Jura Repetitorien im Vergleich

Welches Rep ist das richtige für mich?


veröffentlicht am 24.06.2015


Das Staatsexamen rückt immer näher und nach einigen durchlernten Nächten steht fest: Ein Repetitorium muss her! Aber welches? Was gibt es für Unterschiede bei den Jura Repetitorien? Welche Kurse gibt es in meiner Stadt? Was sind Vor- und Nachteile? TalentRocket hat einige interessante Fakten zusammengestellt, um euch einen Überblick über die privaten Jura Reps zu verschaffen.

 

1. Braucht man ein Repetitorium?

Laut verschiedensten Quellen besuchen ca. 90 Prozent der Jurastudenten einen Repetitor zur Vorbereitung des 1. Staatsexamens. Universitäten bieten oft selbst Kurse an; diese werden von vielen Studenten aber eher als Ergänzung genutzt. Durch die gelehrte Theorie sammelt sich im Studium einiges an Papier und Lernstoff an. Die praktische Anwendung, wie sie im Examen erwartet wird, kommt jedoch leider oft zu kurz. Die Prüfung ohne Jura Repetitorium zu bestehen ist keinesfalls unmöglich, setzt aber einen hohen Grad an Selbstdisziplin und Organisation voraus.

 

2. Welche (privaten) Repetitorien gibt es?

  Kosten Orte Sonstiges
Alpmann Schmidt 155-160 € monatl. Augsburg, Bayreuth, Bremen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Berlin, Düsseldorf, Essen, Erfurt, Erlangen, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Freiburg, Gießen, Göttingen, Greifswald, Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Jena, Kiel Köln, Konstanz, Leipzig, Mainz, Marburg, München, Münster, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Passau, Potsdam, Regensburg, Saarbrücken, Stuttgart, Trier, Tübingen, Würzburg Ca. 9 Stunden pro Woche, keine Kostenangabe in einigen Städten
Hemmer 120-175 € monatl. Augsburg, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Freiburg, Gießen, Greifswald, Göttingen, Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Jena, Kiel, Konstanz, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, Marburg, München, Münster, Osnabrück, Passau, Regensburg, Saarbrücken, Trier, Tübingen, Würzburg 6 – 10 Stunden pro Woche, Teilnehmerzahl abhängig von Nachfrage
JuraIntensiv

Ca. 2.040 € für 12 Monate (1. Staatsexamen)

960-1.140 € für 12 Monate (2. Staatsexamen)

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Gießen, Halle, Hamburg, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Mainz, Mannheim, Marburg, München, Münster, Potsdam, Saarbrücken 9 Stunden pro Woche, unterschiedliche Teilnehmerzahl je Stadt
Kiss Akademie Vollkurs: 1.750 € Hamburg, Berlin, Göttingen, Münster, Köln 6 Stunden pro Woche, ehemalige Kooperationspartner von Alpmann Schmidt, dann BeckAkademie (C.H.Beck Verlag)
Akademie Kraatz 1.485-1.788 € für 11 Monate (1. Staatsexamen) Berlin, Bochum, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Frankfurt (Oder), Gießen, Göttingen, Greifswald, Halle, Hamburg, Jena, Leipzig, Marburg, Münster, Potsdam

8 Stunden pro Woche, 25 Studenten pro Kurs, (1. Staatsexamen); Einzelunterricht (2. Staatsexamen); Preise abhängig von Stadt und Gruppengröße

*auf Grund der zahlreichen Anbieter haben wir hier nur die bekanntesten Repetitorien aufgeführt

TalentRocket Tipp:

Die meisten Repetitorien bieten zudem deutlich günstigere Crashkurse an, außerdem erhält man bei einigen Kursen einen „Frühbucherrabatt“.

Großkanzlei
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3. Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Zu den unschlagbaren Vorteilen zählt das Übungsmaterial, das man von den jeweiligen Repetitorien zur Verfügung gestellt bekommt. Eine solch relevante Stoffsammlung in Form von Fällen, Lösungsskizzen, Skripten, etc. bekommt kein Student an einer Universität.
  • Zudem ist der Praxisbezug bei den meisten Repetitoren recht hoch, da die Dozenten keine lehrenden Professoren von den Hochschulen sind, sondern meist Rechtsanwälte oder andere Juristen, die nebenher beruflich tätig sind.
  • Des Weiteren ist die Gruppe, in der der prüfungsrelevante Stoff durchgenommen wird, oft ein wenig kleiner als die gut besuchten Vorlesungen (abhängig von der Nachfrage). Die Aufmerksamkeit erhöht sich und Gelerntes bleibt länger im Gedächtnis.
  • Außerdem kann man frühzeitig planen, da in einem vorgegebenen Zeitraum der komplette Stoff gelehrt wird, notfalls auch mit Nachholterminen (Man zahlt schließlich dafür!).

 

Nachteile:

  • Der größte Nachteil sind definitiv die Kosten. Juristische Repetitorien sind leider nicht billig und für den Geldbeutel höchst unattraktiv. Wer nicht das Glück hat vom Elternhaus unterstützt zu werden, muss sicherlich mit einigen Nebenjobs rechnen.
  • Ein weiterer Nachteil ist die zeitliche Bindung. Die Kurse finden mit einigen Ausnahmen (Winterferien, Feiertage) mehrere Male in der Woche statt. Das bedeutet, dass bei Urlaub und Krankheitsausfall viel Stoff verpasst wird.

 

Um die Staatsexamina zu bestehen, ist ein Jura Repetitorium keine Voraussetzung. Eine Alternative zu den ortsgebundenen Kursen stellen einige Onlineanbieter wie zum Beispiel lecturio.de zur Verfügung. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Repetitorien, die mittlerweile von fast jeder Universität umsonst angeboten werden.

Falls man sich gegen ein privates Repetitorium entscheidet, spart man immerhin einiges an Geld. Genaue Zahlen über den Geldfluss innerhalb des Repetitoriums gibt es nämlich offiziell nicht. Als Antwort auf die Frage seines Verdienstes sagte ein Repetitor eines großen Anbieters nur, dass er auch in einer Großkanzlei hätte anfangen können.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/repetitorien-fuer-jurastudenten-recht-verschlossen-1642387-p2.html

 

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