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06. Februar 2017

Als Jurist zur Polizei?

Auf den Spuren von Inspector Barnaby...

#Karriere 
 

Das Studium der Rechtswissenschaften bringt viele Vorteile mit sich und der größte ist wahrscheinlich die große Breite an Karrieremöglichkeiten, die ein erfolgreich absolviertes Studium mit sich bringt. Verschlägt es einen Großteil der Absolventen in die klassisch-juristischen Berufe wie Richter, Staatsanwalt oder Verteidiger, wandert Jahr um Jahr ein ebenfalls nicht zu vernachlässigender Teil in andere Berufe und Branchen ab.

Eine der Richtungen, die Juristen nach Abschluss ihres Studiums einschlagen können, ist die der Polizei. Ja richtig gehört, der Kindheitstraum „Polizist“ ist nicht mit Abschluss des Jurastudiums gestorben. Ganz im Gegenteil:

Der Einstieg in die höheren Berufe im Polizeidienst steht teilweise nicht einmal ausgebildeten Polizisten offen!

 

Erste Schritte schon in Praktikum & Referendariat

Wer sich einen solchen Quereinstieg in den Polizeidienst gut vorstellen kann oder wenigstens offen halten möchte, dem sei geraten dafür bereits früh die Weichen zu stellen. Denn als „Externer“ wird ein Wechsel zunächst kritisch beäugt werden und freie Stellen gibt es auch nicht im Überfluss. Somit empfiehlt es sich bereits während der Pflichtpraktika, spätestens aber im Referendariat erste Erfahrungen bei der Polizei zu sammeln.

Das Praktikum bei der Polizei ist als verwaltungsrechtliches Praktikum anrechenbar, soweit es unter der Leitung eines Volljuristen stattfindet. In größeren Polizeidirektionen sollte dies in der Regel kein Problem darstellen. Als Referendar bietet sich die Zeit als Wahlstation an. In beiden Fällen erwartet die Juristen ein abwechslungsreicher und mehrere Rechtsgebiete übergreifender Arbeitsalltag, auf natürlich dem Ausbildungsstand angepasstem Niveau.

So kommt sowohl klassische Büroarbeit vor, bei der arbeitsrechtliche Fragen geklärt werden müssen, verwaltungsinterne Prozesse überwacht und Bescheide ausgefüllt werden müssen, es kommen aber auch actionreichere Aufgaben auf den Praktikanten oder Referendar zu.

Eine Woche im Streifenwagen gehört in der Regel dazu. Gleiches gilt für Hausdurchsuchungen, Zeugenbefragungen oder die Bewertung von Spuren. Gerade bei der Verwendung von Beweisen oder Zeugenaussagen klingeln den meisten Juristen bereits die Ohren und sie sehen sich in ihr Grundstudium zurückversetzt.



Was können Juristen bei der Polizei werden und was können sie erreichen?

Zunächst muss festgestellt werden, dass der Bedarf an Quereinsteigern überschaubar ist und der Einstieg darüber hinaus durchaus schwer sein kann. So bedarf es neben zwei mit mindestens „befriedigend“ bestandener Staatsexamina, eines bestandenen anspruchsvollen Sporttests sowie dem Bestehen eines Assessment-Centers, bei dem sowohl psychische als auch kommunikative Fähigkeiten von Nöten sind.

Wer diese Hürden jedoch einmal gemeistert hat, dem stehen verschiedene Türen an der Verwaltungsspitze im sogenannten „höheren Verwaltungsdienst“ offen. Auf der einen Seite gibt es typische Verwaltungsaufgaben, wie zum Beispiel die des internen Sachbearbeiters oder die rechtliche Aufarbeitung von Disziplinarverfahren, Datenschutz-Angelegenheiten oder arbeitsrechtlichen Fragen.

Auf der anderen Seite gibt es auch die Möglichkeit in die Leitung der Polizei einzusteigen und als Teamleiter zu agieren und beispielsweise Großeinsätze oder den allgemeinen Einsatz von Streifenwagen zu koordinieren. Hierfür bedarf es wiederum einer speziellen Ausbildung nach dem Studienabschluss an einer Polizeihochschule.

Prinzipiell ist die Karriereleiter für Volljuristen von nun an nach oben hin offen. Gerade die höchsten Ämter und Jobs, wie exemplarisch das des Polizeichefs, werden häufig gar nicht mit Polizisten besetzt, sondern sind politische Jobs, zu deren Anforderungsprofil das eines Juristen am Ehesten passen könnte.

 

Was können Juristen bei der Polizei verdienen?

Die Verdienstmöglichkeiten im Polizeidienst sind wie üblich im öffentlichen Dienst deutlich unter den Maximalgehältern in der freien Wirtschaft und in Großkanzleien angesiedelt. Dennoch sind die Gehälter im höheren Verwaltungsdienst durchaus ansehnlich.

Sie liegen mit zwischen 40.000 und 73.000 Euro brutto in einem attraktiven Bereich, insbesondere hinsichtlich der Jobsicherheit und den im Verhältnis zu Großkanzleien moderaten Arbeitszeiten. Spitzenbeamte können darüber hinaus sogar Großkanzleigehälter erreichen, hier sind bis zu 100.000 Euro Bruttojahresverdienst möglich!

 

Der Weg als Jurist zur Polizei ist also kein alberner Wunschtraum, es bedarf jedoch einiger Anstrengungen damit er verwirklicht werden kann. Für diejenigen, die den Quereinstieg schaffen, steht dafür ein abwechslungsreiches Arbeiten zu guten Konditionen und mit einer vernünftigen Work-Life-Balance in Aussicht!

 

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