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Jura Schwerpunkt: Wo kann ich was studieren?

Jura Schwerpunkt: Wo kann ich was studieren?

Eine Auswahl an Schwerpunkten von Nord nach Süd!

#Studium

 

Die Wahl des Jura Schwerpunkts ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung für heranwachsende Juristen. Für einige Studenten ist dies der Zeitpunkt noch einmal die Uni zu wechseln und damit neue Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, sich erstmalig entscheidend in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren. Für die meisten Studenten stellt sich daher schon zu diesem Zeitpunkt die Frage, in welche Richtung man sich später beruflich orientieren will. Sinnvollerweise wird dementsprechend auch der Schwerpunkt gewählt. Da er zudem mit 30 % in die Note des 1. Staatsexamen miteinfließt, gilt es natürlich auch einen Blick auf die Punkte zu werfen, die durchschnittlich erreicht werden, denn wie gesagt: Schwerpunkt ist auch schon Examen! Damit ihr den Überblick über die vielen Angebote der Universitäten behaltet, haben wir euch eine kleine Auswahl von Nord nach Süd zusammengestellt! 

Beginnen wir im Norden unserer Republik. Und was wäre ein besserer Einstieg als das Studienangebot der renommierten Bucerius Law School in der schönen Hansestadt Hamburg? Die Bucerius Law School bietet euch acht Schwerpunkte an, von denen sechs hauptsächlich wirtschaftsrechtlicher Natur sind, wie Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Recht des internationalen Handels, Wirtschaftsstrafrecht oder das Steuerrecht. Dazu kommen noch eine Vertiefung in die Grundlagen des Rechts mit historischen Aspekten und ein Schwerpunktbereich  „Europäisches und Internationales Recht“. Hervorzuheben ist neben diesen Angeboten insbesondere der Punktedurchschnitt des Schwerpunktbereichs der Bucerius Law School, denn dieser liegt bei ca. 11,5 Punkten weit über dem Durchschnitt! 

Es geht weiter mit unserer Reise und zwar in die Hauptstadt, genauer gesagt an die Humboldt Universität zu Berlin. Hier gibt es ebenfalls acht Schwerpunkte. Besonders hervorzuheben ist das achte Kerngebiet „Ausländisches Recht“. Die Humboldt Universität hat in Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten die Möglichkeit geschaffen, ausländisches Recht direkt an Ort und Stelle zu studieren und bietet euch so die Möglichkeit im Zuge des Schwerpunkts ein Jahr nach Dublin, Genf, London, Paris oder Rom zu kommen und dort zu studieren. Eine echte Bereicherung für das Angebot! 

Weiter geht es an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster! Hier gibt es neuerdings neun Schwerpunkte. Das neueste Angebot der Universität ist ebenfalls europäisch ausgerichtet und nennt sich „Rechtswissenschaft in Europa“ und sollte besondere Beachtung bekommen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen ist dem Studenten hier nahezu freie Hand gelassen worden. Der Schwerpunkt ist inhaltlich relativ uneingeschränkt und legt nur grob fest, in welcher Form er absolviert werden soll. Insgesamt ist „Rechtswissenschaft in Europa“ laut Universität an Studenten gerichtet, die Freude daran haben, sich im Rahmen von Seminararbeiten in spezielle Probleme zu vertiefen und dies auch in Seminaren und Diskussionen vorantreiben möchten. 

Der nächste Stopp auf unserer Schwerpunkt-Tour ist die Universität zu Köln. Hier wird mit 14 Schwerpunkten das größte Spektrum geboten! Ein Blick auf die Homepage der Fakultät lohnt sich also zweifelsohne, da hier eigentlich jeder etwas für sich finden sollte, insbesondere für Studenten, die sich für Strafrecht und Kriminologie, sowie Wirtschaftsrecht interessieren, gibt es hier viele Möglichkeiten. Zudem liegt der Durchschnitt der Schwerpunktnoten mit knapp unter 10 Punkten über dem Bundesdurchschnitt! 

Kommen wir nun in unsere Finanzmetropole und an die Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Hier gibt es sechs Schwerpunktbereiche, bei denen standortgetreu der Fachbereich „Unternehmen und Finanzen“ (auch „Law and Finance“) hervorzuheben ist, der besonders ausgeprägt und stark besetzt ist! Wer sich also auf Wirtschaftsrecht spezialisieren möchte, der ist in Frankfurt an der richtigen Adresse. Zudem liegt Frankfurt am Main mit fast 10,9 Durchschnittspunkten im oberen Drittel bei der Notenvergabe! 

So richtig im Süden angekommen sind wir nun an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Hier gibt es aktuell sieben Schwerpunktbereiche. Einer davon ist das „Recht der internationalen Beziehungen“, der sich zudem in zwei Richtungen aufspaltet. Einmal in privatrechtliche, internationale Beziehungen und in internationales, öffentliches Recht mit völkerrechtlichem Bezug. Weiterhin gibt es Schwerpunkte in Richtung Wirtschaftsrecht und Kriminalwissenschaften. Bei der Universität zu Tübingen handelt es sich um eine der traditionsreichsten Universitäten unseres Landes, daher lohnt sich ein Blick auf ihr Angebot allemal, auch wenn die Noten mit durchschnittlich ca. 9,10 Punkten im Gegensatz zu anderen Universitäten etwas schlechter erscheinen. 

Zum Schluss unserer Reise durch die Schwerpunktwildnis kommen wir nun an der Ludwig-Maximilians-Universität in München an. Die LMU genießt den besten Ruf unter den juristischen Fakultäten in Deutschland und bietet mit insgesamt neun Kernbereichen auch ein dementsprechend breites Feld an Vertiefungen an. Allein der Ruf der Universität sollte schon Grund genug sein, um das Absolvieren des Schwerpunkt an der LMU in Erwägung zu ziehen, doch auch das Angebot an sich kann sich sehen lassen. Insbesondere das Unternehmensrecht ist hier mit drei Schwerpunkten stark vertreten, doch auch das Strafrecht bzw. das öffentliche Recht ist zu genüge abgedeckt worden. Einzig und allein die Punktevergabe lässt zu wünschen übrig, denn mit knapp 9 Punkten bleib die Ludwig-Maximilians-Universität München unter dem Durchschnitt! 

Wie du siehst, gibt es deutschlandweit ein sehr breites Spektrum und es lohnt sich, sich bereits früh zu informieren und zu überlegen, was man möchte und wohin die Reise gehen soll. Denn den richtigen Standort mit dem richtigen Schwerpunkt gibt es für jeden, du musst ihn nur finden! 

 

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10. August 2015

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