education (in Passau Prüfungen von University of London ablegen; benötigt separate Anmeldung, muss aber zeitgleich mit Jurastudium gemacht werden); Legal tech (LL.B.)
  • Universität Regensburg: Digital Law (LL.B.)
  • Universität Rostock: Good Governance - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht (LL.B.)
  • Universität Siegen: Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht (LL.B.)

 

Der im Staatsexamen integrierte LL.B.

Regelmäßig entflammt zudem die Diskussion darüber, ob auch Studenten, die Jura mit Abschluss Staatsexamen studieren, Anspruch auf einen Bachelor-Abschluss haben sollten. Argumente dafür gibt es viele und einige Universitäten haben die Dringlichkeit erkannt.

Diese Universitäten haben einen LL.B. auf dem Weg zum Staatsexamen integriert bzw. verleihen den Abschluss auf Antrag:

  • Freie Universität Berlin: Auf Antrag; nach erfolgreicher Absolvierung aller Pflichtmodule  des 1. – 6. FS unter Inklusion der Schwerpunktbereichsprüfung
  • Humboldt-Universität Berlin:  Auf Antrag; Nachweis aller Zulassungsvoraussetzungen für Erste Juristische Staatsprüfung, Nachweis Schwerpunktprüfung an HU; gilt ab Immatrikulation 01.01.2020
  • EBS Universität (privat): Erwerb nach 3 Jahren
  • Europa-Universität Viadrina (Frankfurt an der Oder): Erwerb nach dem 6. Fachsemester
  • Bucerius Law School (privat): Erwerb nach 3 Jahren
  • Universität Mannheim: Ja, nach Abschluss Unternehmensjurist LL.B.; Erwerb (Kombinationsstudiengang)
  • Universität Potsdam: Erwerb nach dem 6. Fachsemester

 

Wo kann ich mit einem Jura-Bachelor arbeiten?

Wer sein Jurastudium mit einem LL.B. abgeschlossen hat, verfügt bereits über einen qualifizierten und anerkannten Berufsabschluss. Damit besteht die Möglichkeit, ins Berufsleben zu starten und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Zum Beispiel hier:

  • In größeren Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung oder in der Personalabteilung
  • Bei Unternehmensberatungen
  • Bei Banken, Finanzdienstleistern oder Versicherungen
  • In der öffentlichen Verwaltung
  • In Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften
  • Bei Immobilienunternehmen

Einige Kanzleien stellen ebenfalls Bewerber mit Bachelor- oder Masterabschluss ein, wenn sie diese für die Arbeit abseits von Gerichtsverfahren gebrauchen können. Ebenso eröffnen sich aktuell zahlreiche Möglichkeiten für Wirtschaftsjuristen und Juristen mit einem Bachelor- oder Masterabschluss im Bereich Legal Tech und Legal Innovation – auch hier suchen Kanzleien nach guten Kandidaten, die in Schnittstellenpositionen ihre Stärken einbringen können.

Erste praktische Erfahrung? Her damit

2. Bachelor of Laws vs. Staatsexamen: Vor- und Nachteile

Trotz vielfältiger Möglichkeiten ist der Bachelor of Laws umstritten. Andererseits vereint er auch viele Vorteile, welche das klassische Jurastudium nicht bieten kann. Hier findest du eine Übersicht über die Vor- und Nachteile des Jura-Bachelors:

Welche Vorteile hat der Bachelor of Laws

 

  • Mehr Sicherheit

Der Jura Bachelor hat als Zwischenstation eine absichernde Funktion. Das große Risiko des klassischen Weges über die Staatsexamen ist, dass man nach langem Studium, vielen Kosten und womöglich noch einem privaten Repetitorium zweimal durch die Examensprüfung fällt und mit leeren Händen da steht.

Hinzu kommt, dass das Staatsexamen mitunter sehr lange dauert. Zeit und Geld sind jedoch knappe Güter und die dynamische Arbeitswelt hat zudem einen Bedarf an praxisorientierten Bewerbern. Diese Praxiserfahrung sammeln Juristen in dem zweijährigen Referendariat im Anschluss an ihr langwieriges Studium.

 

  • Kürzere Dauer

Hier haben die neuen Studiengänge zweifelsohne ihre Vorteile. Zwischen sechs und acht Semester dauert ein Bachelor, ein Master zwischen zwei und vier Semester. Somit sind diese Abschlüsse u.U. schneller zu erreichen und in der Tat ist zum Beispiel im Bereich des Wirtschaftsrechts ein Wissen über die Abgrenzung zwischen Raub und räuberischer Erpressung überaus entbehrlich.

 

  • Moderneres Studium

Zudem punkten die neuen Studiengänge mit modernen Arbeits- und Lernmethoden. Gerade die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt enorm und auf diesen Trend haben gerade die praxisnahen Hochschulen schnell reagiert. Neueste Informationstechniken gehören daher ebenfalls in den Studienplan der Bachelor- und Masterstudenten.

 

  • Geringere Kosten

Schließlich ist auch die Kostenfrage nicht zu vernachlässigen. Das Jurastudium kostet alleine schon wegen der Dauer aber auch wegen der Examensvorbereitung und dem damit häufig verbundenen Repetitorium eine Menge Geld. Bei mittelmäßigen Abschlüssen, die für Juristen keineswegs eine Seltenheit darstellen, kann es durchaus sein, dass diese Kosten in keinem guten Verhältnis zu dem Einstiegsgehalt stehen. Wer hier früher im Arbeitsleben ankommt, der erwirtschaftet sich womöglich einen kaum mehr einholbaren Vorteil.

Nachteile des Bachelor of Laws

 

  • Nachteile beim Jobeinstieg

Immer wieder gibt es Stimmen, die behaupten, dass Personaler im Zweifel lieber auf examinierte Juristen zurückgreifen. Zudem sind die durchschnittlichen Einstiegsgehälter von Juristen mit zwei Staatsexamen höher, als die der Kollegen mit Bachelor oder Master in der Tasche. Abschließende Studien hierzu gibt es nicht, zumindest in Kanzleien sind jedoch die Juristen mit Examen allein schon wegen der Zulassung als Anwalt die gefragteren Bewerber.

 

  • Nicht alle juristischen Berufe zugänglich

Nur mit zwei Staatsexamen können die klassischen Juristenberufe wie Richter, Staatsanwalt, Rechtsverteidiger oder Notar ergriffen werden. Ausnahmen gibt es leider keine. Wer dies jedoch gar nicht anstrebt, der kann diesen „Nachteil“ dann sicher gut verschmerzen.

 

  • Doch ein hoher Zeitaufwand?

Auch die Zeitersparnis kann sich schnell in Luft auflösen. Ist der Bachelor auf 8 Semester angelegt und benötigt man dann noch ein sechsmonatiges Praktikum, um dann durchschnittlich drei Semester für einen Master zu studieren, sammeln sich inklusive eventueller Wartezeiten auch 6 bis 7 Jahre Studiendauer an. Zum Vergleich beträgt die Regelstudienzeit des Staatsexamensstudiengangs 9 Semester und im Bundesdurchschnitt braucht man etwa 11 Semester. Zudem können besonders gute Studenten auch nach 8 Semestern den Freiversuch wagen und somit im besten Falle nach etwas mehr als 6 Jahren beide Staatsexamina in der Tasche haben. 

 

  • Ende auf der Karriereleiter

Schließlich kann der vermeintlich einfachere Abschluss auf der Karriereleiter zum Stolperstein werden. In der Verwaltung beispielsweise, in der gerne auch Juristen mit Bachelor und Master genommen werden, gibt es jedoch bestimmte Positionen, in die man nur mit der Befähigung zum Richteramt aufsteigen kann. Auch in Unternehmen sind die Leiter der Rechtsabteilung zumindest heute in aller Regel noch Volljuristen, wobei eine Veränderung auch auf dieser Ebene natürlich nie ausgeschlossen werden kann

 LL.B. zusammengefasst: Pro und Contra

 

Vorteile

Nachteile
  • Geringe Studienzeit/ Kosten

 

  • Klassische Juristenberufe werden nicht eröffnet
  • Früherer Eintritt in den Arbeitsmarkt
  • Geringere Breite an Jobangeboten
  • Geringere Gefahr des Scheiterns
  • Weniger bekannt auf dem Arbeitsmarkt
  • „Nischen-Ausbildung“ an der Nahtstelle zwischen Recht und Wirtschaft
  • Fortbildungsmöglichkeiten sind begrenzt (kein Fachanwalt etc.)
  • Bessere Studienbedingungen durch kleinere „Klassen“
  • Geringere Durchschnittsgehälte

3. Wie ist der Jura-Bachelor aufgebaut?

Zunächst einmal ist Jura-Bachelor nicht gleich ein Bachelor of Laws. Klingt merkwürdig, ist es aber bei genauerer Betrachtung gar nicht. Denn auch in einem Jura-Bachelorstudium lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen und es gibt verschiedene Ausgestaltungen der Studiengänge. So bieten einige Universitäten und Fachhochschulen zum Beispiel den „reinen“ Bachelor of Law an, ohne dass er irgendwelche Spezialisierungen ausweisen würde.

Dies ist häufig dann üblich, wenn die Studierenden des klassischen Jurastudiums während ihres Studiums bereits den Jura Bachelor absolvieren oder ihnen diese Möglichkeit zumindest angeboten wird. Der Bachelor of Laws ist dann faktisch eine abgespeckte Variante des Volljuristen, der in allen drei Rechtsgebieten, also Straf-, Zivil- und dem öffentlichen Recht, ausgebildet wird.

Welche Spezialisierungen gibt es im Jura-Bachelor?

Dem gegenüber stehen Studiengänge, die bereits eine bestimmte Ausrichtung haben. Die häufigste Ausprägung dieser Art ist der Bachelor of Law in Wirtschaftsrecht. Das liegt in erster Linie daran, dass gerade im Wirtschaftsrecht ein hoher Bedarf an praxisnahen und vor allem auch betriebswirtschaftlich geschulten Personal besteht.

Diese Studiengänge sind zwar ebenfalls nicht alle gleich, kombinieren in der Regel allerdings vor allem zivilrechtliche und verwaltungsrechtliche Inhalte mit betriebswirtschaftlichen Fächern. Hinzu kommt ein höherer Praxisbezug, der häufig durch Praxissemester oder zumindest häufigere längere Praktika hergestellt wird. Im Bereich des Wirtschaftsrechts gibt es dann weitere Vertiefungen, die entweder bereits im Bachelor gewählt werden können oder aber später im Masterstudium. Typischerweise sind hier Verflechtungen mit dem Steuerrecht oder aber mit dem Wirtschaftsverwaltungsrecht gegeben.

Andere Jura Bachelor Berufe: Spezialisierung abseits vom Recht

Eine dritte Kategorie sind Bachelor of Laws Studiengänge, die sich abseits des klassischen Wirtschaftsrechts befinden und zum Beispiel in Kombination mit Sprachen, Psychologie oder Politikwissenschaften angeboten werden. Je nach Schwerpunkt werden mit diesen Jura Bachelors andere Berufsfelder angesteuert oder der juristische Teil dient eher zur Vertiefung des anderen Studienfachs, als dass er in erster Linie auf einen juristischen Abschluss ausgerichtet ist.

 LL.B. international: Zweisprachige Jura-Programme

Wer mehrere Sprachen spricht, ist auf dem Arbeitsmarkt im Vorteil - vor allem dann, wenn sogar die Ausbildung auf einer anderen Sprache absolviert wurde. Einige deutsche Universitäten bieten deshalb zweisprachige Bachelor of Laws an, die natürlich auch einen Überblick über das andere Rechtssystem bieten. Hier eine Auswahl:

  • Universität Bayreuth: Rechtswissenschaften (Deutsch-Französisch und Deutsch-Spanisch)
  • Ruhr-Universität Bochum: Nationales und europäisches Wirtschaftsrecht (Deutsch-Französisch)
  • Europauniversität Viadrina: LL.B. (Deutsch-Polnisch)
  • Universität Köln: LL.B (Deutsch-Französisch, Englisch-Deutsch, Italienisch-Deutsch & Deutsch-Türkisch)
  • Johannes Gutenberg-Universität Mainz: LL.B (Deutsch-Französisch)
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster: LL.B (Deutsch-Französisch)
  • Universität des Saarlandes: LL.B. (Deutsch-Französisch)

4. Jura-Bachelor: Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt

Eine der wichtigsten Frage für Interessenten an einem Bachelorstudiengang ist natürlich dessen Perspektive. Zunächst ist festzustellen, dass sowohl der Bachelor als auch der Master of Laws den Personalabteilungen von Unternehmen und Kanzleien mittlerweile größtenteils bekannt sind. Vor einigen Jahren war das noch nicht so und auch heute noch kann es natürlich in kleineren Unternehmen oder Kanzleien vorkommen, dass doch einmal kritisch nachgefragt wird, was der Abschluss denn überhaupt sei. 

Nichtsdestotrotz ist der gängigste Weg in juristische Berufe noch immer der über die beiden Staatsexamen. Das beweisen sowohl die Studierendenzahlen, als auch ein Blick in die Profile von Angestellten im juristischen Bereich. Genauso richtig ist aber auch die Erkenntnis, dass der Anteil von nicht examinierten Juristen konstant ansteigt.

Bewerberprofile, bei denen sich ein roter Faden durch den Lebenslauf zieht und die ihren Jura-Bachelor mit sinnvollen Praktika ergänzt haben oder andere Erfahrungen und Qualifikationen aufweisen können, haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Nur im direkten Vergleich zum Volljuristen haben sie es schwerer. Ist zum Beispiel in einer Großkanzlei eine Stelle zu besetzen, für die eine Zulassung als Anwalt grundsätzlich gar nicht nötig wäre, hat in der Regel immer noch der Volljurist die Nase vorn. In Unternehmen oder in der Verwaltung hingegen muss das nicht immer der Fall sein.

Schließlich sollten Wirtschaftsjuristen und Jura-Bachelor-Absolventen sich auf ihre Stärken fokussieren: In der Regel haben sie eine praxisorientierte Ausbildung genossen, die ihr wirtschaftliches Denken geschult hat. Darüber hinaus verfügen sie über relevante Soft Skills, wie Team- und Kommunikationsstärke (vor allem, wenn man sowohl die "juristische", als auch die "wirtschaftliche" Sprache versteht und spricht) und ein sicherer Umgang mit Excel, Word und PowerPoint ist ebenfalls ein Plus, das nicht alle Volljuristen während ihrer klassischen Ausbildung lernen konnten. Ob Voll- oder Wirtschaftsjurist: Jeder bringt wichtige Kompetenzen für Kanzleien und Unternehmen mit!

Wirtschaftsjuristen gesucht: Hier findest du aktuelle Jobangebote

5. Bachelor of Laws: Berufschancen mit dem LL.B.

In Kanzleien war es für Bachelor- und Masterstudenten in der Regel schwierig, Fuß zu fassen, da sie nicht vor Gericht auftreten können. Sie konnten lediglich als Paralegals intern oder im Backoffice den Anwälten zuarbeiten. Gerade diese Jobs übernehmen zumindest in Großkanzleien in der Regel aber die jungen Associates und wissenschaftliche Mitarbeiter. Allerdings findet auch insbesondere in den Großkanzleien derzeit ein Umbruch statt: Hier wird nicht mehr nur nach talentierten Juristen gesucht, die eine Anwaltszulassung haben, sondern auch nach Juristen, die zum Beispiel im Bereich Digitalisierung Experten sind und beratend als Legal Engineer im Bereich Legal Tech tätig sein können, an großen Massenklageverfahren mitwirken oder über eine wirtschaftliche Expertise verfügen und Erfahrung in der Arbeit mit empirischen Methoden oder der Anwendung ökonomischer Analysen und Bewertungen mitbringen. 

Verwandte Branchen bieten ebenfalls Möglichkeiten: Steuerberatungsgesellschaften oder Unternehmensberatungen sind Arbeitgeber, die auch und in einigen Fällen sogar gerade Bedarf an Juristen haben, die auch über Jura hinausgehende Fähigkeiten vorzuweisen haben. Die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers, kurz PwC, beispielsweise gibt an, sowohl Volljuristen als auch Absolventen von Studiengängen wie Wirtschaftsrecht zu beschäftigen. An der Schnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft, brauchen sich Bewerber, die in beidem ausgebildet wurden, nicht vor Volljuristen verstecken.

Jura Bachelor Berufe in Verbänden & in der Verwaltung

In Verbänden gibt es stets einen hohen Bedarf an Juristen. Da hier nicht die gerichtliche Vertretung im Vordergrund steht, sind diese Jobs per se auch für Absolventen eines Bachelorstudiengangs geeignet. Einige Verbände tun sich jedoch offensichtlich noch schwer damit, den neuen Abschluss entsprechend zu würdigen, werden Stellen häufig noch nur für Volljuristen ausgeschrieben. In vielen Fällen lohnt es sich dennoch, auch als Absolvent eines neueren Studiengangs eine Bewerbung einzusenden.

Auch beim Staat und in Behörden gibt es Jobs, die nicht nur für Juristen mit zwei Examen ausgeschrieben werden. Hier wird in der Regel allerdings zwischen dem „höheren Dienst“ und dem „gehobenen Dienst“ unterschieden. Den höheren Dienst kann man dabei nur als Volljurist und in einigen Fällen auch als Master-Absolvent erreichen, während der gehobene Dienst auch für Juristen mit 1. Staatsexamen und für Bachelor-Absolventen zugänglich ist. Die Chancen auf eine bessere Eingruppierung im höheren Dienst kann man verbessern, wenn man zum Beispiel nach dem LL.B. einen Master in BWL absolviert. 

6. Jura-Bachelor: Gehalt für Berufseinsteiger

Diese Frage nach dem Bachelor of Laws Gehalt pauschal zu beantworten, erscheint unmöglich. Fakt ist, dass die öffentlich publizierten und verhältnismäßig starren Einstiegsgehälter von Großkanzleien und Großunternehmen in aller Regel nur für Volljuristen gelten. Soll heißen: die Spitzen-Einstiegsgehälter sind Jura Bachelor- und Masterabsolventen in aller Regel vorenthalten.

Was das Einstiegsgehalt angeht, variieren die Angaben stark. So gibt die Plattform gehaltsvergleich.com beispielsweise eine Spanne von rund 2.500 bis 5.600 Euro brutto Monatsgehalt an. Durchschnittlich lassen sich Einstiegsgehälter von rund 40.000 Euro Brutto im Jahr finden.

Die Höhe des Verdienstes hängt dabei neben den Qualifikationen eines Bewerbers vor allem von der Größe des Unternehmens und der Branche ab. Beim Staat ist die übliche Besoldungsgruppe bei Einstellung A9, was rund 2.600 Euro brutto im Monat bedeutet. Ein Aufstieg bis in die Besoldungsgruppe A13 (rund 4000 € brutto) ist möglich.

7. Wie wird man Wirtschaftsjurist?

Das Studium in Wirtschaftsrecht ist ein klassischer Bachelor of Laws Studiengang. Studierende erwarten dabei sowohl rechtliche als auch betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Inhalte, wobei der Schwerpunkt in der Regel auf ersteren liegt. Das Bachelorstudium wird in der Regel mit einem LL.B. oder einem Bachelor of Science abgeschlossen. Wer anschließend ein wirtschaftsrechtliches Masterstudium absolviert, erwirbt, je nach Schwerpunkt des Studiengangs, einen Master of Laws oder einen Master of Science.

Innerhalb des Studiums ist es möglich, individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich zum Beispiel auf Steuerrecht, Mergers & Acquisitions oder Vertragsgestaltung zu spezialisieren. Damit haben Wirtschaftsjuristen gute Berufsaussichten und einen Vorteil gegenüber Volljuristen: Sie lernen bereits im Studium berufsrelevante, auf betriebswirtschaftliche Zusammenhänge ausgerichtete Inhalte, welche sich Volljuristen vorwiegend durch Zusatzqualifikationen aneignen müssen.

Mit einem Wirtschaftsjurist-Studium stehen den Absolventen zahlreiche Karrieremöglichkeiten offen. Viele Absolventen orientieren sich in Richtung der freien Wirtschaft. Wirtschaftsjuristen finden sich auch oft in Führungspositionen und können innerhalb eines Unternehmens schnell aufsteigen. Typischerweise arbeiten sie an der Schnittstelle zwischen Recht und Management.

8. Was machen Wirtschaftsjuristen?

Natürlich gibt es nicht "den einen" Beruf für Wirtschaftsjuristen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, besonders beliebt sind diese Berufe:

Compliance Manager: Als Compliance Manager sorgst du dafür, dass die Richtlinien innerhalb eines Unternehmens von allen Mitarbeitern, aber auch von der Führungsetage eingehalten werden. Ein wichtiges Feld ist hierbei zum Beispiel der Datenschutz. In diesem Beruf wendest du mögliche Schäden für das Unternehmen in Form von Strafen oder Schadensersatzforderungen ab.

Contract Manager: Bei der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen bist du für die Vertragsgestaltung und später auch für dessen Einhaltung zuständig, führst Verhandlungen und prüfst auch, ob eine Kooperation mit Risiken verbunden ist.

Mediator: Wenn es zwischen Unternehmen oder anderen Interessensgruppen zu Streitigkeiten kommt, wird ein Mediator benötigt, welcher zwischen den Parteien schlichtet. Der Mediator sorgt dafür, dass es zu einer Einigung kommt, die für beide Seiten akzeptabel ist.

Steuerberater: Wer Steuern sparen möchte, der wendet sich an einen Steuerberater. Mit dem Bestehen einer entsprechenden Prüfung können auch Wirtschaftsjuristen als Steuerberater für Privatpersonen und Unternehmen tätig werden.

Wirtschaftsprüfer: Auch das Examen zum Wirtschaftsprüfer können Wirtschaftsjuristen ablegen und sich anschließend entweder selbständig machen oder als Angestellter für eine Wirtschaftsprüfung arbeiten. Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht zum Beispiel die Prüfung der ordentlichen Buchführung, der Geschäftsberichte und der Einhaltung von Vorschriften.

💡 Wirtschaftsjurist & Führungskraft in der Großkanzlei

Director Legal Operations & Business Technologies Marc Geiger im TalentRocket-Podcast New Lawyers

Seine Karriere bei der Kanzlei Gleiss Lutz begann Marc Geiger während eines Praxissemesters. Heute leitet der Diplom-Wirtschaftsjurist dort die Abteilung Legal Operations und Business Technologies. In dieser Folge des New Lawyers Podcast von TalentRocket spricht er mit Alisha Andert darüber, welche Projekte er mit seinem Team im Laufe der Zeit umgesetzt hat – und wie sie ein Tool entwickelten, um Schutzsuchende aus der Ukraine bei ihrer Ankunft in Deutschland zu unterstützen.

 

9. Gehalt Wirtschaftsjuristen: Gutes Einkommen für Spezialisten

An das Gehalt eines Volljuristen in der Großkanzlei reicht das eines Wirtschaftsjuristen meist nicht heran. Dennoch kann mit diesem Abschluss ein gutes Gehalt erzielt werden. Die Gehaltsspanne liegt ganz nach angestrebter Stelle und entsprechenden Weiterbildungen bei ungefähr 3.000 Euro bis 6.000 Euro brutto pro Monat, allerdings kann man in entsprechenden Positionen auch mehr verdienen. Selbständige Steuerberater verdienen zum Beispiel zwischen 6.000 und 12.000 Euro pro Monat, haben allerdings natürlich auch höhere Ausgaben als Angestellte.

10. Der Jura Master: Was kommt nach dem LL.B?

Wer sich nach dem Jura Bachelor weiter spezialisieren möchte, für den ist der LL.M. der richtige Weg. Der Master of Laws baut auf den Bachelor of Laws auf und sorgt für ein tiefergehendes Verständnis spezieller Rechtsbereiche. Das erleichtert den Einstieg auf dem Arbeitsmarkt und ermöglicht es, sowohl bessere Stellen zu finden als auch ein höheres Gehalt zu bekommen. 

Auch für Absolventen eines klassischen Jurastudiums ist ein LL.M. eine gute Möglichkeit, sich zusätzlich zu qualifizieren und ihr Profil zu schärfen. Da der Abschluss als sehr international gilt, ist er besonders für Juristen zu empfehlen, die entweder in einem anderen Land oder in einem internationalen Umfeld arbeiten möchten. Viele Juristen entscheiden sich direkt für ein LL.M.-Studium im Ausland, bei dem sie zusätzlich ihre Sprachkenntisse und ihre Soft Skills verbessern können. 

Ein LL.M. dauert in Deutschland in der Regel vier Semester (also zwei Jahre), an ausländischen Universitäten gibt es sogar Programme, die nur ein Jahr dauern. Wichtig zu beachten ist dabei der Kostenpunkt. Gerade in englischsprachigen Ländern kann ein LL.M. sehr teuer werden - höhere fünfstellige Beträge sind an renommierten Unis die Norm. Günstiger sind LL.M.s in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern.   

Alternativen zum LL.M.: Weiterbildung nach dem Bachelor of Laws

Wer nach seinem Bachelor of Laws keinen Master of Laws machen, sich aber trotzdem weiter spezialisieren möchte, der hat zahlreiche Möglichkeiten. Zum einen sind da natürlich die klassischen wirtschaftlichen Weiterbildungswege, die mit der Prüfung zum Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer abschließen. Für beide Prüfungen sind einige Jahre Berufserfahrung erforderlich. Ebenso beliebt sind Weiterbildungen im Bereich Compliance oder Mediation

Je nach den beruflichen Zielen gibt es jedoch auch viele andere Möglichkeiten zur Spezialisierung. Wer sich journalistisch orientieren möchte, kann beispielsweise ein Volontariat beginnen. Doch auch ein zusätzliches Studium ist möglich: So können Absolventen eines LL.B. sich auch für Masterstudiengänge einschreiben, die keine LL.Ms sind (Aber Achtung: einige Masterstudiengänge setzen einen Bachelor in einem ähnlichen Bereich voraus). In Einzelfällen kann auch ein weiterer Bachelor in einem anderen Bereich sinnvoll sein. 

Hier findest du Law Schools auf der ganzen Welt für deinen LL.M.

11. Jura im Ausland studiert: Anerkennung von internationalen Abschlüssen

Ein Bachelor oder Master of Law ist ein vollwertiger Berufsabschluss in Deutschland. Das gilt sowohl für Abschlüsse aus dem In- als aus dem Ausland. Absolventen können z.B. auch einen Doktortitel erwerben und viele Jobausschreibungen sind mittlerweile an solche Absolventen gerichtet.

Was man mit ausländischen Abschlüssen allerdings nicht erhält, ist die sogenannte Befähigung zum Richteramt. Diese ist Voraussetzung, um in Deutschland als Richter oder Staatsanwalt arbeiten zu können, bestimmte Tätigkeiten in der Verwaltung zu übernehmen oder aber als Rechtsanwalt tätig werden zu dürfen.

Nichtsdestotrotz stellt sich gerade für Absolventen, die ihre Ausbildung im Ausland absolviert haben und dort den primären Studienweg gewählt haben, also dort als das Äquivalent zum Volljuristen ausgebildet wurden und zum Beispiel bereits Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt waren, die Frage, ob man nicht auch in Deutschland als Volljurist anerkannt werden kann.

Bachelor of Laws: Berufschancen auch ohne Befähigung zum Richteramt?

Im Grundsatz gilt zunächst der § 5 DRiG, welcher besagt, dass die Ausübung der staatlich reglementierten juristischen Berufe, also die drei Klassiker plus Notar, in Deutschland den Erwerb der Befähigung zum Richteramt voraussetzen. Diese setzt wiederum zwei erfolgreiche bestandene Staatsexamina in Deutschland voraus. Wie so häufig gilt aber auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme.

Wer nämlich in einem EU-Mitgliedsstaat, einem Vertragsstaat des EWR-Abkommens oder in der Schweiz einen universitären Abschluss oder gar die Berechtigung zur Ausübung des Anwaltsberufs erworben hat, der hat die Möglichkeit, sich diese unter Umständen in Deutschland anerkennen zu lassen.

So können rechtswissenschaftliche Universitätsdiplome aus diesen Ländern dahingehend geprüft werden, ob sie hinsichtlich der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten gleichwertig zum 1. Staatsexamen in Deutschland sind und ob der Bewerber individuell ausreichende Kenntnisse des deutschen Straf-, Zivil- und Verwaltungsrechts vorweisen kann. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann unter den Voraussetzungen des § 112a DRiG ein Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst, also zum Referendariat, gestellt werden.

Mit ausländischem Abschluss in Deutschland Rechtsanwalt werden

Wer hingegen bereits die Zulassung zum Rechtsanwaltsberuf in einem der genannten Länder erworben hat, der hat zwei Möglichkeiten. Nach dreijähriger Tätigkeit als in Deutschland zugelassener europäischer Rechtsanwalt kann ein Antrag auf Zulassung in die Bundesrechtsanwaltskammer gestellt werden. Dies bedeutet, dass man ab diesem Zeitpunkt als vollwertiger Rechtsanwalt in Deutschland tätig sein darf.

Eine zweite Möglichkeit ist eine Antragsstellung auf Prüfung der Feststellung, dass eine gleichwertige Berufsqualifikation vorliegt und Anspruch auf Zulassung in Deutschland besteht.

Eine vorherige Tätigkeit als niedergelassener europäischer Rechtsanwalt bedarf es dann zwar nicht, wohl aber an einer individuellen Eignungsprüfung durch die Landesjustizprüfungsämter einiger Bundesländer. Um Staatsanwalt und Richter werden zu können, muss man hingegen auch deutscher Staatsbürger sein und die zwei Examina abgelegt haben. Einen anderen Weg zum Ziel als ein gänzlich neues Studium gibt es diesbezüglich also nicht. 

 


Häufig gestellte Fragen
Wie wird man Wirtschaftsjurist?

Wirtschaftsjurist wird man durch den Abschluss eines Studiums zum Wirtschaftsjuristen - also durch einen Bachelor of Laws oder einen Master of Laws. Der Studiengang wird an zahlreichen Hochschulen in Deutschland angeboten. Alternativ ist auch das klassische Jurastudium ein Weg zum Wirtschaftsjuristen, wenn es durch Weiterbildungen im wirtschaftlichen Bereich oder einen Bachelor of Laws ergänzt wird.


Wo arbeiten Wirtschaftsjuristen?

Ein Wirtschaftsjurist hat zahlreiche Tätigkeitsfelder: Er kann in der Rechtsabteilung eines Unternehmens arbeiten, aber zum Beispiel auch in Personalabteilungen, Finanzabteilungen, oder mit entsprechender Weiterbildung in der Steuerberatung oder der Wirtschaftsprüfung. 


Wie viel verdient ein Wirtschaftsjurist?

Das Wirtschaftsjuristen-Gehalt hängt von vielen Faktoren ab: zum Beispiel dem konkreten Job, der Berufserfahrung, der Qualifikation und dem Verhaldungsgeschick. Es sind Gehälter zwischen 3.000 bis 6.000 € brutto im Monat möglich, in individuellen Fällen aber auch mehr oder weniger.


Ist ein Wirtschaftsjurist ein Anwalt?

Ein Wirtschaftsjurist ist kein Anwalt, zumindest dann nicht, wenn er nicht das zweite Staatsexamen abgeschlossen hat. Denn nur dieses befähigt einen Juristen, eine Anwaltszulassung zu beantragen und den Anwaltstitel zu führen. 


Welche Jobmöglichkeiten gibt es mit dem Bachelor of Laws?

Mit einem Bachelor of Laws gibt es zahlreiche Jobmöglichkeiten - Absolventen können juristische Jobs ausführen, die nicht auf Volljuristen beschränkt sind. Richter oder (Staats)anwalt kann ein Bachelor of Laws also nicht werden. Stattdessen arbeiten diese oft in Unternehmen, der Verwaltung oder Verbänden. 


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