Cybercrime entwickelt sich rasant und stellt Justiz, Wirtschaft und Staat vor neue Herausforderungen. Du denkst als erfahrene:r Jurist:in über einen Wechsel oder eine Spezialisierung im Strafrecht nach? Oder willst du dich einfach mal ein wenig über dieses Thema und die neuen Herausforderungen informieren? Dann findest du hier einen fundierten Überblick über aktuelle Gesetzesreformen, Karrierechancen und Mandatsvielfalt im Bereich der Cyberkriminalität.
(Forschungsdirektor am cyberintelligence.institute und Professor für IT-Sicherheitsrecht):
"Ein Anwalt für Cybersicherheit koordiniert nach einem Sicherheitsvorfall zunächst die rechtliche Reaktion und stellt sicher, dass alle Maßnahmen dokumentiert und rechtssicher durchgeführt werden. Er prüft bestehende Melde- und Benachrichtigungspflichten – etwa nach DSGVO, NIS2, DORA oder sonstigen branchenspezifischen Regulierungen – und stellt fristgerechte Anzeigen des Vorfalls gegenüber Behörden wie dem BSI oder der zuständigen Datenschutzbehörde sicher.
Darüber hinaus schützt er das Unternehmen vor zivilrechtlichen Haftungsansprüchen betroffener Kunden, Partner oder Aktionäre, indem er die Kommunikation nach außen rechtlich begleitet und schadensmindernde Maßnahmen anregt, rechtlich bewertet und dokumentiert. Im Verhältnis zu Strafverfolgungsbehörden agiert er als Schnittstelle und achtet darauf, dass die Kooperation mit Ermittlern nicht zu einer unkontrollierten Preisgabe sensibler Unternehmens- oder Kundendaten führt.
Schließlich begleitet er die Nachbereitung des Vorfalls – von der Überprüfung und Anpassung von Verträgen mit IT-Dienstleistern bis hin zu möglichen Regressforderungen gegenüber Dritten, die zur Entstehung des Schadens beigetragen haben."




