Jura Schwerpunkte: So wählst du den Richtigen!

Die wichtigsten Fragen bei der Wahl des Studien-Schwerpunkts


veröffentlicht am 17.06.2015

 

Der Schwerpunkt ist für viele Jurastudenten zunächst ein Buch mit sieben Siegeln. Je nach Studienordnung steht er nach der Zwischenprüfung, nach den großen Scheinen bzw. sogar erst nach dem ersten Staatsexamen an. Wir haben für dich die wichtigsten Fragen zur Schwerpunktwahl im Jurastudium zusammengefasst.

 

1. Welche Jura Schwerpunkte gibt es überhaupt?

Das ist je nach Universität unterschiedlich, da diese selbst ihr Schwerpunktangebot bestimmen. Grundsätzlich gibt es in allen drei großen Rechtsgebieten, dem Strafrecht, dem Zivilrecht und dem öffentlichen Recht angebotene Schwerpunkte. Zudem kann es noch sehr spezielle Themen wie Medizinrecht oder IT-Recht geben. Auch sind Nebengebiete wie zum Beispiel Rechtsgeschichte gängige Jura Schwerpunkte.

 

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2. Wie wichtig ist die Wahl des Schwerpunktthemas für die zukünftige Karriere?

Für Praktika, das Referendariat oder den ersten Job kann es durchaus ein Vorteil sein, wenn man im Bewerbungsgespräch auf ein Rechtsgebiet verweisen kann, mit dem sich die Kanzlei beschäftigt. Wenn dem aber nicht so ist, sollte das nicht zu schwer wiegen, da gerade Kanzleien häufig den universitären Schwerpunkt herausrechnen und die intensive Beschäftigung mit einem anderen Thema würdigen. Entscheidender ist es daher, ein Thema zu finden, dass einen wirklich interessiert und für einen machbar erscheint, da man sich ein Jahr lang hauptsächlich damit beschäftigen wird.

 

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3. Wie wichtig ist die Note des Jura Schwerpunkts?

Die Note wird, wie bereits erwähnt, von vielen Kanzleien herausgerechnet, da sie als zu schwer vergleichbar gelten. Dennoch sind sie natürlich eine Bewertung eurer intensiven Arbeit und Beschäftigung mit einem bestimmten Thema. Zudem darf man nicht unterschätzen, dass der Staat den Schwerpunkt miteinrechnet und es natürlich auch Kanzleien und Firmen gibt, die trotzdem auf die Gesamtnote mit Schwerpunktanteil achten. Die Note ist also wie immer für Jurastudenten entscheidend, auch, wenn sie im Vergleich zu den Noten aus den beiden Staatsexamina, wohl weniger bedeutend ist.

 

4. Welches Niveau wird bei den Schwerpunkten verlangt?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Das ist auch der Grund, weshalb die Noten nicht ganz unumstritten sind. Typischerweise sind Jura Schwerpunkte wie Kartellrecht, Steuerrecht oder Gesellschaftsrecht verhältnismäßig schwierige Jura Schwerpunkte, dennoch liegt der Schwierigkeitsgrad häufig an dem entsprechenden Lehrstuhl und weniger an der Thematik. Daher sollte man sich vor seiner Wahl unbedingt bei Studenten informieren, die diesen Teil schon an der Uni und möglichst am gleichen Lehrstuhl absolviert haben. Natürlich ist aber auch das nie eine Garantie! Im Zweifelsfall gilt die Regel: Lieber den leichteren Weg wählen!

 

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5. Welcher Schwerpunkt ist nun der richtige für mich?

Diese Frage sollte sich jeder sehr genau stellen. Möchte man möglichst viele Punkte haben, sollte man sich hauptsächlich auf die bisherige Benotung von Lehrstühlen konzentrieren. Strebt man dagegen eine Karriere an der Hochschule an, bietet es sich natürlich an, schon in den ersten Kontakt zu möglichen Doktorvätern zu treten und interessante Rechtsgebiete kennenzulernen. Weißt du dagegen schon genau, was du später als Anwalt machen möchtest, kann es sinnvoll sein, auch einen vermeintlich schwierigeren Jura Schwerpunkt zu wählen und mit einem guten Vorwissen zu punkten.

 

Es ist also unschwer zu erkennen, dass die Wahl des Jura Schwerpunkts kompliziert sein kann und wohl überlegt sein sollte. Wer bald vor der Entscheidung steht, der sollte sich also so gut wie möglich informieren. Eine besondere Möglichkeit hierzu bietet euch die Kanzlei Noerr LLP am 23. Juni ab 18 Uhr an der Universität Passau im Rahmen der Veranstaltung „Praxiserfrischung Passau“! Die erfahrenen und in verschiedenen Rechtsgebieten tätigen Anwälte der Kanzlei Noerr LLP werden dort diese und noch weitere Fragen zum Thema „Wahl des Schwerpunkts“ mit euch besprechen. Dort wird euch auch genau verraten, was euch bei den verschiedensten Schwerpunkten erwartet und welche Relevanz sie in der Praxis haben. Meldet euch jetzt bis spätestens 22. Juni bei Frau Dr. Nathalie Herrmann an. Nach der Veranstaltung wird bei einem erfrischenden Getränk natürlich noch weiter diskutiert und es bietet sich eine super Gelegenheit, die Kanzlei und ihre Mitarbeiter kennenzulernen. 

 


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