Schlechter Chef ist sauer auf Angestellte

Verfasst von Laura Hörner. Veröffentlicht am 26.10.2020.

7 Dinge, die ein schlechter Chef nicht kann

So gehst du mit unprofessionellen Vorgesetzten um

Manche Jobs machen einfach keinen Spaß. Das mag an den falschen Aufgaben liegen, an nervigen Kollegen oder an Über- oder Unterforderung. Nicht selten liegt es aber an einer ganz bestimmten Person: Dem Chef oder der Chefin. Wenn du morgens in die Kanzlei kommst und schon darauf hoffst, dass dein Vorgesetzter spontan drei Wochen in den Urlaub gefahren ist, dann bist du bei diesem Artikel genau richtig. Wir zeigen dir 7 Dinge, die einem guten Chef fehlen, und geben dir Tipps, wie du am besten mit einem inkompetenten Vorgesetzten umgehst. 

 

1. Keine Vertrauensbasis

Du hast das Gefühl, dass dein Chef dich überwacht, alles kontrolliert, was du tust, und obendrein ständig hinterfragt, was du ihm erzählst? Dann bist du wohl an einen typischen Kontrollfreak geraten – definitiv kein Hinweis auf ein gutes Führungsverhalten.

 

2. Kein offenes Ohr

Wer ein Problem, einen Wunsch oder eine Frage hat, der wendet sich in der Regel an den Chef. Aber was, wenn du diesen gar nicht zu Gesicht bekommst? Manche Chefs sind nie da, wenn man sie braucht, und wenn sie es doch sind, hören sie nicht richtig zu und gehen nicht auf deine Probleme ein. Kein gutes Zeichen!

 


Bei einem schlechten Chef sitzt du meist am kürzeren Hebel und es hilft nur noch ein Jobwechsel. Zum Glück haben wir bei TalentRocket die besten Jura Jobs in ganz Deutschland für dich:


 

3. Keine Feedbackkultur

Besonders, wenn du neu in deinem Job bist, bist du auf Feedback angewiesen. Doch auch alte Hasen brauchen regelmäßig Rückmeldung vom Chef – schließlich müssen sie sich auch vor ihm verantworten. Das ist wiederum gar nicht so einfach, wenn man über einen langen Zeitraum keine Bewertung erhält und sich dementsprechend auch nicht entwickeln kann. Wenn du also keine Ahnung hast, wo du stehst, dann hast du vermutlich keinen guten Vorgesetzten. 

Hier erfährst du, wie du richtig Feedback gibst und einforderst - und warum es so wichtig ist.

 

4. Keine lobenden Worte

„Gut gemacht“, „Tolle Leistung“ und „Ich bin stolz auf deinen Fortschritt“ sind Fremdworte für dich? Dann ist das ein klarer Fall von einem Chef, der mit Lob sehr sparsam umgeht. Dabei sollten Kritik und Anerkennung Hand in Hand gehen – beides ist nicht nur wichtig für deine berufliche Entwicklung, sondern auch für dein persönliches Wohlergehen.

Warum fragst du deinen Chef nicht mal, was du in der letzten Zeit besonders gut gemacht hast?

 

5. Keine Rechtfertigung

„Wir machen das so. Punkt.“ Wenn ein Vorgesetzter regelmäßig Anweisungen gibt, ohne diese in irgendeiner Form zu begründen, dann solltest du dir Gedanken machen. Denn eine gute Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn du nicht nur weißt, was du tun sollst, sondern vor allem, warum du es tust!
 


Du hast beschlossen zu kündigen, weißt aber nicht, wie du deinen Jobwechsel rechtfertigen sollst?

Hier liest du alles, was du für dein nächstes Vorstellungsgespräch wissen musst.


 

6. Keine Innovation

Du hast eine neue Idee und dein Chef interessiert sich gar nicht dafür? Wenn Vorgesetzte sich weigern, eingefahrene Strukturen zu überdenken und Raum für Innovationen zu schaffen, dann schadet das nicht nur den Mitarbeitern, welche die Motivation verlieren, sondern auf lange Sicht auch der Kanzlei oder dem Unternehmen.
 

7. Keine Kritikfähigkeit

Ein besonders schwieriges Thema ist es, wenn die Vorgesetzte keine Kritik verträgt. Dann sind die Aussichten darauf, dass sich an eurem Umgang oder an deren Führungsstil etwas ändert, nämlich ziemlich gering.
 

Kommst du mit einem Chef nicht klar, der sich gleich gar nichts sagen lässt, hilft auf lange Sicht oft nur der Jobwechsel.

 


Wenn dein Job dich nicht mehr glücklich macht, dann gibt es zahlreiche Arbeitgeber, die nur auf dich warten. Hier findest du deinen Traumjob:


 

Was tun bei einem schlechten Chef?

Ist das Verhältnis mit deinem Vorgesetzten angespannt, solltest du zunächst einmal herausfinden, ob es generell an dem Chef liegt, oder ob hier vielleicht ein Missverständnis oder auch Probleme auf persönlicher Ebene vorliegen. Der erste Schritt ist es also, zu hinterfragen, ob dein eigenes Verhalten in das schlechte Verhältnis hineinspielen könnte. Erinnere dich an konkrete Situationen und frage dich, ob du dich besser hättest verhalten können und versuche auch, die Sache aus der Sicht des Vorgesetzten zu betrachten.

 

Viele Menschen in Führungspositionen stehen unter ständigem Stress und können nicht immer perfekt funktionieren.

 

Kannst du bei dir selbst keine Verantwortlichkeit erkennen, dann spreche einmal mit einem Kollegen im Vertrauten über deine Situation. Wichtig: Lästere auf keinen Fall über den Chef, sondern spreche sachlich über deine Einschätzung und finde so heraus, ob deine Kollegen deine Einschätzung teilen. Lasse dabei jedoch Vorsicht walten und stelle sicher, dass sich nichts herumspricht, bevor du nicht direkt mit dem Chef sprechen kannst. 

Im letzten Schritt solltest du das persönliche Gespräch suchen. Manche Chefs sind sich ihrer Unzulänglichkeiten nicht bewusst oder wissen nicht, wie sehr ihr Verhalten ihre Mitarbeiter belastet. Erkläre konkret, was dich stört, und versuche, Lösungsvorschläge vorzubringen.

 

Biete dabei auch an, dein eigenes Verhalten zu ändern und frage den Chef, was du dazu beitragen kannst, dass sein Verhalten sich dir gegenüber zum Positiven verändert.

 

Weise hauptsächlich darauf hin, wie dich der Umgang in der Arbeit behindert und versuche, auf diese Weise Veränderungen zu bewirken. Schließlich ist es auch im Interesse deines Chefs, dass du dein Potenzial voll ausschöpfen kannst. 

 

Klar ist: Wenn dein Vorgesetzter dich böswillig schlecht behandelt oder sogar diskriminiert, dann ist ein Jobwechsel angesagt. Bei Diskriminierung steht übrigens auch das Arbeitsrecht auf deiner Seite – informiere dich also gegebenenfalls, ob und wie du gegen einen Chef vorgehen kannst, wenn du gegen das Gesetz benachteiligt wirst und alle anderen Wege keinen Erfolg gebracht haben. Bedenke aber dabei auch, dass solch ein Vorgehen je nach Situation mehr Schaden als Nutzen anrichten könnte. 

 


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