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Zusatzqualifikationen – Was lohnt sich?

Studium, Examen & Zusatzqualifikationen

Zusatzqualifikationen – Was lohnt sich?

Der kleine aber feine Unterschied

#Karriere 

 

Bei Juristen spielen die Noten die erste Geige, gar keine Frage. Dennoch können auch Softskills entscheidenden Einfluss auf den Karriereweg haben. Daher stellt sich bei der Überlegung zum Belegen von Nebenqualifikationen nicht die Frage „Ob?“, sondern eher die Frage „Welche?“. Damit ihr diese Frage für euch ein bisschen besser beantworten könnt, stellen wir euch 5 Nebenqualifikationen vor, die euch einen Karriereboost verschaffen können!
 

Welcher Jurastudent liebt sie nicht? Die amerikanischen Serien, die in der glamourösen Welt der Großkanzleien und der großen Politik spielen, wie Suits, Good Wife oder Boston Legal. Sehr beeindruckend ist es doch, wenn die Helden der Serien dort ihre Gegenüber in Verhandlungen an die Wand reden, mit Assen im Ärmel auftrumpfen oder ihren Gegner vor Gericht alt aussehen lassen. All dies mag von Hollywood ein wenig aufgepimpt worden sein, Verhandlungen und Duelle von Anwälten gibt es aber auch in der Realität. Nur lernt man diese weder in den Vorlesungen für Erstsemester, noch im späteren Hauptstudium kennen. So etwas kann man nur anhand von Zusatzqualifikationen lernen und trainieren.

 

Frei reden will gelernt sein!

Eine Alternative ist der Besuch eines Seminars, bei dem das freie Reden gezielt trainiert wird. Solche Seminare nennen sich oft „Rhetorik für Juristen“ oder „Kommunikation für Juristen“. Es gibt aber auch die Möglichkeit, an einem Debattierklub teilzunehmen und so die freie Rede quasi in der Praxis zu erlernen. Welche Alternative man auch wählt, das Wichtigste dabei ist, mutig zu sein, sich wirklich auf das Angebot einzulassen und sich selbst in die ungeliebte Situation zu bringen, vor fremden Menschen frei zu sprechen. Denn nur wer sich das traut, kann auch ein Feedback bekommen und so wirklich an sich arbeiten!

 

Gut verhandelt ist halb gewonnen!

Ähnliches gilt für das Verhandeln. Auch das muss gezielt geschult werden und häufig bedarf es einiger Überwindung, sich in eine gestellte Verhandlung zu stürzen. Seminare dazu gibt es ebenfalls viele wie beispielsweise „Vertragsverhandlungen im juristischen Kontext“. Besonders hilfreich sind übrigens Seminare, die einem eine Videoanalyse anbieten. Zwar ist es auf den ersten Moment etwas unangenehm, sich selbst auf Video zu sehen und dann auch noch sein Verhalten bewertet zu bekommen. Wenn man aber einmal über diese Situation hinweg gekommen ist, gibt es nichts Effizienteres als eben eine solche Videoanalyse.

 

Früh übt sich!

Da auch die Verhandlung vor Gericht kaum Bestandteil des durchschnittlichen Jurastudiums ist, bedarf es auch hier eines alternativen „Trainingsprogramms“. Häufig bieten Universitäten oder die ELSA sogenannte „Moot Courts“ an. Hier verhandelt ein fiktives und von verschiedenen Leuten gespieltes Gericht einen fiktiven Fall. Jeder bekommt eine bestimmte Rolle zugewiesen, auf die er sich vorbereitet und dann versucht, für seine Rolle das Beste herauszuhandeln. So lernt man im Sinne von Learning by Doing, wie man eine echte Verhandlung zu führen hat. Mehr Lerneffekt gibt es quasi gar nicht!

Aber nicht nur solche Softskills können sinnvolle Nebenqualifikationen sein. Auch eine Zusatzausbildung oder eine weitere Fremdsprache kann der entscheidende Vorteil auf deinem Karriereweg werden.

 

 

Englisch ist nicht alles!

Wer sich die Jobausschreibungen größerer Konzerne oder Kanzleien anguckt, der erkennt schnell: Gutes Englisch ist Grundvoraussetzung. Das bedeutet leider auch, dass damit niemand mehr so richtig bei den Personalabteilungen punkten kann. Anders sieht das Ganze allerdings aus, wenn man eine weitere Fremdsprache spricht. Am Besten noch eine, die eine gewisse Wichtigkeit in der aktuellen Globalisierung spielt oder aber eine, die äußerst selten gesprochen wird. Die erste Alternative betrifft Sprachen wie Russisch, Indisch, Spanisch oder Sprachen aus dem Asiatischen Raum. Diese Sprachkenntnisse werden aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs vieler bisher zurückhängender Länder immer häufiger gebraucht. Spricht man aber eine Sprache, die äußerst unüblich ist, so kann man häufig in einer bestimmten Nische landen, die einem Möglichkeiten bieten kann, die man sonst nie gehabt hätte. Welche Sprache also auch immer, eine weitere Fremdsprache lohnt sich fast immer!

 

Auch mal über den Tellerrand blicken!

Eine weitere sinnvolle Zusatzqualifikation kann eine Zusatzausbildung in wirtschaftlicher oder steuerlicher Richtung sein. In diesen Bereichen bedarf es besonders vieler Juristen und zwar gerade solche Juristen, die nicht nur die rechtliche Seite der Vorgänge verstehen und bewerten können. Infrage kommt hier entweder eine Ausbildung im klassischen Sinne, beispielsweise zum Steuerberater, oder aber eine Anzahl von Scheinen in wirtschaftswissenschaftlichen Fächern. Noch besser ist unter Umständen sogar ein LL.M. oder ein Schwerpunkt im Wirtschafts- oder Finanzrecht. Auch bietet der akademische Börsenverein an vielen Universitäten kostenlos einen „Börsenführerschein“ an, der Know-how und Grundwissen der Börsen- und Finanzwelt vermittelt.
 

Zusatzqualifikationen gibt es viele verschiedene. Wer sich sinnvoll weiterbildet und so sich selbst und damit auch seinen Lebenslauf ergänzt, kann seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und auch im späteren Beruf deutlich verbessern!

 

 

18. Dezember 2015

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