Off-Road – abseits der klassischen Juristenberufe

 

Wer heutzutage das Studium der Rechtswissenschaft aufnimmt, hat längst nicht mehr nur die Ziele Anwalt, Richter oder Staatsanwalt zu werden – die Möglichkeiten sind viel weiter gefasst. Ob als Mediator, bei der Polizei, im Diplomatischen Dienst oder als Journalist – überall stehen Juraabsolventen Türen offen. Doch auch hier sind die Anforderungen und der Konkurrenzdruck hoch.

 

Ohne Urteil ans Ziel

Der Beruf des Mediators gewinnt immer mehr an Bedeutung. Als neutraler Vermittler bemüht er sich um einen gerechten Ausgleich zwischen den streitenden Parteien. So umgeht man den Weg über ein gerichtliches Urteil und versucht eine möglichst interessensgerechte Lösung zu erzielen. Die Teilnahme an einer Mediation beruht auf freiwilliger Basis, ist aber mittlerweile eine etablierte Methode zur Konfliktlösung. Oft wird die Qualifikation als Mediator neben dem Anwaltsberuf erworben und ausgeübt. Sie setzt gemäß §7a BORA eine geeignete Ausbildung voraus, welche an verschiedenen Stellen erworben werden kann.

 

Juristen bei der Polizei

Häufig haben Jurastudenten auch eine gewisse Affinität zum Polizeiberuf. Durch den Master of Arts in Öffentlicher Verwaltung und Polizeimanagement steht einem dieser Weg offen. Nach erfolgreichem Abschluss zählen dann unter anderem die Leitung von Polizeieinsätzen, Unterstützung der Aus- und Weiterbildung und vieles mehr zu den Dienstaufgaben.

 

Mit dem Studium durch die Welt

Der Diplomatische Dienst ist mittlerweile ein relativ etabliertes alternatives Berufsziel unter den Juristen. Mit einem abgeschlossenen Studium steigt man nach einem Jahr Diplomatenausbildung direkt in den höheren Dienst ein. In dieser Ausbildung einen Platz zu erhalten ist aber ein durchaus schwieriges Unterfangen. Neben einem Vorverfahren erwarten einen sowohl ein schriftliches, als auch ein mündliches Auswahlverfahren, welche es in sich haben. Aus regelmäßig über tausend Bewerbern werden lediglich 45 zur Ausbildung zugelassen. Der Diplomatische Dienst ist somit ein schwieriges, aber durchaus lohnenswertes Ziel.

 


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Kreativ mit Rechtswissenschaft

Kreativität und Jura sind für viele nicht unbedingt Begriffe, die man sofort miteinander in Verbindung bringt. Jedoch sind auch im Bereich des Journalismus Rechtswissenschaftler gesucht. Doch auch hier sind die Anforderungen sowie die Konkurrenz hoch. Durch ein Volontariat beziehungsweise den Besuch einer Journalistenschule finden die meisten den Einstieg in den Beruf. Die Passauer Neue Presse bietet beispielsweise im Rahmen ihres Stipendiums eine journalistische Ausbildung parallel zum Fachstudium.

 

Die vorgestellten Berufe sind natürlich nur exemplarisch und stellen nicht die gesamte Breite an alternativen Karrierewegen dar. Die Möglichkeiten, die einem mit dem Jurastudium offen stehen, sind nahezu unendlich. Es gilt daher Augen auf bei der Berufswahl und sich auch mal abseits der klassischen Tätigkeiten umzusehen.

 


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