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Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber unter Juristen

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Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber unter Juristen

Öffentlicher Sektor oder Kanzlei - Wer macht das Rennen unter den juristischen Bewerbern?

#Karriere  #Ranking

 

Der eine Jurist stellt sich die Frage des zukünftigen Arbeitsplatzes schon bei Studienbeginn, spätestens aber bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz. Andere hingegen lassen sich für die Wahl des Arbeitgebers länger Zeit. Früher oder später muss diese Kernfrage aber von jedem angehenden Juristen beantwortet werden. Eine Hilfestellung bei der Suche nach dem Traumjob beim Wunscharbeitgeber können Umfragen unter jungen Juristen bieten: So zum Beispiel das "trendence Graduate Barometer – Law Edition 2016"!
Wir haben euch hier die Key-Facts als kleines Ranking zusammengestellt:

 

Platz 9 – Kanzleien wieder mehr im Fokus

Den neunten Platz unseres exklusiven Rankings teilen sich gleich zwei Kanzleien, was seinerseits dazu führt, dass diese Top 10 ohne einen zehnten Platz auskommen muss. Es sind die Kollegen von Linklaters und Clifford Chance, die sich laut jungen Juristen nichts nehmen. Beide Großkanzleien bieten ihren Associates internationale Mandate, beste Fortbildungsmöglichkeiten und sie punkten insbesondere bei der Associate-Zufriedenheit. Darüber hinaus lässt sich bereits früh im Ranking ein neuer Trend erkennen - die Kanzleien gelangen wieder zu mehr Beliebtheit unter den Bewerbern. Insbesondere Frauen wünschen sich im Gegensatz zu den Vorjahren viel häufiger eine Kanzlei als Arbeitgeber. Unterstützt wird dieser Trend durch die Anpassungen der Großkanzleien an die Wünsche der kommenden Generation hinsichtlich einer besseren Work-Life-Balance, mit Angeboten wie Sabbaticals oder der Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten.

 

Platz 8 und 7 – Automobilhersteller bleiben beliebt, leiden aber unter Dieselgate

Die Plätze acht und sieben machen die Automobilhersteller aus Ingolstadt und München untereinander aus oder anders gesagt: BMW schiebt sich knapp vor Audi auf Platz sieben und die Konkurrenz aus Ingolstadt schafft es auf Platz acht. Beide Hersteller leiden bei der Beliebtheit offensichtlich auch unter der Dieselgate-Affaire des Volkswagenkonzerns. Dieser ist seinerseits sogar bis auf Platz 32 abgerutscht. Trotz Dieselgate und steigender Beliebtheit der Kanzleien bleiben beide Automobilhersteller als juristischer Arbeitgeber bei jungen Juristen beliebt. Grund dafür sind vergleichsweise geringe Arbeitsbelastung bei immer noch überdurchschnittlicher Bezahlung und ein angenehmes Arbeitsumfeld mit funktionierenden Strukturen.

 

Platz 6 und 5 – Mitarbeiterzufriedenheit zahlt sich aus

Auf Platz sechs des trendence Graduate Barometer – Law Edition 2016 findet sich die Kanzlei CMS Hasche Sigle wieder. Die stark expandierende Großkanzlei hat sich insbesondere mit großen Einstellungszahlen in den Vordergrund getan und überzeugt dabei mit besonders guten Werten zu Mitarbeiterzufriedenheit, den internen Fortbildungsmöglichkeiten und spielt auch beim Gehalt der Anwälte in der obersten Liga mit. Knapp vor CMS landete Hengeler Mueller, die es ihrerseits in die Top 5 geschafft haben. Die deutsche Großkanzlei erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit unter jungen Juristen und vor allem auch unter ihren eigenen Mitarbeitern. So ist das Vorstoßen in die obere Hälfte des Rankings weniger eine Überraschung als fast schon Normalität für diese Sozietät.





 

Platz 4 – Juristen wollen Gendarm und nicht Räuber sein

Der öffentliche Sektor ist und bleibt als Arbeitgeber für Juristen beliebt, was auch die Platzierung des Bundeskriminalamts eindrucksvoll beweist. Das gute Abschneiden erscheint noch viel positiver und spektakulärer, betrachtet man die Entwicklung des durchschnittlichen Wunschgehalts junger Juristen. Laut trendence durchbrachen die Befragten 2016 erstmals die Grenze von 70.000 Euro brutto Jahresverdienst. Das Einstiegsgehalt beim BKA liegt dabei nur um die 50.000 Euro im Jahr.
Der gute Ruf, die Jobsicherheit und die Sinnhaftigkeit dieser Arbeit gleicht diese Einschränkung für die meisten Bewerber jedoch offensichtlich zur Genüge aus.

 

Platz 3 – Europarecht ist im Kommen

Die aktuell großen Themen, wie die anhaltende Flüchtlingsdebatte, der Brexit und die Eurokrise schwirren alle um die Frage herum, welche Rolle die Europäische Union eigentlich spielt und wie sie sich zu verhalten habe. Wenig überraschend also, dass junge talentierte Nachwuchsjuristen an dieser Diskussion teilnehmen wollen. Auf dem dritten Platz des trendence Rankings landete somit die Europäische Kommission als einer der beliebtesten Arbeitgeber unter angehenden Juristen. Doch nicht nur die Mitwirkung am politischen Zeitgeschehen könnte ausschlaggebend für die Befragten sein. Auch die Bezüge der EU-Beamten können sich sehen lassen. Rund 5000 von ihnen verdienen sogar mehr als ein durchschnittlicher Regierungschef eines europäischen Landes.

 

Platz 2 – Der König der Kanzleien

Auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung und damit dem ersten Platz in der branchen-internen Wertung zwischen den Kanzleien landet wieder einmal Freshfields Bruckhaus Deringer. Die Großkanzlei ist seit jeher das Aushängeschild für Großkanzleien in Deutschland und prominente Mandate, wie beispielsweise jüngst die Aufarbeitung der Vorgänge beim Deutschen Fußballbund tun dem natürlich auch keinen Abbruch. Hohe Arbeitsbelastung kann dem Ansehen der Kanzlei ebenfalls nicht schaden, entschädigt man seine Mitarbeiter doch einerseits mit einem fürstlichen Gehalt und bietet man anderseits mittlerweile ebenfalls flexible Arbeitsmodelle an. Wenn zu diesen Leistungen noch der Name des Branchenprimus auf der eigenen Karte steht, werden Juristen schwach und somit ist die höchste Platzierung unter den Kanzleien für Freshfields fast schon ein Muss.

 

Platz 1 – Kontinuität an der Spitze

Keine Änderungen zu den Vorjahren gibt es an der Spitze des trendence Graduate Barometer-Law Edition 2016. Hier bleibt das Auswärtige Amt das Maß aller Dinge! Die internationale Arbeit gepaart mit hohem Verdienst, einem hohen Ansehen und politischer Entscheidungsgewalt stellen für junge Juristen einfach das beste Gesamtpaket als Arbeitgeber dar und das ist auch wenig überraschend. Leider verlangt diese Beliebtheit auch sein Tribut. Bewerber sollten sich daher keine allzu großen Hoffnungen machen, denn auf jede Stelle kommen in der Regel einige Hundert Bewerber.


Es lassen sich also einige Trends erkennen. Kanzleien steigen wieder in der Beliebtheit der Bewerber, weil insbesondere Frauen wieder häufiger in eine Sozietät möchten. Das durchschnittliche Wunschgehalt steigt weiter an und erreicht 2016 erstmals die 70.000 Euro Grenze. Trotz dieser Entwicklungen sind drei der beliebtesten vier juristischen Arbeitgeber aus dem öffentlichen Sektor!

 

Die Plätze 19 - 11 belegten übrigens:

19    Daimler/Mercedes Benz

19    Allen & Overy

18    Baker & McKenzie

17    GIZ

16    Hogan Lovells

15    ZDF

14    Deutsche Lufthansa

13    Bundeskartellamt

12    Gleiss Lutz

11    Noerr LLP

 

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09. November 2016


Finn Holzky

Autor:

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

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