McDermott Praktikum Legal Summer

Veröffentlicht am 31.08.2020

The „(Legal) Summer“ of your life

Dustin Schwerdtfeger und Nils Gehrmann über das Praktikantenprogramm von McDermott

McDermott Will & Emery ist eine internationale Anwaltssozietät mit über 1.100 Rechtsanwälten an über 20 Standorten. In Deutschland sind wir mit unseren Büros in München, Düsseldorf/Köln und Frankfurt am Main vertreten.

Jedes Jahr im Sommer bieten wir an allen deutschen Standorten das Praktikantenprogramm „Legal Summer“ an. Dann haben Nachwuchsjurist*innen die Gelegenheit, Teil des Teams zu werden.

Nils Gehrmann McDermott Praktikum  Dustin Schwerdtfeger McDermott Partner
Nils Gehrmann (li.), Student an der Ruhr-Universität Bochum& Teilnehmer des Legal Summers 2019 und Dustin Schwerdtfeger (re.), Partner bei McDermott

Herr Schwerdtfeger, der „Legal Summer“ als Praktikantenprogramm stellt für viele Studenten einen Höhepunkt dar. Was war jedoch für McDermott der Hauptgrund weshalb das Programm ins Leben gerufen wurde? 

Dustin Schwerdtfeger: Ziel ist es den jungen Nachwuchsjuristen früh Perspektive und Orientierung zu geben. Das funktioniert nur, wenn man den Student*innen früh und begleitend zur Ausbildung Einblicke in die Praxis und den Arbeitsalltag einer Kanzlei gewährt. Die Arbeit in einer Kanzlei über mehrere Wochen gibt einen guten ersten Einblick dazu, ob das Arbeitsumfeld und die inhaltlichen Aufgaben zu einem passen und Spaß machen.

Nils, du warst Teilnehmer des „Legal Summer“ Praktikantenprogramms. War für dich der „Cut“ von der Uni in den Alltag der Anwälte und Anwältinnen groß?

Nils Gehrmann: Es war eine schöne Abwechslung vom Unialltag. Es hat Spaß gemacht, den gelernten Stoff aus der Uni konkret auf einen echten Fall anzuwenden. 
 

Weshalb hast du dich für das Praktikum bei McDermott entschieden?

Nils Gehrmann: Ich wollte wissen, wie der Alltag und vor allem die Arbeit in Großkanzleien abläuft. Ich habe dann von dem neuen „Legal Summer“ Programm erfahren und meine Bewerbungsunterlagen eingereicht. An McDermott hat mich vor allem die Internationalität gereizt. 
 

Nils, da du erst wenige Semester Erfahrung und Wissen im Studium sammeln konntest, kanntest du viele Rechtsbereiche noch nicht. Wie gingen McDermott und das Team auf dich ein, um dich bestmöglich einzubinden?

Nils Gehrmann: Das Team hat mich direkt an den aktuellen Mandaten mitarbeiten lassen. Sobald Fragen aufkamen konnte ich diese jederzeit allen Kolleg*innen stellen. Ein Teammitglied hat sich dann Zeit für mich genommen, mir die Fragen erst abstrakt beantwortet und diese dann in einen Kontext mit dem aktuellen Mandat gebracht.

McDermott hat auch einen Englischkurs organisiert, in dem wir das „Legal English“ gelernt haben. Das war sinnvoll und vor allem hilfreich, weil die meisten Schriftstücke, mit denen ich gearbeitet habe, englisch waren.

Inzwischen arbeiten Sie seit über siebeneinhalb Jahren für McDermott. Gab es dieses Programm schon damals und wie hat sich seither die „Bewerberlandschaft“ geändert, Herr Schwerdtfeger?

Dustin Schwerdtfeger: Nein, zum Zeitpunkt meines Berufseinstiegs gab es das „Legal Summer“ Programm (leider) noch nicht, wenngleich andere Weiterbildungsprogramme natürlich bereits etabliert waren und die Arbeit mit Referendar*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen zum Arbeitsalltag gehörte.

Die Bewerberlandschaft hat sich unserer Wahrnehmung nach insbesondere insofern weiterentwickelt, als die Möglichkeit junger Nachwuchskräfte nach Abschluss ihrer Ausbildung national, aber auch international, spannende Berufsangebote wahrzunehmen, weiter zugenommen hat. Es ist daher noch wichtiger geworden früh in der Ausbildung mit dem späteren Nachwuchs in Kontakt zu kommen und entsprechende Karriereperspektiven aufzuzeigen.
 

Herr Schwerdtfeger, welche Eigenschaften sollten Bewerber*innen für McDermott mitbringen?

Dustin Schwerdtfeger: Ich freue mich über Bewerber*innen, die sich engagiert und „furchtlos“ sowie mit einer gesunden Portion Neugierde an die neuen und oft auch unbekannten Aufgaben und Themen heranwagen. Auf diese Weise lassen sich viele neue Eindrücke und Erkenntnisse gewinnen, die für den weiteren Ausbildungs- und Karriereweg als echte Entscheidungshilfe herangezogen werden können.
 

Nils, was hat dir während deines Praktikums im „Legal Summer“ am besten gefallen?

Nils Gehrmann: Am besten hat mir gefallen, dass ich mich schon nach kurzer Zeit als vollwertiges Teammitglied gefühlt habe. Ich durfte eigene Ideen einbringen und selbstständig arbeiten. Ich habe die Arbeit aus Sicht von wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Associates sowie aus der Perspektive von Partner*innen kennengelernt, das war sehr spannend und hat auch meinen Blick auf die Themen beeinflusst.

Im Vordergrund stehen die Praktikant*innen und der Wunsch, Perspektiven aufzuzeigen und Orientierung für den weiteren Ausbildungsweg zu geben.
Dustin Schwerdtfeger

Hat sich hierdurch für dich eine andere Sicht auf die Tätigkeit eines Anwalts / einer Anwältin ergeben? Kannst du dir eine spätere Tätigkeit bei McDermott vorstellen und falls ja, was spricht besonders dafür?

Nils Gehrmann: Durch das Praktikum habe ich erst wirklich einen Eindruck darüber gewinnen können, wie Anwält*innen in einer Großkanzlei arbeiten. Daher kann ich mir auch eine spätere Tätigkeit bei McDermott gut vorstellen. Die anfallende Arbeit wird im Team bewältigt, jeder hat ein offenes Ohr für die Kolleg*innen und die Arbeitsatmosphäre war, trotz des hohen Drucks, sehr angenehm. 
 

Was sind die Unterschiede zu anderen Praktikantenprogrammen und Praktika außerhalb des Programms?

Dustin Schwerdtfeger: Der Unterschied zum Gruppenpraktikum besteht im Wesentlichen in dem angebotenen Rahmenprogramm, dies bieten wir bei einem Einzelpraktikum nicht an. Zudem bekommt jede*r Praktikant*in für den Zeitraum des Praktikums eine*n Mentor*in zugewiesen und erhält somit einen noch besseren Überblick über den spannenden Alltag und die Aufgaben bei McDermott. An unseren Social Events während des Zeitraums des Praktikums dürfen die Praktikant*innen selbstverständlich teilnehmen
 

Herr Schwerdtfeger, wie viel macht ein gutes Praktikum bei der richtigen Kanzlei für die Karriere aus?

Dustin Schwerdtfeger: Im Vordergrund stehen die Praktikant*innen und der Wunsch, Perspektiven aufzuzeigen und Orientierung für den weiteren Ausbildungsweg zu geben. Richtig ist aber auch, dass das „Legal Summer“-Programm beiden Seiten die Möglichkeit gibt, über mehrere Wochen eng zusammenzuarbeiten. In dieser Zeit lernt man sich gut kennen.

Wenn hier die Chemie stimmt, hält der Kontakt – auch über unser Alumni-Programm – zumeist über die Zeit des Praktikums hinaus an und erhöht im besten Falle auch die Wahrscheinlichkeit nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung die weiteren Karriereperspektiven gemeinsam zu besprechen. 


Oft sind Mandanten sehr vorsichtig was Ihre Anliegen angeht. Erhalten Ihre Praktikanten hier einen besonderen Vertrauensvorschuss oder binden Sie diese auf andere Weise in die Mandatsarbeit ein?

Dustin Schwerdtfeger: Die Grundsätze ordnungsgemäßer und vertrauensvoller Mandatsführung haben natürlich in allen Fällen oberste Priorität. Insofern genießen weder unsere Praktikant*innen noch andere Mitarbeiter*innen unserer Sozietät einen besonderen Vertrauensvorschuss.

Unsere Praktikant*innen werden, wie auch unsere Referendar*innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen oder sonstigen Mitarbeiter*innen, unter Beachtung der anwendbaren berufsständischen Vorgaben sowie weitergehender interner Compliance Regelungen in die Mandatsarbeit eingebunden. 

McDermott spricht über die Möglichkeit in vielen verschiedenen Praxisgruppen und Niederlassungen, in denen ein*e Praktikant*in tätig werden kann. Eignen sich alle Bereiche bei McDermott für Praktikant*innen oder ist die Wahl des Wunschbereichs nicht immer möglich?

Dustin Schwerdtfeger: Aus meiner Sicht ist der Einsatz grundsätzlich in jeder Praxisgruppe möglich. Individuelle Wünsche und Vorstellungen sollten vor Beginn des Praktikantenprogramms klar kommuniziert werden, denn nur so kann man dem Ziel des „Legal Summer“-Programms, nämlich für zukünftige Weichenstellungen Orientierung zu geben, entsprechend gerecht werden.
 

Wie steht es hier mit Auslandspraktika? Sind auch solche im „Legal Summer“ Programm möglich?

Dustin Schwerdtfeger: Im „Legal Summer“-Programm bieten wir keine Auslandspraktika an. Es besteht die Möglichkeit, die Wahlstation in einem unserer ausländischen Büros zu verbringen, wenn vorab die Anwaltsstation in einem unserer deutschen Büros absolviert wurde. Bei der Organisation unterstützen wir unsere Referendar*innen sehr gerne.
 

Nils, du bist nun sehr früh in dein erstes Praktikum bei einer Großkanzlei gestartet. Würdest du dich erneut für ein Praktikum in diesem frühen Stadium des Studiums entscheiden, wenn du die Wahl hättest und was würdest du genauso – oder auch anders –machen?

Nils Gehrmann: Ich würde wieder so früh starten. Die anfängliche Unsicherheit wegen des „überschaubaren“ Wissensstandes war total unbegründet.

Jeder im Team hat mich unterstützt, wenn ich bei der Bearbeitung meiner Aufgaben nicht weiterkam oder ich überhaupt keine Kenntnisse in gewissen Bereichen hatte. Je eher man anfängt Praxiserfahrungen zu sammeln, desto besser.

Das Studium bietet meines Erachtens keine Einblicke in die späteren Tätigkeitsbereiche. Daher finde ich es umso wichtiger, sich während der Studienzeit viel anzuschauen.

Am besten hat mir gefallen, dass ich mich schon nach kurzer Zeit als vollwertiges Teammitglied gefühlt habe. Ich durfte eigene Ideen einbringen und selbstständig arbeiten.
Nils Gehrmann

Wie sieht der typische Alltag für einen Praktikanten bei McDermott aus?

Dustin Schwerdtfeger: Der typische Alltag für Praktikant*innen bei McDermott unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem eines jungen Anwalts/einer jungen Anwältin. Letztlich geben die Mandate und aktuellen Transaktionen die Aufgaben und Arbeitsaufläufe vor. Hier versuchen wir die Praktikant*innen so eng wie möglich in die täglich anstehenden Aufgaben zu integrieren. Vielleicht dürfen die Praktikant*innen im Schnitt etwas früher nach Hause gehen als einige andere Teammitglieder (lacht). 


McDermott hat ein sehr ausgewogenes Verhältnis bei Partnern zu Associates von 1:1. Ist auch dies ein Grund für die Ausgestaltung des Praktikantenprogramms wobei die Studenten möglichst nah mit einem Partner, vergleichbar mit  einem Junior Associate, zusammenarbeiten?

Dustin Schwerdtfeger: Absolut. Wir arbeiten seit jeher in außerordentlich flachen Hierarchien. Aus diesem Grund ist es auch für jeden unserer Anwält*innen schön, aber auch völlig selbstverständlich, Aufgaben gemeinsam und auf Augenhöhe mit unseren jungen Praktikant*innen anzugehen. Das macht Spaß und hält einen auch selbst jung (lacht).

Diese Arbeitsweise schafft zudem die nötige Perspektive und führt zu einem nachhaltigeren Verständnis der Themen und Bedürfnisse, die den juristischen Nachwuchs von heute, beschäftigen. Diese Themen im Fokus zu halten ist unseres Erachtens essenziell, um langfristig für zukünftige Bewerber*innen und Berufseinsteiger*innen attraktiv zu bleiben.
 

Ihr Fazit?

Nils Gehrmann: Das Praktikantenprogramm war eine sehr schöne Erfahrung. Ich wurde sehr gut versorgt, zu jeder Zeit unterstützt und konnte viel Nützliches aus dem Programm mitnehmen. Dank des Praktikantenprogramms habe ich viele, sehr nette Menschen kennengelernt.

Dustin Schwerdtfeger: Das Praktikantenprogramm ist ideal dafür geeignet frühzeitig mit dem engagierten juristischen Nachwuchs in Kontakt zu kommen und über einen längeren Zeitraum miteinander zu arbeiten. Den Nachwuchsjurist*innen auf diese Weise Orientierung und Perspektive geben zu können ist eine wichtige Aufgabe, der wir bei McDermott gerne und mit viel Engagement nachkommen.

 

Vielen Dank, Dustin Schwerdtfeger, vielen Dank, Nils Gehrmann!

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