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Jura Schwerpunkte: So wählst du den Richtigen!

Die wichtigsten Fragen bei der Wahl des Studien-Schwerpunkts

Der Schwerpunkt ist für viele Jurastudenten zunächst ein Buch mit sieben Siegeln. Je nach Studienordnung steht er nach der Zwischenprüfung, nach den großen Scheinen bzw. sogar erst nach dem ersten Staatsexamen an. Wir haben für dich die wichtigsten Fragen zur Schwerpunktwahl im Jurastudium zusammengefasst.

1. Welche Jura Schwerpunkte gibt es überhaupt?

Das ist je nach Universität unterschiedlich, da diese selbst ihr Schwerpunktangebot bestimmen. Grundsätzlich gibt es in allen drei großen Rechtsgebieten, dem Strafrecht, dem Zivilrecht und dem öffentlichen Recht angebotene Schwerpunkte. Zudem kann es noch sehr spezielle Themen wie Medizinrecht oder IT-Recht geben. Auch sind Nebengebiete wie zum Beispiel Rechtsgeschichte gängige Jura Schwerpunkte.
 

2. Wie wichtig ist die Wahl des Schwerpunktthemas für die zukünftige Karriere?

Für Praktika, das Referendariat oder den ersten Job kann es durchaus ein Vorteil sein, wenn man im Bewerbungsgespräch auf ein Rechtsgebiet verweisen kann, mit dem sich die Kanzlei beschäftigt. Wenn dem aber nicht so ist, sollte das nicht zu schwer wiegen, da gerade Kanzleien häufig den universitären Schwerpunkt herausrechnen und die intensive Beschäftigung mit einem anderen Thema würdigen.

Entscheidender ist es daher, ein Thema zu finden, dass einen wirklich interessiert und für einen machbar erscheint, da man sich ein Jahr lang hauptsächlich damit beschäftigen wird.

3. Wie wichtig ist die Note des Jura Schwerpunkts?

Die Note wird, wie bereits erwähnt, von vielen Kanzleien herausgerechnet, da sie als zu schwer vergleichbar gelten. Dennoch sind sie natürlich eine Bewertung eurer intensiven Arbeit und Beschäftigung mit einem bestimmten Thema.

Zudem darf man nicht unterschätzen, dass der Staat den Schwerpunkt miteinrechnet und es natürlich auch Kanzleien und Firmen gibt, die trotzdem auf die Gesamtnote mit Schwerpunktanteil achten. Die Note ist also wie immer für Jurastudenten entscheidend, auch, wenn sie im Vergleich zu den Noten aus den beiden Staatsexamina, wohl weniger bedeutend ist.
 

4. Welches Niveau wird bei den Schwerpunkten verlangt?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Das ist auch der Grund, weshalb die Noten nicht ganz unumstritten sind. Typischerweise sind Jura Schwerpunkte wie Kartellrecht, Steuerrecht oder Gesellschaftsrecht verhältnismäßig schwierige Jura Schwerpunkte, dennoch liegt der Schwierigkeitsgrad häufig an dem entsprechenden Lehrstuhl und weniger an der Thematik.

Daher sollte man sich vor seiner Wahl unbedingt bei Studenten informieren, die diesen Teil schon an der Uni und möglichst am gleichen Lehrstuhl absolviert haben. Natürlich ist aber auch das nie eine Garantie! Im Zweifelsfall gilt die Regel: Lieber den leichteren Weg wählen!

Im Zweifelsfall gilt die Regel: Lieber den leichteren Weg wählen!

5. Welcher Schwerpunkt ist nun der richtige für mich?

Diese Frage sollte sich jeder sehr genau stellen. Möchte man möglichst viele Punkte haben, sollte man sich hauptsächlich auf die bisherige Benotung von Lehrstühlen konzentrieren. Strebt man dagegen eine Karriere an der Hochschule an, bietet es sich natürlich an, schon in den ersten Kontakt zu möglichen Doktorvätern zu treten und interessante Rechtsgebiete kennenzulernen.

Weißt du dagegen schon genau, was du später als Anwalt machen möchtest, kann es sinnvoll sein, auch einen vermeintlich schwierigeren Jura Schwerpunkt zu wählen und mit einem guten Vorwissen zu punkten.

Gleiss Lutz Hootz Hirsch PartmbB Rechtsanwälte, Steuerberater
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Gleiss Lutz Hootz Hirsch PartmbB Rechtsanwälte, Steuerberater

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