Weiterbildung nach dem Studium

Welche Studiengänge ergänzen Jura?


veröffentlicht am 13.01.2016

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung. Das Jurastudium dauert zwar traditionell länger als die meisten anderen Studiengänge aber trotzdem werden - nicht nur wegen dem enormen Wettbewerb - ergänzende und aufbauende Studiengänge für angehende Juristen immer beliebter. Denn wie auch bei der Berufswahl nach dem Studium gilt: Juristen können (fast) alles! 

 

Beliebter denn je: der LL.M

Der bekannteste aufbauende Studiengang für Juristen ist der LL.M. Üblicherweise im Ausland  absolviert und mit Schwerpunkt auf ein im Ausland speziell geregeltes Rechtsgebiet ist der LL.M eine gerngesehene Zusatzqualifikation und ein Nachweis für Fremdsprachenkenntnisse in den Lebensläufen von Bewerbern.


Wirtschaftlich gedacht: aufbauender Master

Ergänzende Studiengänge richten sich insbesondere auf Fachgebiete, die in der klassischen juristischen Ausbildung noch zu kurz kommen. Zu nennen sind hier insbesondere wirtschaftlich oder europarechtlich geprägte Studiengänge. Ein Beispiel dafür findet sich zum Beispiel an der Universität Würzburg: Hier gibt es den sowohl den Aufbaustudiengang Europäisches Recht als auch den Master für Wirtschaftsrecht, zu dem ebenfalls Juristen zugelassen sind. Ähnliche Angebote finden sich an vielen weiteren deutschen Universitäten.

 

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Parallel zum Studium: ein Zweitfach

Eine Alternative dazu ist der Zweifach – Bachelor, bei dem man ein zweites Fach neben Jura studieren kann. Später, nachdem man bereits den Bachelor in dem begleitenden Fach erworben hat, kann man dann das Jurastudium zudem noch auf den Abschluss Staatsexamen umzustellen. Interessante und gängige Varianten sind Rechtswissenschaften in Verbindung mit Volks- oder Betriebswirtschaft, Fremdsprachen oder auch Sozialwissenschaften und Philosophie.


Hart aber lohnenswert: der Steuerberater

In eine ähnliche Richtung gehen Zusatzausbildungen nach dem klassischen Jurastudium. Zu nennen sind hier insbesondere die Ausbildung zum Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Notar oder Fachanwalt.

Bei diesen Ausbildungen handelt es sich natürlich nicht um eine klassische Ausbildung, sondern um Prüfungen, für bereits ausgebildete oder studierte Kandidaten, die sich für das entsprechende Berufsbild berechtigen lassen möchten. Insbesondere die Zulassung zum Steuerberater gilt dabei als eine der härtesten Prüfungen, der man sich in Deutschland stellen kann. 50 % Durchfallquote kommen hier nicht selten vor und machen das sogenannte Berufsexamen zu einer gefürchteten Institution. Denen, die die Prüfung bestehen, winken dafür sehr gute Verdienstmöglichkeiten, ein ungeahnt vielfältiges Aufgabengebiet und ein, dem harten Auswahlverfahren geschuldeten, relativ konkurrenzarmes Berufsfeld. Die Kosten für eine solche Ausbildung können je nach Form, Kurs oder Selbststudium mit entsprechenden Anschaffungskosten, sehr variieren und beginnen bei ca. 2000 Euro.
Ähnlich verhält es sich bei den langwierigen Ausbildungen zum Wirtschaftsprüfer, Fachanwalt oder Notar.

Wer nach dem Studium noch nicht zufrieden mit seiner Ausbildung, seinem Berufsfeld oder seinen Verdienstmöglichkeiten ist, der hat als Jurist ein breites Spektrum an ihm offenstehenden Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese unterscheiden sich untereinander je nach Ausrichtung, dem aufzubringenden Aufwand und auch in deren Bedeutung für neue Perspektiven und Aufstiegschancen.

 

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