“Partners of Gamechangers”

 Veröffentlicht am 15.11.2021.

YPOG – Partners of Gamechangers

Dr. Lilly Fiedler und Dr. Benedikt Flöter von YPOG im Interview

Lilly Fiedler und Benedikt Flöter waren bereits im Markt etablierte Anwält:innen, als sie sich entscheiden, Teil des YPOG-Teams zu werden. YPOG steht für YOU+Partners of Gamechangers. Über sich selbst sagen sie: "Wir beraten Menschen mit visionären Ideen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: nachhaltige Veränderung. Im Unternehmen, in Branchen und in unserer Gesellschaft. Das geht nur, und davon sind wir überzeugt, in einer wertschätzenden, ermöglichenden Kultur über alle Kanzleiebenen hinweg."

Lilly Fiedler und Benedikt Flöter sehen in den Gegebenheiten bei YPOG die besten Voraussetzungen für den Auf- und Ausbau des notariellen Geschäfts (Lilly Fiedler) und des IP/IT Bereichs (Benedikt Flöter). 
 

Frau Dr. Fiedler, Sie sind Partnerin bei YPOG. Ihre Kanzlei hat sich im Juli dieses Jahres neu gegründet und ist überwiegend aus Mitarbeitenden von Schnittker Möllmann Partners (SMP) hervorgegangen. Was hat die Kanzlei zu diesem Schritt der Neugründung bewogen?

Dr. Lilly Fiedler: Hintergrund für den Außenauftritt ist der strategische Ausbau von Geschäftsfeldern, wie mein Einstieg als Notarin und der Aufbau der Praxisgruppe IP/IT. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt das gesamte Team sowie die Mandant:innen in den Vordergrund zu stellen.

Unser Name sowie unser Claim ‚Partners of Gamechangers‘ spiegeln dies wider. Mit unserem neuen Außenauftritt können wir zum Ausdruck bringen, dass wir zukünftig den Fortschritt der Digitalisierung für uns nutzen werden. Wir werden unser Beratungsspektrum über die Angebote einer klassischen Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei hinaus erweitern und als ein Team wahrgenommen werden, in dem nicht nur einzelne Namenspartner entscheidend sind. 

Ist so eine Gründung aus einer anderen Kanzlei heraus ein Prozess, der „über Nacht” abläuft und inwieweit lassen sich alte Werte und Kanzleikulturen dorthin transferieren?

Dr. Lilly Fiedler: Unsere Kanzleikultur basiert auf sechs Werten. Diese gab es bereits vorher, allerdings haben mir Kolleg:innen geschildert, dass sie diese nun noch intensiver leben und erleben, weil sie bei YPOG nun gemeinsam neu interpretiert und ausgestaltet werden.

Unser Name beschreibt, wie wir zusammenarbeiten, unsere Mandant:innen beraten und bringt zum Ausdruck, was uns als Kanzlei wichtig ist: Nämlich, dass wir unsere Mandant:innen, die wir als Gamechanger sehen, als Partner beraten und zwar alle bei YPOG, als Team.
 

Selbst wachsen und beim Wachsen helfen. Gibt es bei YPOG einen klar definierten Karriereweg und inwiefern können Sie und andere Partner:innen junge Anwält:innen auf diesem Weg unterstützen?

Dr. Lilly Fiedler: Bei YPOG gibt es einen klaren Track zur Partnerschaft, den die jungen Anwält:innen beschreiten. Auf diesem Weg begleitet sie ein Partner aus einer anderen Praxisgruppe. In diesem Mentoring geht es um die individuelle Karriereentwicklung und persönliche Ziele.

Zusätzlich gibt es einen definierten Feedbackprozess, der sicherstellt, dass in regelmäßigen Abständen konstruktives Feedback zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung mit dem Anbindungspartner ausgetauscht wird. Außerdem bilden wir alle Anwält:innen regelmäßig im Rahmen unserer Academy sowohl in fachlichen als auch darüber hinaus gehenden Themen aus. 
 

Herr Dr. Flöter, Sie sind seit Gründung im Juli 2021 für YPOG tätig und beraten Investoren, Startups und andere Unternehmen u.a. zu Fragen des IP/IT-Rechts. In Ihrer Kanzlei bauen Sie den Bereich IP/IT auf. Wie gestalten sich ein solcher Aufbau und welche Herausforderungen müssen Sie hierbei bewältigen?

Dr. Benedikt Flöter: Der erste Schritt ist, YPOG im Markt auch für den IP/IT-Bereich bekannt zu machen. Der bereits bestehende exzellente Ruf für die Bereiche Funds, Steuern und VC&PE soll nun auch für die neuen Bereiche notarielle Dienstleistung und IP/IT entwickelt werden. Teil der strategischen Überlegung war, die bestehenden Kontakte in das Startup- und Gründernetzwerk zu intensivieren und die Unternehmen bei ihrem Wachstum zu begleiten.

Unsere Gamechanger von heute werden die Unternehmenslandschaft von morgen wesentlich mitgestalten. Aufgrund der innovativen Geschäftsmodelle werden sich insbesondere im IP/IT-Recht Fragen stellen, die bisher noch nicht abzusehen sind. Diese Entwicklungen zu erkennen und entsprechende Rechtsberatung anzubieten, wird die wesentliche Herausforderung sein.

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Gamechanger ist, wer aufgrund seiner Geschäftsidee und seines Knowhows Märkte schafft und verändert.
Dr. Benedikt Flöter

„Partners of Gamechangers” – der Claim Ihrer Kanzlei. Worauf legen Sie bei Ihrem neuen Fachbereich besonders viel Wert und inwiefern ist der Bereich IP/IT Ihrer Ansicht nach ein „Gamechanger”, vor allem im Hinblick auf die Schnelllebigkeit im IP- und IT-Recht sowie die stetig voranschreitende Digitalisierung?

Dr. Benedikt Flöter: Der Claim der Kanzlei spiegelt sich insbesondere im IP/IT-Bereich wider. Die letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass Technologie und Digitalisierung wesentlicher Wettbewerbsvorteil von Unternehmen und globaler Wachstumstreiber sind.

Gamechanger ist, wer aufgrund seiner Geschäftsidee und seines Knowhows Märkte schafft und verändert. Die essenziellen Assets dieser Gamechanger sind ihr Geistiges Eigentum, Software oder Knowhow. Diese Werte stehen im Mittelpunkt meiner Beratung. 
 

YPOG hat Standorte in Berlin, Hamburg und Köln. Wie funktioniert Ihrer Meinung nach die Zusammenarbeit und Kommunikation standortübergreifend – gerade mit Blick auf den neuen IP/IT-Bereich?

Dr. Benedikt Flöter: Wir sind durch unsere sehr gute IT-Infrastruktur bei YPOG glücklicherweise ausgezeichnet ausgestattet, um standortübergreifend arbeiten zu können. Wir nutzen hier aktiv die Möglichkeiten, die uns die IT bereitstellt, um möglichst viele Prozesse durch Digitalisierung zu beschleunigen und zu vereinfachen sowie alle Dokumente in digitaler Form zur Verfügung zu stellen.

Außerdem nutzen wir einige standortübergreifende Kommunikationsformate wie beispielsweise ein monatliches All-Hands Meeting, wöchentlicher Austausch an den Standorten und unseren internen Newsletter „Bärdler Update“. Da ich selbst am Berliner Standort von YPOG bin, nutze ich diese Möglichkeiten intensiv, um mit den Kolleg:innen an den anderen Standorten zusammenzuarbeiten.

Ob mittels Videokonferenzen oder kollaborativem Arbeiten an Dokumenten: Die räumliche Trennung steht der effektiven Teamarbeit nicht im Wege.
 

Gibt es bei YPOG eine deutliche Hierarchie oder stehen die unterschiedlichen Einheiten gleichberechtigt nebeneinander?

Dr. Lilly Fiedler: Bei YPOG setzen wir auf sehr flache Hierarchien und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die verschiedenen Praxisgruppen stehen gleichberechtigt nebeneinander und die Bereiche der Business Professionals, also Assistenz, Marketing, Business Development & Communications, People & Culture oder IT bilden einen wichtigen Teil unserer Kanzlei. 

Stichwort: Diversity. Hat sich durch die Neugründung etwas an der Wichtigkeit dieser Thematik verändert und inwieweit engagiert sich YPOG für ein vielfältiges und buntes Team?

Dr. Lilly Fiedler: Das Thema Diversity ist für uns sehr wichtig, da wir fest daran glauben, dass ein diverses Team bessere Ergebnisse erzielt. Wir engagieren uns für verschiedene Initiativen, wie ALICE, PANDA Law sowie breaking.through und sind Unterzeichner der Charta der Vielfalt.

Wir arbeiten stetig daran, das Arbeitsumfeld weiter zu verbessern und noch diversere Teams aufzubauen. Mir persönlich ist insbesondere die Frauenförderung und die weitere Steigerung des Frauenanteils in unserer Partnerschaft ein wichtiges Anliegen.
 

Herr Dr. Flöter, neben dem Aufbau des Fachbereiches gehen Sie auch Ihren rechtsanwaltlichen Tätigkeiten nach. Wie lässt sich dies miteinander vereinbaren und ist Ihr Arbeitspensum spürbar angestiegen? 

Dr. Benedikt Flöter: Die rechtsanwaltliche Tätigkeit und der Aufbau des Fachbereichs sind zwei Seiten derselben Medaille: Nur der Kontakt zu unseren Mandant:innen und deren innovativen Produkten ermöglicht es überhaupt, Marktrends zu erkennen und den Beratungsbedarf abzustimmen.

Oftmals entstehen Ideen für Projekte zum Business Development unmittelbar aus der Mandatsarbeit. Effizientes Arbeiten bedeutet, solche Synergien zu nutzen.
 

Vor Ihrem Einstieg bei YPOG waren Sie bereits für eine andere Sozietät tätig. Inwiefern ist die berufliche Vorerfahrung beim Aufbauen des neuen Fachbereiches hilfreich für Sie?

Dr. Benedikt Flöter: In den ersten Berufsjahren besteht die Hauptaufgabe meiner Meinung nach darin, das anwaltliche Handwerkszeug zu erlernen. Das Handling von Mandant:innenanfragen, Koordination von Projekten und ggf. gerichtlichen Verfahren und auch die Organisation des „eigenen Schreibtischs” nebst Assistenz, sind Aufgaben, auf die Studium und Referendariat wenig vorbereiten.

Die Entwicklung des eigenen Fachbereichs erfordert zudem vertiefte Einblicke in die jeweilige Industrie, deren relevante Rechtsthemen und des konkreten Beratungsbedarfs.

Darüber hinaus sollte auch ein Überblick über den Wettbewerb vorliegen. All dies sind Fähigkeiten und Kenntnisse, für die ich meine berufliche Vorerfahrung sehr schätze.
 

Ist IP- und IT-Recht ein zukunftssicherer Fachbereich und inwiefern wird sich Ihrer Ansicht nach der Rechtsmarkt sowie die Kanzleiwelt in Bezug auf gewerblichen Rechtsschutz und geistiges Eigentum weiterentwickeln?

Dr. Benedikt Flöter: Das IP- und IT-Recht nehmen wie kaum andere Rechtsgebiete an der technologischen Entwicklung teil. Dies betrifft zum einen immaterielle Güter als Vermögenswerte und zum anderen die Regulierung von Technologien.

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Innovationskraft unbeschränkt ist, und es ist nicht zu erwarten, dass sich hieran in Zukunft etwas ändern wird. Diese Innovationen werden regelmäßig neue Rechtsprobleme aufwerfen, die gelöst werden müssen.

Wir engagieren uns für verschiedene Initiativen, wie ALICE, PANDA Law sowie breaking.through und sind Unterzeichner der Charta der Vielfalt.
Dr. Lilly Fiedler

Was macht das Rechtsgebiet IP- und IT-Recht für Sie so spannend und was sollten Berufseinsteiger:innen Ihrer Ansicht nach für diesen Fachbereich mitbringen?

Dr. Benedikt Flöter: Für mich liegt der besondere Reiz dieser Rechtsgebiete in ihrer Zukunftsgewandtheit. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cyber-Sicherheit, Blockchain und Automatisierung schlagen sich wie sonst nirgends im IP/IT-Recht nieder und führen zu wesentlichen Verwerfungen bestehender Rechtsgrundsätze.

Und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklungen. Da unsere Mandant:innen in diesen Industrien tätig sind, erleben wir den Wandel aus erster Hand. Insofern ist für Berufseinsteiger:innen Technologieaffinität ein Muss und Vorkenntnisse in den relevanten Rechtsgebieten sind wünschenswert.
 

Frau Dr. Fiedler, die Ansicht zur „Work-Life-Balance” ist stetig im Wandel. Hat sich Ihrer Meinung nach auch die Einstellung in der Kanzlei hierzu weiterentwickelt und werden die Mitarbeiter:innen durch verschiedene Arbeitszeitmodelle unterstützt?

Dr. Lilly Fiedler: Wir bieten unseren Kolleg:innen verschiedene Arbeitszeitmodelle an, weil es uns wichtig ist, dass es für alle ein Leben abseits von Büro und Beruf gibt. Es gibt bei uns keine fixen Anwesenheitszeiten und wir ermöglichen flexibles Arbeiten. Wir bieten unterschiedliche Teilzeitmodelle an, um individuelle Bedürfnisse berücksichtigen zu können. Bis hin zur Equity-Partner Ebene leben unsere Mitarbeiter:innen diese Flexibilität.
 

Werden von der Kanzlei auch weitere Ausgleichsmöglichkeiten angeboten und gibt es Events, um den internen Zusammenhalt zu stärken?

Dr. Lilly Fiedler: Die Kanzlei bietet unter anderem virtuelle Yoga-Kurse und funktionales Training an. Das Zusammenkommen bei regelmäßigen Teamevents ist uns ebenfalls sehr wichtig. Dieses Jahr sind wir mit allen Kolleg:innen aus den drei Standorten zu einem Company Retreat zusammengekommen, um das Teamgefühl noch weiter zu stärken. Mit Wanderung, Drachenboot fahren, aber auch inhaltlichen Themen haben wir gemeinsam spannende und bereichernde Tage am Tegernsee verbracht.
 

Ihr Fazit?

Dr. Lilly Fiedler: Ich freue mich auf eine weiterhin so dynamische und spannende Entwicklung der Kanzlei.

Dr. Benedikt Flöter: Ich freue mich darauf, unsere Kanzlei und unsere Gamechanger zusammen wachsen zu sehen. 
 

Vielen Dank Frau Dr. Fiedler und Herr Dr. Flöter!

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