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15. Februar 2017

Knigge für Juristen - Teil 1

So lassen sich peinliche Situationen im Juristenalltag ganz einfach vermeiden


Umgangsformen spielen eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft und besonders zu Tage tritt dies in der Geschäftswelt, in der sich Juristen bewegen. Die richtigen Manieren zu haben, sich gekonnt in Szene zu setzen und im richtigen Moment das Richtige zu sagen, kann ausschlaggebend für eine erfolgreiche Karriere sein. Genauso können Fehler aber auch eine vielversprechende Karriere ruinieren.

Damit euch das nicht passiert und ihr die richtigen Umgangsformen im Juristenalltag beherrscht, haben wir für euch die wichtigsten Regeln zusammengefasst!



„Die Kunst des Umgangs mit Menschen besteht darin, sich geltend zu machen, ohne andere unerlaubt zurückzudrängen.“

Adolph Freiherr von Knigge, (1752 – 1796), deutscher Jurist und Beamter



Die Ansprechform

In der Regel beginnt ein Gespräch mit irgendeiner Form des Ansprechens, meistens mit einer Begrüßung. Schon hier wittern viele das erste Mienenfeld. Siezen ja oder nein?

Grundsätzlich gilt hier die Regel: Im Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen.

Insbesondere gegenüber Vorgesetzten, Dienstälteren oder Unbekannten sollte immer die Etikette bewahrt werden. Wenn man sich zu Beginn eines Gesprächs nicht sicher ist, ist Siezen immer der bessere weil sicherere Weg. Das gilt nur dann nicht, wenn einem das Gegenüber bereits mehrere Male das „Du“ angeboten hat.

Dann sollte aber auch keine Unsicherheit mehr bestehen. Siezen trotz mehrfacher Bitte das „Du“ zu verwenden, ist nämlich mit Nichten ein Zeichen von besonderer Höflichkeit, sondern gibt dem Gegenüber vielmehr das Gefühl, es würde einen nicht interessieren, was dieser sich wünscht.

Also gilt es sich immer zu merken, wie jemand angesprochen werden möchte, ist dies jedoch unklar, sollte insbesondere im Geschäftsleben und bei der Arbeit immer gesiezt werden.

Tipp: Das gilt auch, wenn der Chef nach ein paar Getränken auf der Firmenfeier das „Du“ angeboten hat und man die Woche darauf im Büro unsicher ist. Lieber einmal zu viel siezen und an die Abmachung erinnert werden, als einen unangenehmen Moment zu produzieren, weil sich der Chef unpassend behandelt fühlt.

Ausnahmen von dieser Grundregel gibt es dann, wenn zum Beispiel die Firmenkultur eine andere Form des Umgangs vorsieht. Wurde beim Einstellungsgespräch deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass ein besonders kollegiales Verhältnis gerade durch die Verwendung von einfacheren Umgangsformen garantiert werden soll, wäre ein „Sie“ unter Kollegen natürlich fehl am Platz.



 

Die Kleidung

Bei der Wahl der Kleidung droht gleich ein weiterer Faux-Pas. Die falsche Garderobe ist immer etwas Peinliches und kann von Kollegen und Vorgesetzten darüber hinaus schnell als unprofessionelles Verhalten bewertet werden. Auch hier gilt es daher keine unnötigen Risiken einzugehen.

In der Kanzlei trägt der Herr in der Regel Anzug mit Hemd und Krawatte, die Frau ein Kostüm oder einen Hosenanzug mit Bluse. Abweichungen hiervon werden in der Regel früh genug mitgeteilt oder man bekommt sie von selbst mit. Fälschlicherweise mit einem Anzug am Casual Friday im Büro aufzutauchen, ist bedeutend weniger unangenehm, als der einzige in Jeans zu sein. 

In Unternehmen oder bei Behörden ist diese Regel nicht ganz so strickt. Hier kommt es wiederum in erster Linie auf die Unternehmenskultur oder auf die Praxis der Kollegen in der Behörde an. Im Zweifel ist aber auch hier ein Anzug zunächst immer die richtige Wahl. Ist man etwas zu schick gekleidet, ist das selten ein Problem und kann unproblematisch korrigiert werden. Zum Beispiel indem man die Krawatte abnimmt oder das Jacket ablegt.

Eine erste Anwort zur Frage: " Was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch nur an?!", bieten unsere Arbeitgeberprofile inklusive Mediathek bei TalentRocket, die Internetseite der Kanzlei / des Arbeitgebers oder einfach die entsprechende Bilder-Suche über Google. Ein weiterer guter Anhaltspunkt sind auch Imagevideos. Hier wird die Kultur des Arbeitgebers schnell ersichtlich.

 

Flirten am Arbeitsplatz?

Der Umgang mit dem anderen Geschlecht am Arbeitsplatz ist seit jeher ein heikles Thema. Studien beweisen, dass viele Beziehungen und auch Ehen am Arbeitsplatz ihren Anfang finden, gleichzeitig ist damit aber auch ein hohes Risiko verbunden.

Prinzipiell ist gegen einen kleinen Flirt am Arbeitsplatz auch nichts einzuwenden und der Chef sollte sich hieran auch nicht direkt stoßen, zumal er es in der Regel ja auch nicht immer sofort mitbekommt ;).

Fakt ist jedoch, dass hier höchste Vorsicht geboten ist. Sobald irgendeine Form der Ablehnung von solchen Versuchen auftritt, ist dem – wie eigentlich auch überall sonst, hier nur absolut sofort – Folge zu leisten. Das Ziel des Flirts hat hier schließlich nicht die Möglichkeit einfach wegzugehen und zudem kann so ganz schnell die gesamte Arbeitsatmosphäre beschädigt werden.

Dem anderen Geschlecht gegenüber ist daher der richtige Umgang von noch entscheidenderer Bedeutung, damit sich niemand am Ende gestört oder gar belästigt fühlt.

 

E – Knigge: Wie geht das?

Schließlich gibt es auch in E-Mails richtige und falsche Umgangsformen. So sind andere Rechtsanwälte grundsätzlich mit „Sehr geehrter Herr Kollege“ bzw. „Sehr geehrte Frau Kollegin“ anzusprechen und auch hier ist „Sie“ die richtige Form. Darüber hinaus ist auf Abkürzungen weitestgehend zu verzichten. Abgerundet wird die E-Mail dann mit einem freundlichen Gruß, wie zum Beispiel mit einem „Hochachtungsvoll“ oder „Mit besten/ freundlichen/ kollegialen Grüßen“.

Dies gilt natürlich dann nicht mehr, wenn der E-Mailverkehr mit einem Kollegen ist, zu dem man ein engeres Verhältnis hat. Hier können jedenfalls Abkürzungen wie „asap“  oder "FYI" benutzt werden und auch die Förmlichkeiten können je nach Beziehung zueinander reduziert bis weggelassen werden.

Vergessen werden sollte bei hierarchischen Strukturen jedenfalls nicht der Dr.- oder Prof.- Titel. Juristen können darauf sehr anfällig reagieren, zumal das Studium und die entsprechenden Titel hart erkämpft wurden.

Generell gilt, lange Umschweifungen in der Email verlängern nur den Arbeitstag - und der ist in Kanzleien sowieso schon ziemlich durchgetaktet. Deshalb empfielt sich immer klar, präzise und möglichst kurz zu kommunizieren.


Der Umgang und die entsprechenden Umgangsformen mit Mandanten, Geschäftspartnern und Kollegen variieren natürlich je nach Art der Beziehung zueinander. Prinzipiell ist es im Geschäftsleben jedoch immer die richtige Wahl, der Professionalität den Vorzug zu geben. Möchte jemand dann doch einen lockereren Umgang haben, so wird er dies in der Regel selbst kund tun.


Tags: #Fun 


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