Ohren auf fürs Examen – besser lernen mit dem Jura Podcast

Examensvorbereitung mit Spaß-Faktor


veröffentlicht am 24.07.2019

 

Wenn man den Begriff „Jura“ bei Spotify eingibt, so stößt man auf das Bild eines jungen Mannes in einem mit Eisbären bedruckten schwarzen Onesie. Lächelnd hebt er ein volles Glas. Will Spotify uns nun Getränke verkaufen? „Das Bild war im wahrsten Sinne eine Schnapsidee“, sagt Vincent. Er ist der Mann mit dem Glas. „Ich habe das Titelfoto mit zwei Freundinnen zusammen gemacht. Wir haben allerhand Outfits ausprobiert, auch Anzug oder Hemd – aber dabei kam absolut nicht rüber, was ich eigentlich mit dem Podcast erreichen will.“ Was genau das ist, warum Vincent seinen Podcast gestartet hat und warum sich das Einschalten für dich lohnt – das soll Thema dieses Artikels sein.

 

Die Fakten zum Podcast

Zur Person: Vincent Hofmann, 24 Jahre alt, ist Student im achten Semester in Frankfurt am Main, im Nebenjob Flugbegleiter. Er wird im Oktober sein Examen schreiben und bereitet sich darauf, nach eigener Aussage mehr oder weniger intensiv, seit August 2018 vor.

Zum Podcast: Seit dem 17. Februar 2019 erscheint jede Woche sonntags früh fast überall, wo es Podcasts gibt, eine Folge von „Der Jura Podcast: Wer will was von wem woraus?“. Thema wird, was relevant für das erste Examen ist: „Einen genauen Plan, welche Themen ich wann behandele, habe ich nicht. Ich versuche eine gute Balance zwischen den Rechtsgebieten zu behalten und bringe dann Themen in den Podcast, die ich gerade in meiner eigenen Examensvorbereitung behandele. Wenn das Thema also für das Examen doch nicht relevant sein sollte, gehen wir alle zusammen unter (lacht)“. Die Themen werden in den meisten Folgen anhand eines Falles behandelt, der dann im „Gutachten“ bearbeitet wird. Dabei sind die Fälle kurz genug, um sie auch beim einmaligen Hören zu verstehen.

 


Jura hinter den Kulissen:

So entsteht eine juristische Fachzeitschrift


 

Warum du reinhören solltest

Podcasts gibt es zu unzählig vielen Themen, das Angebot wird jeden Tag größer. Was kann dieses Format, was andere nicht können? Und welche Vorteile bietet es für Jurastudenten?

„Beim Sport, beim Aufräumen, in der vollen Bahn: Dabei kannst du einfach kein Buch halten, geschweige denn dich darauf konzentrieren. Und manchmal hat man auch einfach keine Lust, in einem Lehrbuch zu blättern, auch wenn man eigentlich müsste. Und genau in diesen ganzen Situationen wird ein Podcast sinnvoll: Solange du dein Handy dabei hast, kannst du dir überall und jederzeit etwas über Jura erklären lassen – auch wenn du eigentlich gar keine Lust aufs Lernen hast.“

 

Die Idee zu seinem eigenen Podcast kam Vincent, als er nach einer Lernhilfe in Form eines Podcasts suchte und nicht fand.

 

Hier kannst du ohne Login reinhören 

 

„Die Fülle an Stoff bei Jura zwingt einen, ständig zu wiederholen. Anders vergisst man das viele Wissen zu schnell. Und genau um diesem Vergessen vorzubeugen, habe ich nach einem Podcast für Jurastudierende gesucht, den ich beim Sport hören kann. Dabei bin ich auf den wunderbaren Podcast vom Kommilitonen Cenk aus Kiel gestoßen. Da der aber leider seit fast einem Jahr keine Folgen mehr veröffentlicht, war ich sehr schnell durch mit dem Angebot. Und dann dachte ich mir: Gut, mache ich es halt selbst. Ich habe mir ein Mikro besorgt, mich in die Aufnahmesoftware eingearbeitet und angefangen, aufzunehmen. Auf die erste Folge bin ich immer noch sehr stolz.“

 


Mehr Tipps zur erfolgreichen Examensvorbereitung findest du in diesen Artikeln:


 

Seitdem sind 5 Monate vergangen und über 20 Folgen von „Wer will was von wem woraus“ sind abrufbar. Dabei lief bei den Aufnahmen nicht immer alles glatt: „Ich nehme meine Folgen meistens an meinem Lernplatz in der Küche auf.

 

Als ich gerade mit einer Folge beschäftigt war, ist ein Vogel mit voller Wucht gegen meine Balkontür geflogen. Das ist auch auf der Aufnahme gut zu hören. Dem Tier ist zum Glück nichts passiert und es ist gleich wieder abgedreht. Ich musste daraufhin lachen und habe ohne Pause weiter aufgenommen.

 

Als eine Freundin sich die Folge angehört hat, sagte sie nur zu mir: „Du bist herzlos und gemein. Der arme Vogel.“ Da fiel mir erst auf: Ich klinge wirklich böse, wenn man nicht sehen kann, dass dem Vogel nichts passiert ist. Diese Info habe ich dann nachträglich noch in die Aufnahme eingefügt.“

Dabei gab es auch (unfreiwillig) herzliche Momente: „An einem Tag war ich während der Aufnahme total frustriert, nichts wollte so richtig klappen. Da bin ich aufgestanden, habe die Küche aufgeräumt und dabei aus vollem Herzen „Cordula Grün“ von Josh gesungen. Als ich die Aufnahme danach weitermachen wollte, habe ich gemerkt, dass ich diese nie gestoppt hatte. Was ich mir dann angehört habe, hat mich doch sehr zum Schmunzeln gebracht und meine Laune enorm gesteigert. Veröffentlichen würde ich das aber trotzdem nicht (lacht).“

 


Du suchst nach mehr alternativen Möglichkeiten für die Examensvorbereitung?

Hier geht es zum Artikel über Examensvorbereitung mit allen Sinnen!


 

Warum Vincent das macht

Pro Folge braucht Vincent 4-6 Stunden. Viel Zeit, die gerade in der Examensvorbereitung kostbar sein kann. „Ich lerne selbst richtig gut bei der Aufnahme. Außerdem hilft mir der feste Veröffentlichungstermin, mich mit Jura zu beschäftigen.

 

Dass andere Studierende von meiner Arbeit profitieren, sobald ich sie hochlade– das motiviert mich sehr.

 

Vor allem die Zuschriften von Kommilitonen und Kommilitoninnen freuen mich sehr. Eine Hörerin hat mir mal eine Nachricht geschrieben und gesagt, dass sie sich gerade auf das zweite Staatsexamen vorbereitet und meinen Podcast zur Wiederholung im materiellen Recht nutzt. Dass jemand, die viel mehr Ahnung von Jura hat als ich, sich den Podcast anhört: Da war ich doch sehr positiv überrascht.“

 

Warum am Ende alles Spaß machen muss

Das Jura-Studium steht wegen seines einzigartigen Aufbaus nicht selten in der Kritik: Die Freiheiten des Grundstudiums rächen sich mit der knallharten Examensprüfung, die am Ende über den weiteren Lebensweg entscheiden kann. Dies setzt viele Studierenden unter enormen Druck. „Wir alle haben mindestens Respekt vor dem Examen. Das schlechte Gewissen, nicht genug zu tun ist allgegenwärtig.

 

Wenn man sich mit Kommilitonen unterhält, bekommt man oft das Gefühl: Fast alle machen mehr als man selbst. Das stresst natürlich zusätzlich.

 

Ich versuche in meinem Podcast, diese negativen Gefühle etwas abzudämpfen und auch ehrlich meine Phasen fehlender Motivation zu kommunizieren. Deswegen habe ich mich auch für das Titelbild entschieden. Es soll sagen: Das Studium ist hart und die Examensprüfungen sind wichtig. Aber wenn wir das jetzt schon durchziehen müssen, dann können wir auch etwas Spaß dabei haben. Wenn man beim Hören von „Wer will was von wem woraus?“ dieses Gefühl bekommt und dann noch etwas dabei lernt, dann bin ich sehr zufrieden.“

 

Den Lernstress etwas lockerer sehen und jede Woche etwas Neues für dein Examen lernen: Wenn du jetzt Lust bekommen hast, „Der Jura Podcast: Wer will was von wem woraus?“ zu hören, dann kannst du dir alle Folgen ganz einfach über folgende Links anhören:

Hier geht es zum Podcast auf Spotify

Hier kommst du zu iTunes

 


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