Große Karrierechancen abseits der Metropolen

 Veröffentlicht am 25.07.2022.

Große Karrierechancen abseits der Anwaltsmetropolen

Dr. Christian Nordholtz von KPMG Law über Karrieremöglichkeiten und Vorteile regionaler Standorte

Dr. Christian Nordholtz ist seit 2019 Partner bei KPMG Law am Standort Hannover. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Corporate/M&A und Complex Litigation. Seine Freizeit verbringt er mit seiner Frau und zwei Kindern sowie beim Laufen, Fitness und Reisen.

Dr. Christian Nordholtz
Dr. Christian Nordholtz

Christian, Du bist seit 2019 bei KPMG Law tätig und leitest den Standort Hannover. Was hat für Dich den Ausschlag gegeben, zu KMPG Law und in die Stadt Hannover zu wechseln? 

Den Ausschlag für meinen Wechsel gab das Team bei KPMG Law, welches ich bei intensiven Gesprächen kennenlernte. Ich merkte von Beginn, dass die Arbeit im KPMG-Law-Team Spaß macht, international und interessant ist. Es herrscht ein toller Teamspirit, der mich jeden Tag aufs Neue mitreißt. Unsere Mandate und deren vielfältige Herausforderungen sind spannend und fordernd.

Nach knapp sechs Jahren in Frankfurt am Main und ein paar Jahren im Ausland wollten wir als Familie in unsere Heimat Hannover zurückkehren. Ein Haus zu kaufen und weiterhin spannende und internationale Mandate bearbeiten zu können war mir wichtig. 

KPMG Law fiel vor allem durch die erfolgreiche Wachstumsstory und den interdisziplinären, internationalen Ansatz auf. Ich bin ein kommunikativer Typ und ich freue mich über den täglichen Austausch in Telefonkonferenzen mit internationalen Kollegen und Mandant:innen. Es macht mir auch Spaß internationale Rechtssachverhalte zu lösen und viel zu reisen. Das machen wir im Hannoveraner KPMG-Team und das ist keine Selbstverständlichkeit außerhalb von Städten wie Frankfurt am Main. Entscheidend für meinen Wechsel zu KPMG Law waren dann die sehr verbindlichen und sehr guten Gespräche mit KPMG und KPMG Law.

 

KPMG Law berät Mandant:innen regional aus 16 deutschen Standorten. Neben Büros in Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin und München gibt es ebenfalls Niederlassungen u. A. in Hannover, Bielefeld, Mannheim, Münster und Freiburg. Welche Vorteile bringen diese Standorte abseits der klassischen Kanzleimetropolen? 

Seit meinen Studienaufenthalten in Oxford und Peking wollte ich immer international arbeiten und spannende Mandate betreuen. Das geht aus einer KPMG Law Niederlassung wie Hannover genauso gut wie aus Frankfurt am Main. Bei den meisten Mandaten arbeiten wir ohnehin standort- und länderübergreifend. Flexibilität ist Teil unserer DNA.

Für mich persönlich hat die Arbeit bei KPMG Law in Hannover den Vorteil, spannende und internationale Mandate zu bearbeiten. Die Zusammenarbeit mit meinen Kolleg:innen, die deutschlandweit und weltweit verteilt sind, ist für mich auch ausschlaggebend für unseren Erfolg. Gemeinsam im interdisziplinären und service-übergreifenden Team (z.B. zusammen mit Tax) gelingt es uns, erstklassige Lösungen für unsere Mandant:innen zu finden. Dabei kommunizieren wir immer respektvoll und auf Augenhöhe miteinander. So schaffen wir eine Atmosphäre, in der sich alle Kolleg:innen wohlfühlen und ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Ob man in einer der Anwaltsmetropolen wie Frankfurt am Main oder in einer Stadt wie Hannover, Bielefeld oder Münster arbeiten möchte, ist vor allem eine individuelle Frage. Das entscheidet jede:r für sich. Bei KPMG Law hat man die Wahl – das finde ich klasse! Die großen Anwaltsmetropolen sind für viele juristische Talente nicht mehr automatisch erste Wahl. Mit dem Angebot eines dezentralen Einstiegs trägt KPMG Law dieser Entwicklung Rechnung und steigert die Attraktivität als juristischer Arbeitgeber.

In Hannover bin ich in meiner alten Heimat, bei Freunden und Familie. In meinem persönlichen Fall bin ich auch noch näher an meinen Mandant:innen, von denen viele in Niedersachsen sind.

Inwieweit klaffen Gehälter und Arbeitszeiten zwischen Standorten in Großstädten und kleineren Regionen auseinander? Sollte bei der Jobsuche auf dem juristischen Arbeitsmarkt nur auf diese „blanken“ Zahlen geachtet werden?

Bei KPMG Law entscheidet vor allem die Qualifikation und Berufserfahrung über das Fixgehalt. Der Arbeitseinsatz entscheidet über den flexiblen Bonus bzw. Tantieme. Mit zunehmender Berufserfahrung wird die Standortwahl dann Teil des eigenen Business Cases. Jeder muss individuell für sich entscheiden, wo er/sie Prioritäten setzt und arbeiten möchte. In manchen Fällen kann eine Stadt abseits der Anwaltsmetropolen einfacher sein, z.B. wenn eine Kanzlei vor Ort einen neuen „Partner-Case“ anbietet oder man als Standortleiter direkt in Personal- und Organisationsverantwortung kommt. 
 
 
Bei KPMG Law wird Vielfalt und persönliche Entwicklung großgeschrieben. Welche Karriereperspektiven bietet KPMG Law seinen Mitarbeitenden?  Und sollten junge Associates, die eine Karriere als Partner:in anstreben, sich lieber für Metropol-Standorte entscheiden oder sind die Aufstiegschancen abseits von Großstädten gleich?

Bei KPMG Law haben wir für beides gute Role Models. Wir haben jüngst einige Standorte eröffnet, wie beispielsweise in Münster. Das sind großartige Chancen für Berufseinsteiger oder Lateral Hires, die sich vorstellen können in einer Stadt wie Münster zu arbeiten. Ich würde immer nach dem Team, möglichen Mentor:innen, der inhaltlichen Ausrichtung und den privaten Präferenzen entscheiden. Ich befürworte, dass bei KPMG Law Talente schnell zu Partner:innen befördert werden – unabhängig von der Standortwahl.

Wir investieren in die berufliche Entwicklung unserer Einsteiger:innen, denn sie sind unsere Zukunft. Darum haben Schulungen und Fortbildungen bei uns einen sehr hohen Stellenwert: Das Growing@KPMG Law-Programm beinhaltet beispielsweise spezifische und individuell ausgewählte Entwicklungsmaßnahmen für unsere Associates und Manager:innen zur Vorbereitung auf eine Führungskarriere. Das Programm bietet beispielsweise Module zur Mandantenkommunikation und -präsentation. 

Stichwort Zusammenarbeit. Wie funktioniert Deiner Meinung nach die interne Kommunikation und wie würdest Du das Arbeitsklima bei KPMG Law am Standort Hannover beschreiben? Gibt es Unterschiede zwischen dem Arbeitsklima in Großstadtbüros und der Atmosphäre an regionalen Standorten?

Ich finde das Team erstklassig und die Zusammenarbeit einmalig. Wir haben viele Mitarbeiter:innen, die sich aufgrund der Stimmung und Atmosphäre für einen Einstieg bei KPMG Law entscheiden. Das freut mich sehr. Für KPMG Law ist Kollegialität und wertschätzende Teamarbeit wichtig und vom Leadership vorgelebt. Denn nur ausgeprägte Kollegialität ermöglicht die gute Atmosphäre, die nötig ist, um exzellente juristische Arbeit zu machen.

Einen generellen Unterschied bei den Standorten sehe ich nicht – es hängt immer am Team und den Leuten vor Ort. Ich persönlich passe als „Nordlicht“ wohl besser nach Hannover als nach Karlsruhe. Vor fünf Jahren hätte unsere Familie aber auch nicht daran gedacht, Frankfurt am Main zu verlassen. In Hannover habe ich mehrere Partner:innen, die ich seit mehr als 20 Jahren kenne (z.B. aus dem gemeinsamen Studium). Für mich gibt es nichts Schöneres, als mit Freund:innen im Team zusammenzuarbeiten. 
 

Die Work-Life-Balance nimmt auf dem juristischen Arbeitsmarkt einen immer höheren Stellenwert ein. Ist eine solche Veränderung auch bei KPMG Law spürbar und wie werden Mitarbeiter:innen von KPMG Law unterstützt?

Ja. Unsere Arbeit ist anspruchsvoll, spannend und international. Man lernt enorm viel und die Arbeit kommt einem wie ein intensiver „Erasmus-Praxisaufenthalt“ mit Freund:innen vor – wahrlich kein klassischer 9 to 5-Job. Die Akzeptanz und klare Grenzen bei KPMG Law helfen, eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen und Beruf und Familie optimal zu vereinen. 

Bei KPMG Law haben wir Formate zur flexiblen Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort. Konkrete Beispiele: Fast alle männlichen Mitarbeiter nehmen Elternzeit. Nacht- und Wochenendarbeit wird vermieden und wenn doch jemand mal eine E-Mail außerhalb der Kernzeiten schreibt, dann steht zu Beginn häufig „Für Montag“ oder für „Für Morgen“. Zudem gibt es „No-Teamcall-Zeiten“, in denen interne Calls vermieden werden. Ich persönlich schätze die Flexibilisierung der Arbeit sehr, weil es mir wichtig ist, meine Kinder ins Bett zu bringen und gemeinsam mit der Familie zu frühstücken. 

 

Denkst Du, dass Großkanzleien vermehrt regionale Standorte ausbauen werden oder handelt es sich dabei eher um weit entfernte Zukunftsmusik?

Ja, absolut. Gerade in den Standorten abseits der Anwaltsmetropolen haben wir mehr Bewerber:innen als verfügbare Stellen. Umgekehrt bewerben sich in den typischen Anwaltsstandorten wie Frankfurt am Main mehr Kanzleien um wenige Prädikatsjurist:innen.

Meine persönliche These: Auch internationale Kanzleien werden den „Google-California-Ansatz“ wählen und ihre Standorte stärker danach wählen, wo die sehr guten Bewerber:innen sind (oder hinwollen) und nicht mehr (nur) danach, wo sich die Mandant:innen befinden. Der größte limitierende Wachstumsfaktor für Kanzleien sind meiner Meinung nach nicht Mandate, sondern sehr gutes Personal.
 

Viele Internationale Kanzleien werden den „Google-California-Ansatz“ wählen. Sie werden ihre Standorte stärker danach wählen, wo sehr gute Bewerber:innen sind
Christian Nordholtz

Du rekrutierst selbst auch für deinen Fachbereich. Welche Tipps würdest du Berufseinsteiger:innen bei der Wahl von Arbeitgeber:innen, insbesondere mit Hinblick auf den Standort, geben?

Das A und O für die richtige Jobwahl ist und bleibt: Erfahrungen in der Praxis sammeln und netzwerken, d.h. mit vielen Menschen aus dem Wunscharbeitsumfeld in Kontakt treten. Das kann heutzutage auch schonmal über eine Anfrage über LinkedIn initiiert werden. Ich bin immer überrascht, wenn sehr gute Prädikatsjurist:innen sich Jahre intensiv auf die Examina vorbereiten, aber die Berufswahl nur von zufälligen Kontakten oder Gelegenheiten abhängig machen. Insofern ist mein Tipp frühzeitig ein Netzwerk aufzubauen und Praxiseinblicke zu bekommen, z.B. durch ein Coffee-Meeting mit Praktikern oder einen Kanzleiworkshop über eine Organisation wie ELSA. 

Wenn ich mit Bewerber:innen spreche, dann versuche ich zu erfahren, wie jemand denkt und was die persönlichen Interessen der Person sind. Deswegen empfehle ich Berufseinsteiger:innen aufzuschreiben, was sie gut können und welche Tätigkeiten ihnen Spaß machen. Wenn man dies weiß, dann fällt es einem gemeinsam leichter auch das beste Arbeitsumfeld und Rechtsgebiet zu finden. Der zweite Tipp ist daher aufzuschreiben, welche Themen, Branchen und Tätigkeiten einem richtig viel Spaß machen. Auf meiner Liste standen damals mehr als 10 Schlagworte, z.B. „international arbeiten“ und „verhandeln“. 
 

Dein Fazit?
Bei KPMG Law kann man auch außerhalb der deutschen Anwaltsmetropolen an spannenden, internationalen Mandaten arbeiten. Besonders interessant ist der Service-übergreifende Austausch bei KPMG Law und die Arbeit in unseren interdisziplinären Teams.

Vielen Dank, Christian Nordholtz!

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