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So bereitest du dein Auslandssemester vor

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So bereitest du dein Jura-Auslandssemester vor

Schweiz, Frankreich oder USA – die besten Möglichkeiten für dein Auslandssemester

#Ausland

Ein Auslandssemester ist eine sehr beliebte Abwechslung vom Jurastudiumsalltag. Gerade für uns Juristen gestaltet sich das Auslandssemester aber oft etwas schwieriger als bei vielen anderen Studierenden. Das liegt vor allem daran, dass wir hauptsächlich das deutsche Recht studieren. Ein weiterer Grund ist aber auch, dass unser Staatsexamen deutlich weniger anpassungsfähig ist, als die Bachelor- und Masterstudiengänge, die im Zuge des Bologna-Prozess harmonisiert wurden. Damit ihr kein Semester verschenkt oder aber plötzlich euer sauer verdienter Freischuss in Gefahr gerät, geben wir euch und eurem Auslandssemester eine kleine Hilfestütze!

 

Natürlich ist ein Auslandssemester sowieso nie verschenkt. Neben den neuen Sprachfähigkeiten, die du erwirbst, lernst du viele neue Leute kennen und knüpfst dein Netz mit Kontakten zu anderen Studierenden sogar noch über die Grenzen deines Heimatlandes. Da „Connections“ oft das A und O sind, ist das natürlich nicht zu verachten! Dennoch bietet es sich an, sich ein wenig genauer mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, um möglichst viel aus dem Auslandssemester mitzunehmen!

Fast wie zu Hause!

Eine Möglichkeit, um besonders viel mitzunehmen, bietet sich in der Schweiz! Die juristischen Fakultäten der Universitäten Lausanne und Genf bieten Vorlesungen, Übungen und Klausuren zum deutschen Recht an, die ihr euch eins zu eins „zu Hause“ anrechnen lassen könnt. Hier verliert ihr also tatsächlich kaum Zeit oder Lernstoff, da ihr nahezu nahtlos weiterstudieren könnt. Als Nachteil könnte man jedoch anführen, dass dort auch Deutsch gesprochen wird.

Freischuss trotz Auslandssemester?

In Frankreich gar kein Problem! Durch die Kooperationen mit den französischen Universitäten gibt es eine breite Auswahl an Fächern, die du dort belegen kannst und die dir zu Hause angerechnet werden können. Zudem gibt es eine Garantie, dass dir das Semester nicht angerechnet wird. So kannst du deinen Freischuss trotz Auslandssemester behalten!

Das Land der (un-)begrenzten Möglichkeiten.

Eine beliebte Destination für Studenten sind natürlich die USA. Dort wird es jedoch für uns Juristen tatsächlich problematisch, einen Studienabschnitt vor dem 1. Staatsexamen zu verbringen. In das dortige Law School System zu kommen, gilt als sehr schwer; es sich hier anrechnen lassen zu können, als noch schwerer. Es gibt teilweise individuelle Lösungen, bei denen dann zumindest der Sprachschein und gewisse Kompetenzen angerechnet werden können und so auch der Freischuss gewahrt werden kann. Man sollte sich jedoch im Vorfeld eines solchen Auslandssemesters ganz besonders mit den Voraussetzungen und individuellen Möglichkeiten befassen! Aber wie immer gilt auch hier: Nichts ist unmöglich!

Ab auf die Insel!

In Großbritannien gibt es die Möglichkeit, für ein Jahr in die Lehrveranstaltungen der „undergraduate studies“ einzusteigen. Damit studiert man quasi das britische Recht und erwirbt Sprach- und Kompetenzscheine. Die Anrechnung sollte jedoch immer im Vorfeld mit dem Prüfungsamt besprochen werden! Zudem sollte man sich sehr genau über die Kosten informieren, da (abgesehen von speziellen Austauschprogrammen) jeder ausländische Student die dortigen Studiengebühren (von bis zu 10.000 Pfund pro Jahr) zu zahlen hat.

Erasmus nutzen!

Wenn deine Universität über das Erasmusprogramm besondere Möglichkeiten für dein Auslandsstudium anbietet, solltest du diese unbedingt nutzen! Zum Einen kümmern sich hier Leute mit viel Erfahrung um dich und dein Auslandsstudium, zum Anderen kannst du dich bei den Erasmusprogrammen eigentlich immer darauf verlassen, dass du dir etwas für zu Hause anrechnen lassen kannst und dein Freischuss nicht betroffen ist!

Fazit

Wer ins Ausland möchte, der schafft das auch! Nur sollte man die Vorbereitung und die Planung nicht unterschätzen und sich daher früh genug informieren. Überlege dir, was du im Ausland erleben und erreichen möchtest und wo du vielleicht schon immer hin wolltest!

 

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten aber für beiderlei Geschlecht.

 

12. Juni 2015

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