Bloß nichts persönlich nehmen
Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang schnell die Frage, wie man bei einer solchen – statistisch wahrscheinlichen – Welle an Absagen, den Glauben an die persönliche Eignung und berufliche Qualifikation nicht verlieren soll. Diesbezüglich kann es beispielsweise helfen, sich zu vergegenwärtigen, dass Absagen niemals die Ablehnung der eigenen Person bzw. Persönlichkeit bedeuten und daher auch keinesfalls dahingehend aufgenommen werden dürfen.
Schließlich kennt keiner der Recruiter auch nach dem Bewerbungsgespräch den jeweiligen Bewerber privat oder weiß, was für ein Mensch hinter einem Lebenslauf steckt. Im Vordergrund steht vielmehr das für das Unternehmen relevante, professionelle Gesamterscheinungsbild des Bewerbers und dessen Kompatibilität mit der entsprechenden Stellenausschreibung, also den Ansprüchen und Vorstellungen des Unternehmens. Dass man als Individuum nicht jedem dieser Stellenprofile genügen und entsprechen kann, ist eigentlich selbstverständlich.
Wer regelmäßig reflektiert, sich weiterentwickelt und seine Bewerbung stetig optimiert, darf im Übrigen auch durchaus mal davon ausgehen, dass eine Absage hin und wieder auch in gar keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der eigenen Bewerbung steht.
Manchmal ist die Stelle beispielsweise längst an jemand anderen vergeben und die eigene Bewerbung läuft – unabhängig ihrer Güte – ins Leere.
Gelegentlich spielen auch sachfremde Faktoren, wie beispielsweise das gänzlich subjektive Sympathie-Empfinden des Personalverantwortlichen, eine entscheidende Rolle. Sich bei jeder Absage im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit oder sein berufliches Profil also immer gleich kritisch zu hinterfragen, grenzt folglich, zumindest im Anbetracht von solchen unkontrollierbaren Faktoren, an Selbstsabotage und sollte daher dringend vermieden werden.
Tipp: Antworte unbedingt auch auf Absagen, um dich und deine Bewerbung durch das Feedback des Recruiters weiter zu verbessern. Immer wieder werden Personalverantwortliche nämlich gerne bereit sein, dir im Rahmen eines kurzen Telefongesprächs die Gründe der Absage zu erläutern. So kannst du die Entscheidung besser nachvollziehen, aus der Absage etwas lernen und gleichzeitig einen guten und professionellen Eindruck hinterlassen.