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17. Februar 2017

Wie schreibe ich Topnoten im Staatsexamen?

Ein Interview über den Weg zu VB im Jura-Examen


Diese Frage stellen sich Juristen spätestens mit Beginn der Examensvorbereitung, häufig bereits im Grundstudium. Um der Antwort auf die Schliche zu kommen, haben wir einfach mal jemanden gefragt der es wissen muss. Maria hat es geschafft: Ein VB im ersten Staatsexamen!

 

Talentrocket:     Hallo Maria. Herzlichen Glückwunsch, du hast geschafft, was nicht viele schaffen. Wie fühlst du dich jetzt wo es endlich soweit ist?
 

Maria:        Vielen Dank! Eigentlich war ich zuerst nur glücklich aber auch sehr erschöpft. Jetzt war ich kurz im Urlaub, bin wieder etwas erholt und bereite mich auf die Schwerpunktprüfung vor.
 

TR:        Kannst du uns dein Geheimnis verraten? Wie schafft man es so richtig gute Noten zu schreiben?
 

Maria:        Also bei mir muss ich sagen ging das erst so richtig mit dem Repetitorium los. Vorher waren meine Noten zwar auch immer in Ordnung aber so richtig gut war ich noch nicht.
 

TR:        Da müssen wir einhaken: Universitäts Repetitorium oder ein kommerzielles und privates Repetitorium?
 

Maria:        Ich habe mich damals für ein privates Repetitorium entschieden und war auch sehr zufrieden. Andererseits kenne ich auch erfolgreiche Kommilitonen, die beim Universitäts Repetitorium waren und ebenfalls zufrieden sind. Es kommt am Ende nur darauf an was man draus macht.
 

TR:        Dann verrate uns doch jetzt wie man daraus etwas macht!
 

Maria:        Bei mir war es sogar so, dass ich zuerst richtig geschockt war. Mein Wissen aus dem Studium erschien mir plötzlich nichts mehr wert, denn der Repetitor hat gleich ein viel höheres Niveau gefordert als das Studium davor.

Dann aber kam das Positive, denn ich wurde wirklich „bei null abgeholt“, wie die Repetitoren es immer so schön sagen. In der ersten Stunde Zivilrecht haben wir nur über die Willenserklärung gesprochen und plötzlich habe ich die Dinge aus dem ersten Semester neu und in viel mehr Variationen nochmal gehört.
 

TR:        Wie lief für dich dann die Zeit von Beginn der Examensvorbereitung bis hin zu den Klausuren ab?
 

Maria:        Ich habe mir dann einen Lernalltag geschaffen. Der Bestand von Anfang an aus der Vorbereitung auf die nächste Veranstaltung vom Repetitorium, der Nachbereitung des letzten Termins und dem Schreiben von Klausuren.

 

 

TR:        Wie genau sahen die einzelnen Schritte dabei aus?
 

Maria:        Die Vorbereitung war relativ überschaubar. Wir wurden immer informiert was grob bei der nächsten Veranstaltung kommen würde und das habe ich mir dann im Vorfeld in Lehrbüchern oder Skripten angeguckt und mir Probleme oder Dinge die ich nicht verstanden habe notiert.

Die Nachbereitung war immer der größte Teil, den ich auch einfach Lernen nennen könnte. Das Repetitorium ist leider nicht abschließend und selbst wenn es das bei manchen Fragestellungen ist, bedarf es natürlich immer noch der Nachbereitung.

Ich selbst habe hier ein System entwickelt, bei dem ich die Unterlagen vom Repetitor durch eigene Karteikarten erweitert habe. So kann ich auch wenn ich unterwegs mit dem Zug bin, einfache Wiederholungen machen.
 

TR:        Und wie lief das mit den Klausuren?
 

Maria:        Unsere Universität bietet im Rahmen des Universitäts Repetitorium einmal die Woche eine Klausur an. Das hat mir die ersten Monate gereicht. Nur die letzten drei Monate habe ich dann noch privat einen Klausurenkurs hinzugebucht.

Dort ging die Korrektur dann ein wenig schneller, vor allem ging es mir aber darum eine größere Zahl an Klausuren zu schreiben. Irgendwie schwirrte bei uns nämlich immer die Zahl 70 herum. Die zu schaffen ist eine ziemliche Herkulesaufgabe. Ich bin mit knapp 60 dann aber auch ganz gut gefahren.
 

TR:        Das klingt doch nach einem ziemlich guten Plan. Wie hast du das mit der Motivation gemacht? Man hört immer wieder von Studenten die während der Vorbereitung in ein Loch fallen?
 

Maria:     In ein Loch? Ich bin in mindestens 20 Löcher gefallen. Der Trick ist es vielmehr nicht aufzugeben. Ich erinnere mich noch an den Satz eines meiner Dozenten über das Examen. Es ist ein Marathon und kein Sprint. Er hatte vollkommen Recht. Wenn am Freitag wirklich mal gar nichts mehr geht und Jura wirklich zum Hassobjekt wird,  dann muss einfach abgeschaltet werden. Selbst wenn es 12 Uhr Mittags ist.

Wichtig ist es dann aber spätestens zur neuen Woche wieder anzufangen. Genauso ist das bei schlechten Noten in Übungsklausuren. Ich war manchmal so sauer und hab mir gesagt, das lässt du jetzt erstmal. Zum Glück habe ich eine Woche später dann anders gedacht und wieder mitgeschrieben. Mit der Zeit wird es besser. Es zieht sich nur manchmal wirklich sehr.
 

TR:        Und wie hast du dich immer wieder motiviert bekommen? Hattest du einen Trick?
 

Maria:        So ein klassisches Belohnungssystem hatte ich nicht. Aber tatsächlich hatte ich mir immer vor Augen gehalten, dass ich wenn ich es schaffe ein Prädikat zu bekommen, erst einmal ganz entspannt in den Urlaub kann.

Da wir Juristen ja auch keinen Abschluss bis zum ersten Examen haben, war mir diese Sicherheit, die mir ein gutes Examen endlich bietet, tatsächlich die größte Motivation.
 

TR:        Dann schon einmal vielen Dank für diese offenen und auch motivierenden Worte. Eine letzte Frage noch. Wie lange hast du dich auf dein Examen vorbereitet?
 

Maria:        Ursprünglich war mal ein Jahr angepeilt. Also direkt nach dem Repetitorium zu schreiben war eigentlich mein Ziel. Ich habe dann aber doch noch drei Monate drauf gelegt und insbesondere Klausuren geschrieben so viel es ging. Ich glaube das war im Nachhinein genau die richtige Entscheidung und das würde ich jedem auch so raten!
 


Tags:  #Staatsexamen  #Studium  #Repetitorium  #Universität  



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