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Was junge Juristen wollen: Die wichtigsten Entscheidungskriterien auf der Suche nach dem besten Arbeitgeber

Karrierewege & Fachbereiche

Was junge Juristen wollen: Die wichtigsten Entscheidungskriterien auf der Suche nach dem besten Arbeitgeber

Work-Life Balance ist wichtig, Verantwortung unerwünscht - das wünschen sich die Juraabsolventen 2015

Was ist dir beim Arbeitseinstieg wichtig? Möchtest du ein hohes Gehalt, mit den Kollegen ab und an ein Bier trinken und eine gute Work-Life Balance? Die jungen Juristen 2015 legen weniger Wert auf ein hohes Einstiegsgehalt und möchten seltener Abstriche bei der Freizeit machenHier erfährst du, was den Juraabsolventen 2015 sonst noch wichtig ist.

 

Work-Life Balance: Freizeit ist wichtig

Während das Gehalt an Bedeutung abnimmt, ist die Work-Life Balance zunehmend ein sehr wichtiger Faktor bei der Berufswahl. Work-Life Balance, das heißt, dass Berufsleben und Freizeit miteinander in Einklang stehen und man neben der Arbeit noch genug Möglichkeiten hat, um das Leben zu genießen. Die jungen Juristen sind hier im Vergleich zu früher weniger kompromissbereit!

Die Arbeitgeber reagieren zunehmend auf den Ruf nach mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung. 89% der befragten Arbeitgeber mit Bedarf an Juristen bieten Teilzeitmodelle, bei 57% gibt es flexible Wochenarbeitszeiten. Bei immerhin 37% der befragten Arbeitgeber für Juristen wird eine variable Arbeitszeitenregelung angeboten.

Wenig Verantwortung: aber trotzdem Karriere in Jura

Der Abschlussjahrgang von 2015 möchte nicht zu viel Verantwortung übernehmen, aber dennoch Karriere in Jura machen. Auch wenn die Angst, als Berufsanfänger Verantwortung zu übernehmen, verständlich ist- Karriere in Jura zu machen, ohne auch eine gewisse Verantwortung zu tragen, das kommt wohl sehr selten vor!

Gute Arbeitsatmosphäre: Ein Bier nach Feierabend ist gewünscht

Ein weiterer Faktor, der den jungen Juristen von 2015 sehr wichtig ist: die Atmosphäre im Büro. Eine gutes Verhältnis mit den Kollegen sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre sind für den Nachwuchs unabkömmlich.

Wenig Mobil: Umziehen ist Out

Die Juristen, die 2015 ihren Abschluss machen, haben wenig Lust, für einen guten Job in Jura extra umzuziehen. Gleichzeitig bevorzugen sie Anstellungen in Ballungsräumen, in ländlichen Gegenden zu arbeiten ist für die Nachwuchsjuristen eher unbeliebt.

Feel Good Manager, Kollegialität und mehr: Wie wichtig ist Unternehmenskultur?

Die Arbeitskultur steigt an Bedeutung für junge Juristen. Sie interessieren sich besonders für Aspekte, die sie im Alltag betreffen. Am wichtigsten sind ihnen hier der Zusammenhalt zwischen den Kollegen (77% der Befragten) und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (71%). Der Umgang mit der Umwelt oder Gesellschaftliches Wirken wurden als weniger wichtig eingestuft.

Übrigens ist es auch für die Arbeitgeber wichtig, dass ein Bewerber zu ihrer Unternehmenskultur passt und dass ein Personal Fit besteht. 92 Prozent aller Unternehmen legten großen Wert darauf, dass Nachwuchskräfte zu ihrer Unternehmenskultur passen.

Ein Feel Good Manager ist in der Meinung der Unternehmen wenig akzeptiert: ein Tropfen auf dem heißen Stein ist diese Position für viele der Arbeitgeber. 42 Prozent halten einen “Feel Good Manager” für nicht zielführend.

 

Einerseits werden sich die Unternehmen und Kanzleien an die Entscheidungskriterien der Nachwuchsjuristen anpassen müssen, um weiterhin Top-Talente anzuziehen und ihre Employer Brand aufrecht zu erhalten oder gar zu verbessern. Doch gleichzeitig müssen auch die Nachwuchsjuristen ihre Erwartungen anpassen, denn eine große Karriere und Aufstieg in der Hierarchie ohne Verantwortung - das ist eher unwahrscheinlich.

 

02. November 2015

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