LL.M. – Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten

Alles Wissenswerte zu dieser finanziellen Herausforderung....


veröffentlicht am 01.07.2015

 

Der LL.M. erfreut sich mittlerweile so großer Beliebtheit, dass sich für viele Studierende nicht einmal mehr die Frage des „Ob“ stellt, sondern nur noch die Fragen „Wann?“, „Wo?“ und vor allem „Wie?“. Denn der LL.M. stellt in Sachen Kosten und Finanzierung eine große Herausforderung dar. Wir haben für euch die wichtigsten Punkte zu Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten des LL.M. zusammengefasst.

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Was kostet ein LL.M.?

Diese Frage lässt sich so pauschal natürlich nicht beantworten. Entscheidend ist dabei, in welchem Land, an welcher Universität und für welchen Zeitraum ihr euren LL.M. machen wollt. Dazu kommen natürlich noch die Miete und andere Lebenshaltungskosten, die von Student zu Student und von Stadt zu Stadt variieren.

 

Kostenfaktor USA

Für viele Studierende ist häufig ein LL.M. in den USA das A und O. Das ist auch verständlich, da dort die meisten Elite-Universitäten sitzen und die USA als Auslandsziel natürlich noch einmal einen ganz anderen Charakter haben, als bspw. ein Ziel in der EU. Leider ist ein LL.M. in den USA aber auch die absolut teuerste Variante. Das liegt in erster Linie an den teilweise gigantischen Studiengebühren der Universitäten. Nur als kleines Beispiel: Wer seinen LL.M in einem Jahr in Harvard, Yale oder an der NYU in New York machen will, zahlt allein für Studiengebühren zwischen 35.000 und 42.000 $. So kann ein LL.M. in den USA je nach Universität und Lebensstil 50.000 Euro aufwärts kosten.

 

„Sparvariante“ England

Wer nicht auf Elite-Universitäten und die englische Sprache verzichten, aber die hohen Studiengebühren meiden möchte oder muss, der findet in Großbritannien unter Umständen eine kostengünstige Alternative. Dort sind die Studiengebühren gesetzlich gedeckelt. So zahlt man als LL.M.-Student an der University of Cambridge noch knapp unter 10.000 Euro. Dies gilt jedoch nur für LL.M.-Studenten, die nur ein Jahr Zeit benötigen, da für ausländische Studierende das erste Jahr „zum halben Preis“ ist. Andere Universitäten in England sind natürlich noch weitaus günstiger! Weitere Vorteile, die ein Studium in England mit sich bringt, ist der geringere Aufwand, was Reisevorbereitungen angeht. Das spart natürlich ebenfalls Kosten. Wer zudem zwischendurch einmal nach Hause möchte, der kommt mit ein bisschen Geschick beim Buchen für 50 – 100 Euro für ein Wochenende nach Deutschland hin und zurück. Alles in allem kostet ein LL.M. in Großbritannien im Durchschnitt nur ungefähr die Hälfte eines LL.M. in den USA.

 

 

Peter A. Allard School of Law - University of British Columbia (UBC) - Faculty of Law

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Auch andere „Exoten“ bieten Optionen

Es gibt natürlich noch viele andere Optionen. Beliebt ist beispielsweise Neuseeland. Hier sind die Studiengebühren mit durchschnittlich ca. 4.000 Euro ebenfalls erschwinglicher und das Land hat natürlich auch neben dem Studium viel zu bieten. Finanziell ins Gewicht fallen hier jedoch die Flüge und der dort recht teure Lebensunterhalt.

 

Wie kann ich einen LL.M. finanzieren?

Egal, wo man den LL.M. macht, er kostet Geld. Geld, das Studierende oft nicht haben. Dennoch gibt es auch verschiedene Möglichkeiten seinen LL.M. zu finanzieren.

Die erste Option ist wohl die Finanzierung aus eigenen Mitteln. Wer die Kosten für einen LL.M. selber stemmen kann, ist natürlich in der besten Position. Oft macht auch eine gemischte Finanzierung aus eigenen und aus Fremdmitteln Sinn!

Interessant für Studenten sind natürlich immer Stipendien. Vollstipendien sind im Rahmen eines LL.M. allerdings sehr schwer bis gar nicht zu bekommen, da hier außergewöhnlich hohe Anforderungen gestellt werden. Selbst ein sehr gutes Prädikatsexamen reicht da noch lange nicht aus. Relevanter sind Teilstipendien, die sich an den Studiengebühren beteiligen oder ein monatliches Taschengeld auszahlen. Wer sich ein Stipendium erhofft der sollte bereits mindestens ein Jahr im Vorfeld beginnen, sich zu informieren und zu bewerben. Zu erwähnen sind hier insbesondere die Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Weitere private und öffentliche Stipendien lassen sich mit einer kurzen Recherche im Internet ausfindig machen. 

Eine weitere Option ist die Finanzierung auf Kredit. Wer kein oder zu wenig eigenes Geld hat und auch kein Glück bei der Bewerbung für ein Stipendium hatte, der kann auf Bildungskredite der Banken und Sparkassen zurückgreifen. Hier werden individuelle und günstige Lösungen für Studierende gesucht und gefunden. Eine persönliche Beratung sollte daher immer aufgesucht werden.

Es gibt natürlich noch weitere Finanzierungsmöglichkeiten, die sich jedem individuell eröffnen können, wie beispielsweise Bezuschussungen durch die Kirchen oder bei späteren LL.M.-Vorhaben auch die Finanzierung durch den Arbeitgeber. Jeder sollte daher seine persönlichen Möglichkeiten noch einmal genau ausloten.

 

Wer sich also für einen LL.M. interessiert, der sollte sich nicht immer von den hohen Kosten abschrecken lassen. Es gibt oft Mittel und Wege, um einen LL.M. zu stemmen und für viele zahlt sich ein LL.M. später auch finanziell gut aus!

 


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