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Mündliche Prüfung Jura: Wie bereite ich mich vor?

Studium, Examen & Zusatzqualifikationen

Mündliche Prüfung Jura: Wie bereite ich mich vor?

Tipps zur optimalen Vorbereitung

 

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung, heißt es im juristischen Examen und somit ist die letzte schriftliche Klausur nur der Auftakt zum nächsten Lernmarathon vor dem Referendariat. Nämlich dem für die mündliche Prüfung Jura. Doch wann musst du wirklich anfangen zu lernen und wie solltest du vorgehen, damit du optimal vorbereitet bist? Die Examensvorbereitung ist kein leichtes.

 

Die Ruhe kommt vor dem Sturm 

Es mag manchmal schwer fallen und trotzdem oder gerade deswegen ist es besonders wichtig:

Macht eine Pause nach den Prüfungen! Es wird euch für die Mündliche helfen.

Nach der schriftlichen Prüfung werdet Ihr ausgelaugt sein wie selten zuvor. Mentaler Stress und die nicht zu unterschätzende körperliche Belastung durch die Klausuren setzen euch mehr zu als ihr es vielleicht erwartet. Deswegen ist es ganz wichtig nach der schriftlichen Prüfung erst einmal abzuschalten und Erholung zu betreiben. Das leistet schon einen erheblichen Beitrag zum erfolgreichen Jurastudium und den kommenden Lernmarathon. Wie diese Ruhephase aussieht, ist dabei fast irrelevant und natürlich vom Charakter des Kandidaten abhängig. In den Urlaub fahren, ein paar ruhige Tage zu Hause verbringen, eine Menge Sport treiben, Lesen oder einfach Freunde treffen. All das ist jetzt richtig und wichtig für die Prüflinge. 

Du brauchst eine längere Erholungsphase? Nimm Sie dir, das gilt für alle Kandidaten! Du wirst bereits unruhig im Urlaub und erwischt dich dabei ständig dir zu überlegen, wie du dein Karteikartensystem aufbaust und durchsuchst überregionale Zeitungen nach Presseberichten zu aktuellen Fällen? Versuch dir noch ein bisschen bewusst Erholung zu gönnen und dann ab in die Bib mit dir – die mündliche Prüfung Jura wartet! Eine Absprache mit der Lerngruppe kann hier oft helfen. Die Taktiken zur Vorbereitung auf den Prüfungstag weichen hier jedoch oft auseinander.

 

Wann also heißt es für die mündliche Prüfung Jura: „Back to Business?“

Der Zeitpunkt ab wann man wieder ins Lerngeschehen für die Vorbereitung der mündliche Prüfung Jura einsteigt, hängt in erster Linie vom jeweiligen Zustand des Jurastudenten nach der letzten schriftlichen Prüfung ab aber auch von dem jeweiligen Nachnamen. Denn die mündlichen Prüfungen beginnen bereits eine Woche nach Bekanntgabe der schriftlichen Ergebnisse. Dann heißt es "Antreten von A-Z". Kandidaten mit Anfangsbuchstaben "A" im Nachnamen haben ihren Termin für die mündliche Prüfung somit bereits eine Woche nach Notenbekanntgabe. Diejenigen mit "Z" können noch etwas durchatmen. Je nachdem, wie die Anzahl und die Nachnamen der Kommilitonen sind, und mit der Einberechnung der Durchfallquote, kann man bereits vor Notenbekanntgabe ein wenig abschätzen wann der eigene Termin der mündlichen Prüfung voraussichtlich stattfinden wird. Sollte aber nie zu hoch pokern, lieber auf Nummer sicher gehen und rechtzeitig mit dem Wiederholen und Lernen beginnen.

Ob du erst vor oder nach Bekanntgabe der Noten und nach der Ladung zur mündlichen Prüfung wieder startest, musst du also selbst entscheiden. Hier gibt es keine pauschalen Antworten. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Nur bedenkt dabei immer, dass Lernen auch eine Frage der Übung ist und gerade der Wiedereinstieg in den Lernstroff etwas länger dauern kann. Hier helfen dem Prüfling Hilfsmittel, wie zum Beispiel Karteikarten. Der kurzfristige Leistungsabfall nach den Strapazen der schriftlichen Prüfungen sollte nicht unterschätzt werden. Diesen Leistungsabfall kannst du für die mündliche Prüfung Jura nicht gebrauchen. Der Prüfer bzw. die Prüfungskommission wird solche Unausgeglichenheit leider merken.

 

 

Erste Vorbereitungen

Grundlage für die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung Jura sind wie so häufig die Basics. Diese müssen für das Examen einfach sitzen. Sollten aber im Normalfall auch aufgrund der Vorbereitung auf die schriftlichen Prüfungen sowieso noch im Langzeitgedächtnis vorhanden sein und lediglich noch einmal aufgefrischt werden für das Prüfungsgespräch. Egal ob mit Karteikarten oder wie Ihr am besten lernen könnt.

Darauf aufbauend kommen verschiedene Aufgaben auf die Prüflinge zu. Die erste ist weniger juristischer Natur als menschlicher: 

Die Nervosität muss weg!

Du musst zum Angstgegner werden und eine Lösung hierfür finden. Wer jetzt nicht weiß von welcher Nervosität die Sprache ist, der darf diesen Absatz gerne überspringen. Alle die nicht die Coolness eines Eisblocks besitzen, wissen genau, worum es geht, wenn wir über die mündliche Prüfung Jura sprechen. Natürlich gehört eine Grundaufregung zu jeder Prüfung dazu und die kann uns, wie die Wissenschaft unlängst bewiesen hat, sogar leistungssteigernd zur Hilfe kommen. Sie kann aber auch zur Panik werden und das ist gefährlich. Litten die Vornoten schon unter der Prüfungsangst? Wenn ja, weißt du, woran zu arbeiten ist! Angst vor der Prüfung oder dem Examen ist sehr verbreitet.

 

Connections & Simulationen

Es kann sehr hilfreich sein, bereits Kontakt zu den anderen Mitprüflingen aufzubauen, eventuell sogar mit eben diesen eine Prüfung zu simulieren. Das kann als Angstgegner wirken und Ihr könnt euch vielleicht sogar über die Prüfer und Vornoten austauschen. Auch das kann die Nervosität nehmen und euch Sicherheit geben. Angst oder Scham sind nur kontraproduktiv für den mündlichen Teil im Examen und darüber hinaus auch völlig fehl am Platz! Die meisten kennen das vom Staatsexamen.

Sollten in dem Bundesland, in dem deine Prüfung stattfindet Kurzvorträge gefordert sein, übt natürlich auch diese. Insbesondere hier können bereits geprüfte Kommilitonen extrem hilfreiche Hinweise und Tipps geben.

Dagegen hilft zum einen der Besuch einer mündlichen Prüfung Jura als Zuschauer – hierfür kann man sich beim Prüfungsamt in der Regel anmelden. Das regelmäßige Üben, Simulieren und Lernen von Prüfungssituationen kann auch schon ein ganzes Stück weiterhelfen beim Juraexamen. Hierfür eignet sich eine Lerngruppe, im Optimalfall sogar unterstützt durch jemanden, der bereits die mündliche Prüfung durchlebt hat. Allgemein können einem Gespräche mit Absolventen häufig die Angst nehmen, denn die Anzahl der Katastrophen und Blackouts ist deutlich geringer als geglaubt und positive Erinnerungen an die mündliche Prüfung überwiegen in aller Regel.

Auch solltest du dich rechtzeitig informieren, ob Deine Universität auch Probeprüfungen anbietet. Dort wird die Prüfungssituation von Professoren und Dozenten mit teilnehmenden Kommilitonen im Rücken simuliert. Teilweise wird sogar alles gefilmt, um deine Stärken und Schwächen professionell zu analysieren.

 

Informiert bleiben!

Im zweiten Schritt heißt es unbedingt up-to-date bleiben. Aktuelle Fälle müssen bekannt sein, jüngste Urteile bzw. zumindest die höchstrichterlichen Urteile sollten zumindest in Grundzügen nachvollzogen werden. Auch politische Fragen insbesondere zur Gesetzgebung sollten keine bösen Überraschungen in der mündlichen Prüfung Jura darstellen. Du musst hier das Juraexamen aus Sicht des Prüfers betrachten.

Es ist wichtig, das aktuelle Tagesgeschehen zu verfolgen. Gern fragen Prüfer auch einmal nach dem aktuellen Landesjustizminister oder wo bestimmte oberste Gerichte (z.B. das BAG) ansässig sind. Dabei hilft natürlich das Internet und Fernsehen, aber viele Professoren empfehlen, was im gesamten Studium gilt, die tägliche Lektüre einer Tageszeitung. Da ja das studentische Budget knapp ist, kann TalentRocket hier Abhilfe schaffen:


Registriere dich einfach für das kostenlose 12-monatige FAZ/ FAS Abo (endet automatisch). Damit wirst Du nie peinlich erwischt, weil Du nicht weißt, wer beispielsweise Winfried Bausback ist ;).


Dazwischen sollte immer wieder bereits Gelerntes wiederholt werden. Erstens gibt es ein Gefühl der Sicherheit Bekanntes wieder aufzugreifen und zweitens kann so nichts völlig untergehen und vergessen werden. Die mündliche Prüfung Jura hat viele Aspekte und der Prüfling muss auf viele Eventualitäten achten.

Wenn es dann soweit ist, die Ladung für die mündliche Prüfung Jura im Briefkasten liegt und die Prüfer und Prüflinge bekannt sind, dann geht es in die richtig heiße Phase. Besorgt euch umgehend Prüfungsprotokolle von euren Prüfern, wenn es möglich ist, versucht sogar noch eine Prüfung von Ihnen zu besuchen. Prüfungsprotokolle für die mündliche Prüfung Jura findet ihr zum Beispiel bei eurer Fachschaft oder online.

Je nach Anbieter gibt es diese Protokolle eines anderen Prüfers umsonst, gegen Zahlung oder gegen ein Pfand, bis ihr ein eigenes Protokoll zur Verfügung stellt. Ein absoluter Kardinalfehler im Bereich mündliche Prüfung Jura wäre es aber, sich nur auf die in den Protokollen auftauchenden Themengebiete zu beschränken. Sie geben natürlich eine Richtung für die Kandidaten vor und sind mehr als nur Anhaltspunkte, es gibt jedoch keinerlei Garantie, dass sich Prüfer wie in vorangegangenen Prüfungen verhalten!

 

Die richtige Vorbereitung auf die mündliche Prüfung Jura ist also mitnichten ein Hexenwerk. Einfach ein paar Karteikarten schreiben und auswendig lernen ist keine Option. Sie ist vielmehr eine Frage guter Planung und sinnvoller Zeiteinteilung. Habt nicht zu viel Angst, denn die ist meistens unbegründet, aber habt den nötigen Respekt um euch optimal vorzubereiten. Wer sich an den genannten Punkten festhält und einen entsprechenden Plan bis zur mündlichen Prüfung Jura entwickelt und durchzieht, dem kann kaum noch etwas überraschen und was dich dann doch überrascht, dass überrascht alle und wird auch dementsprechend bewertet!


Tags: #Studium  #Universität


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19. Mai 2017


Finn Holzky

Autor:

Finn Holzky

Schreibt neben seinem Jurastudium seit 2 Jahren für TalentRocket und hat gerade sein 1. Staatsexamen in Göttingen hinter sich gebracht.

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