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Examensvorbereitung mit allen Sinnen - Onlineanbieter!

Jura hören, schreiben, wiederholen und beantworten?? Lass dich inspirieren...


verfasst von Maryam Kamil Abdulsalam und veröffentlicht am 22.08.2018

 

Das Jurastudium an sich ist nicht für jeden Lerntyp geeignet. Aus lernpsychologischer Sicht gibt es 4 unterschiedliche Lerntypen: Dabei unterscheidet man zwischen dem visuellen, auditiven und haptischen (oder auch kinästhetischen) und dem kommunikativen Lerntyp. Die theoretische Einteilung dient nicht nur wissenschaftlichen Zwecken. Auch Studenten können sich diese Erkenntnisse zu Nutze machen.

 

Wer den eigenen Lerntyp kennt, kann sich seine Lernmaterialen entsprechend aufbereiten und lernt effektiver. Niemand ist bloß nur der eine oder der andere Typ, häufige Kombinationen sind visuelle-kommunikative Typen oder auch auditiv-kommunikative Typen, sodass eine Kombination unterschiedlicher Lernstrategien am effektivsten wirkt.

 

Die vier Lerntypen im Überblick

  • Wer sich eher dem visuellen Lerntyp zuordnet, muss Dinge, Sachverhalte und Probleme sehen. Bloßes Zuhören in der Vorlesung haben für ihn kaum Mehrwert. Bereits das anschließende Visualisieren von Zusammenhängen kann schon eine erhebliche Lernsteigerung bringen. Lesen, Infografiken, Diagramme, Bilder und Videos oder Visualisierungen jeglicher Art sind für diesen Lerntyp die Luft zum Atmen.
  • Für den auditiven Lerntyp ist das Jurastudium ein einziger Traum: Vorlesungen reichen aus, um komplexe Sachverhalte zu verstehen und auch zu behalten. Der auditive Lerntyp kann über lange Strecken aufmerksam zuhören, braucht kaum Notizen und formuliert Sätze im Kopf erst genau aus, bevor er sie endgültig zu Papier bringt.
  • Haptische Lerntypen wird man im Jurastudium eher selten antreffen. Wenn, dann werden sie wahrscheinlich überfordert sein mit dem Lernstoff. Nicht weil sie intellektuell nicht mithalten können, sondern weil sich der Lernstoff schwer ertasten, erfühlen oder einfach ausprobieren lässt.
  • Wer am liebsten kommunikativ lernt, für den sind AGs, Seminare und Lerngruppen besonders sinnvoll. Diskussionen und Lerngespräche bringen diesem Lerntyp genau den Lernerfolg, den sie benötigen.

 

Alternative Lernstrategien für unterschiedliche Lerntypen

Während in der typischen Univeranstaltung - Vorlesung, Seminar und AG - hauptsächlich auditive und visuelle Lerntypen angesprochen werden, versuchen Onlineanbieter mit unterschiedlichen Lernkonzepten möglichst viele Studenten auf unterschiedlichen Wegen anszusprechen.

econtrario spricht seine User zwar nicht unbedingt auf unterschiedlichen Lernwegen an, nutzt aber die Macht der Wiederholung. Die Plattform bietet die Möglichkeit eigene Karteikarten zu erstellen und sich dabei geplant abfragen zu lassen. Der User kann angeben, wie intensiv er abgefragt werden möchte und bestimmt durch sein eigenes Lernverhalten die Lernintervalle der App. Auf der Plattform können nicht nur die eigenen Karteikarten genutzt werden, sondern auch die der anderen User. So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl und ein deutlich größerer Pool an möglichen Lerninhalten. Die Karteikarten gehen natürlich weit über bloße Definitionen hinaus: Aufbauschemata, Probleme und Streitstände, sowie kleine Übungsfälle, die bestimmte Probleme aufbereiten. Für visuelle Lerner, die eine Alternative zu herkömmlichen Karteikarten suchen und sich das Aufschreiben sparen wollen, kann econtrario sehr nützlich sein. Auch über das Studium hinaus: Die Inhalte erstrecken sich auch auf alle Gebiete, die für das Referendariat notwendig sind.

Nach einem sehr ähnlichen Prinzip arbeitet auch Repetico. Wie es der Name schon sagt. Auch hier wird auch die Wirkung der regelmäßigen Wiederholung gesetzt.  

Juracademy ist schon etwas breiter aufgestellt: Mit dem Anspruch ein vollumfassendes Repetitorium zu ersetzen, geht Juracadmy mit Lernvideos, Podcasts, Skripten und Lernkontrollfragen ins Rennen. Dabei werden visuelle und auditive Lernstrategien miteinander kombiniert und über sich wiederholende Lernfragen Wissen verfestigt und gesichert. Ergänzend können Übungsfälle und Klausuren von den Usern geschrieben und eingereicht werden. Diese Lernplattform arbeitet mit einem Lernkonzept, das sich in den folgenden Schlagwörtern zusammen fassen lässt: Lernen - Verstehen - Vertiefen - Testen - Wiederholen - Anwenden - Auffrischen - Up to Date.

Jura-online erhebt den gleichen Anspruch, als alleiniges Repetitorium auszureichen. Hier werden die Lerninhalte hauptsächlich über Lernvideos vermittelt. Gedreht werden diese Videos mit erfahrenen Repetitoren und begleitet wird die gesprochene Wissensvermittlung von visueller Aufbereitung des Stoffes. Nicht Texte werden wiedergegeben, sondern Inhalte schematisch und systematisch gegliedert. Hinzu kommen Lernfragen, die alle richtig beantwortet werden müssen, damit das folgende Lernvideo freigeschaltet wird. Daran lässt sich auch der aufgezeichnete Lernerfolg des Users nutzen. Auch hier werden Intervallwiederholungen zur Verfestigung eingesetzt. Wer noch nicht genug hat, kann sich noch die Übungsfälle zu Gemüte führen, denn auch hier wird zweigleisig gefahren: Die Fälle können zunächst schriftlich gelöst und von einem Korrektur bewertet werden und anschließend kann die Lösung durch ein Video erarbeitet werden.

basiskarten.de stellt mit dem System Anki ein Karteikatenprogramm zur Verfügung, mit dem der Lernstoff effektiv wiederholt wird und so mit minimalsten Einsatz ein größtmögliches Ergebnis erzielt werden kann. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel: Lerntipps für 2 VB! - Thomas im Interview
 

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Podcasts

Wer grundsätzlich Anhänger des traditionellen Lernens ist, aber am Ende des Tages nach mehreren Stunden über Lehrbüchern, Skripten und Karteikarten nicht mehr lesen kann und will, kann sich zum abendlichen Joggen einen ergänzenden Podcast ins Ohr stecken.

Mit über 1500 Einzelbeiträgen ist der NJW Podcast wohl der umfangreichste Anbieter. Aktuelle Entscheidungen oder wichtige Beiträge der NJW werden akustisch aufbereitet und dem Hörer vermittelt. Großer Pluspunkt dieses Podcasts: Es wirken absolute Profis daran mit und die Inhalte sind hundertprozentig verlässlich. Nachteil jedoch ist, dass sich dieses Angebot nicht an Examensbedarfs, sondern aktuellem wissenschaftlichen Interesse orientiert. Leider wurde dieser Dienst nach 3 Jahren eingestellt, die mehr als 15000 Folgen sind jedoch noch immer verfügbar.

Der kleine Bruder dieses Projekts nennt sich Juracast: 3 Examenskandidaten besprechen aktuelle Examensfälle und bereite diese exakt für die Bedürfnisse von Examenskandidaten auf: Einleitung, Sachverhaltsdarstellung, Entscheidung und kurze Zusammenfassung der examensrelevanten Aspekte. Schließlich muss das ganze ja in 15 Minuten passen. Das relativ junge Projekt wird von Studenten aus Kiel betrieben und kann als Ersatz für stures Lesen von Rechtsprechungsliteratur eingesetzt werden.

 

Jura lässt sich nicht anfassen. Aber es lässt sich mit Hilfe von ergänzenden Lernmethoden hören, lesen, schreiben, wiederholen und beantworten. In einer Kombination mit den klassischen Lernmethoden und einer Lerngruppe zum gegenseitigen Erklären und Diskutieren, können beinahe alle Lerntypen angesprochen und versorgt werden.  

 


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Über den Autor

Maryam Kamil Abdulsalam

Hat im vergangenen Jahr ihr 1.Staatsexamen abgelegt. War bereits tätig als studentische Hilfskraft an der Uni Bonn am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Bonner Kanzlei. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Öffentliches Rech an der Uni Bonn.

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