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Karriere in Jura mit Kind - Mission (Im)possible?

Karriere in Jura mit Kind - Mission (Im)possible?

4 Tipps um das Unmögliche möglich zu machen

#Frauen im Recht

Karriere mit Kind zu machen, das wird in Deutschland als ein schwieriges Unterfangen angesehen. Viel hängt von der Kulanz des Arbeitgebers ab, und finanziell wird es für viele Familien eng, sobald der Nachwuchs da ist. Wir wollen euch hier einige Tipps geben, die bei der Karriere mit Kind hilfreich sein könnten.

Kinderwunsch: Was ist das? Die Deutschen verspüren ein geringes Bedürfnis, Nachwuchs zu bekommen. In einer europaweiten Bevölkerungsumfrage von 2003 belegte Deutschland den letzten Rang bezüglich des Kinderwunsches. Jeder vierte Mann und jede siebte Frau wollten keine Kinder. Statistisch gesehen bekommt jede Frau 1,36 Kinder. Speziell Akademikerinnen bekommen im Vergleich mit der Vergangenheit weniger Kinder. Das Durchschnittsalter der Mutter beim ersten Kind ist auf 30 Jahre angestiegen.


 


Im Umbruch: Die Geschlechterrollen ändern sich

Wie Ursula von der Leyen glaubte, erkannt zu haben: Junge Männer wollen heute „erziehende Väter“ sein, und nicht mehr hauptsächlich finanziell zum Familienglück beitragen. Und auch die Frauen möchten mehr: Kinder haben und den Beruf weiter ausüben - das muss doch auch machbar sein! Das finden wir auch, daher haben wir einige Tipps zum Thema „Karriere in Jura mit Kind“ gesammelt!

 

Tipp 1: Holt euch Unterstützung

Kinder bedeuten viel Arbeit und das kann richtig anstrengend sein. Andererseits sind Kinder doch auch richtig süß und liebenswert! Fange so früh wie möglich an, dein soziales Umfeld zum Babysitting zu rekrutieren. Wenn deine Eltern in der Gegend wohnen - sie werden sich freuen, am Leben ihres Enkels teilhaben zu dürfen. Auch deine Freunde können diesen großen Babyaugen wohl kaum widerstehen - finde heraus, wer „gut mit Kindern kann“ und wem du auch 1500% Vertrauen schenken kannst.

 

Tipp 2: Wenn dir die Decke Zuhause auf den Kopf fällt: Nutze deine Flexiblität

Gestern noch als Karrieremensch durch 10 Stunden Tage gepowert - und heute verbringst du 24 Stunden am Tag zu Hause?  Klar, dass dir da bald die Decke auf den Kopf fällt. Warum nutzt du nicht deine neugewonnene zeitliche Flexibilität und fängst etwas Neues an? Starte einen Blog - egal ob über Privates oder dein berufliches Fachgebiet. Finde ein neues Hobby. Pack deinen Schreihals in einen Kinderwagen und mach einen langen Spaziergang. Informiere dich über ein Thema, das dich schon lange interessiert hat.

 

Tipp 3: Welche Option ist denn jetzt die beste: Vollzeit, Teilzeit, Heimarbeit, Au Pair, Kinderfrau? 

Darauf kann dir leider niemand eine Antwort geben, außer du selbst. Manche Mütter kehren schon früh wieder in ihren Vollzeitjob zurück und lassen die Kinder betreuen, ob von Ehemann oder Au Pair. Manchen Frauen geht es sehr gut mit dieser Situation, andere haben das Gefühl, wichtige Momente im Leben ihrer Kleinen zu verpassen. Manche Eltern finden in der Heimarbeit ihre Lösung, andere kehren als Teilzeitkraft ins Berufsleben zurück. Unser Tipp diesbezüglich ist: Höre auf dein Bauchgefühl und lass dich nicht von Außen beeinflussen. Nur du kannst wissen, was für dich und deine Familie die beste Lösung ist.

 

Tipp 4: „Ich ernähre meine Kinder weder vegan noch biologisch, und außerdem habe ich eine wichtige Deadline verpasst“: Wenn dein Perfektionismus dir im Weg steht

Klar, du möchtest alles so gut wie möglich machen. Deine Kinder sollen mit drei Jahren laufen, Geige spielen und jonglieren können. Außerdem möchtest du sie vegan ernähren und gleichzeitig möchtest du selbst der jüngste CEO der Geschichte mit doppeltem Doktorat werden. Leider ist das alles nicht möglich. Auch wenn deinen Intentionen sicher nur die Besten sind: Dein Perfektionismus ist ein Stressfaktor und unrealistisch. Akzeptiere, dass du im Allgemeinen, aber speziell mit Kindern, nicht alles kontrollieren kannst. Auch du wirst mal mit Babybreiflecken auf der Bluse zum wichtigen Meeting erscheinen. Gewöhn dich an den Gedanken, nicht perfekt zu sein - das ist vollkommen ok und normal. Diese Einstellung wird deine Mission (Im)possible Kind und Karriere erleichtern.

 

Fazit: Auch wenn es kein einfaches Unterfangen ist, Kinder und Beruf zu vereinen - mit einem guten sozialen Support-Netzwerk und etwas weniger Perfektionismus kann es machbar sein. 

Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/grossbild-438516-293754.html aufgerufen am 20.06.2015

 

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12. August 2015

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