5 Schritte, um Texte besser zu verstehen: Probiere jetzt die SQ3R-Methode aus!

Lerntechniken für das Jurastudium und die Karriere in Jura: Textverständnis


veröffentlicht am 11.03.2015

 

Es ist zum Haareraufen! Tagtäglich sind Juristen mit großen Textmengen konfrontiert, die sich oft durch lange Schachtelsätze und schwere Lesbarkeit hervorheben. Und dennoch ist ein tiefgehendes Verständnis dieser Texte unabkömmlich, um Kernaussagen und Details erfassen und interpretieren zu können. Die SQ3R Methode soll genau dabei helfen: Fünf einfache Schritte, um Texte zu verstehen und die Inhalte langfristig zu behalten.

 

TalentRocket erklärt die SQ3R-Methode: Verständnis statt Geschwindigkeit

Ob im Studium oder später während der Jura Karriere: Als Jurist oder Juristenanwärter ist man regelmäßig mit großen Textmengen konfrontiert. Das Speed Reading zielt als Lernmethode auf ein schnelleres Durchlesen der Skripte ab, doch manchmal ist das nicht ausreichend. Denn wer merkt sich schon Inhalte auf lange Sicht, die in raketenschnellem Lesetempo gestreift wurden? Ein anderes Ziel verfolgt daher die SQ3R Methode. Die Lesegeschwindigkeit ist hier nicht ausschlaggebend, hingegen wird auf ein tief gehendes Verständnis des Textes und auf das langfristige Merken des Gelesenen hingearbeitet.

Der Name SQ3R bezieht sich auf die fünf Phasen, die bei dieser Lerntechnik durchlaufen werden: Survey (Überfliegen), Question (Fragen), Read (Lesen), Recite (Zusammenfassen), Review (Wiederholen).

 

Eins nach dem Anderen: 5 Phasen zu einem langfristigen Verständnis der Texte

1. S = Survey (Überfliegen): Keine Details

Im ersten Schritt überfliegst du den Text bloß. Verschaffe dir einen groben Überblick und lies nicht jedes einzelne Wort.

  • Hilfreich für das grobe Überfliegen sind Zwischenüberschriften, Grafiken, Fett-gedrucktes.
  • Begriffe oder Fachbezeichnungen, die dir fremd sind, übergehst du in diesem Schritt.

 

2. Q = Question (Fragen): Was möchtest du wissen?

Diese Phase ist wichtig, daher solltest du sie (wie die anderen Schritte) nicht auslassen. Nachdem du dir im ersten Schritt einen groben Überblick über den Text verschafft hast, kannst du jetzt mental Fragen an den Autor stellen. Was möchtest du im Bezug auf das Thema wissen? Welche Informationen findest du im Bezug auf das Behandelte wichtig? Schreibe dir diese Fragen am besten auf.

„Das dauert doch ewig!“ Warum solltest du diese Fragen stellen?

Phase 2 konditioniert dein Gehirn auf die wichtigsten Themen des Textes. Durch sorgfältige und präzise Fragestellung kann dein Gehirn selbstständig arbeiten und du wirst die entscheidenden Stellen im Text wie von selbst finden und als wichtig identifizieren. Präzise Fragen helfen beim tiefgehenden Verständnis des Textabschnittes.

 

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3. Read (Lesen): Auf der Suche nach Antworten

Nun liest du den Text gründlich und konzentriert. Suche Antworten auf die Fragen, die du im zweiten Schritt erarbeitet hast.

  • Markiere Schlüsselwörter und Kernaussagen
  • Weniger ist mehr: Markiere niemals ganze Sätze oder Absätze sondern nur einzelne Worte oder Wortgruppen, sollten diese wirklich wichtig sein.
  • Nutze eine sinnvolle Art für das Markieren: nutze z.B. dieselbe Farbe für unbekannte Ausdrücke, eine andere Farbe für Kernaussagen
  • Gliedere den Text in Abschnitte.
  • Was ist das Hauptthema, was sind die Unterthemen?
  • Versuche die Bedeutung von unbekannten Ausdrucken zu erraten.
  • Nur wenn du die Bedeutung einzelner Vokabeln nicht errätst, solltest du diese nachschlagen.

 

4. R = Recite (Zusammenfassen): In eigene Worte fassen

In dieser Phase fasst du den Text in eigene Worte zusammen. Beantworte die Fragen, die du dir in Schritt zwei gestellt hast. Wenn du einen fremdsprachigen Text gelesen hast, solltest du diesen in der Fremdsprache zusammenfassen.

  • Für wen ist der Text geschrieben?
  • Wird eine eigene Meinung dargestellt?
  • Welche Argumente werden verwendet, und welche Schlussfolgerung wird gezogen?
  • Achte darauf, die Aussagen in gegliederter und sinnvoller Reihenfolge wiederzugeben.
  • Sprich während des Zusammenfassens laut mit, um verschiedene Lernkanäle zu nützen.
  • Erstelle bei komplexen Zusammenhängen eine Mindmap.

 

5. R = Repeat (Wiederholen): Einprägen des Gelesenen

Nachdem du die ersten vier Phasen der SQ3R-Methode vervollständigt hast, solltest du das Gelesene unbedingt wiederholen. Nutze deine Notizen, um die Kernaussagen knapp wiederzugeben. Beantworte Fragen zum Text aus dem Gedächtnis. Ergänze auch deine Notizen: Wenn du diese kurz vor der Klausur noch einmal durchliest, wirst du die wichtigsten Punkte immer noch verstehen?

 

Die SQ3R Methode ist ein sehr gutes Mittel, um schwierige Texte zu verstehen und den Inhalt auch langfristig zu behalten. Durch das aktive Beschäftigen (Überfliegen, Fragen, Lesen, Zusammenfassen, Wiederholen) mit dem Gelesenen prägst du dir die Kernaussagen ein.


 

 

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