Klischees Juristen Fachbereiche - TalentRocket

Verfasst von Hüveyda Asenger

Vorurteile Juristen: Stereotypen & Top 10 Klischees

Wie ticken Juristen – und was ist dran an den Vorurteilen?

Klischees über Juristen gibt es viele, doch welche gibt es über die einzelnen Fachbereiche und vor allem – entsprechen sie auch der Wahrheit oder handelt es sich um bloße Übertreibungen? Im Folgenden ein Überblick über die Stereotypen, die es über die Vertreter der jeweiligen Fachbereiche gibt und die top 10 Klischees über Juristen.

 

Klischees über Juristen gibt es im Allgemeinen wie Sand am Meer. Juristen seien schlechte Partygänger, arrogante Snobs und geräuschempfindliche Gesellen. Doch wie sieht es unter den Juristen selbst mit den Klischees und Stereotypen aus? In den ersten Semestern des Jurastudiums ergibt sich schnell eine Kategorisierung und eine Welle von Zuschreibungen über andere Fachbereiche. Es werden Klischees über die jeweiligen Repräsentanten der Fachbereiche verbreitet, die sich schon seit Generationen in der Juristerei hartnäckig halten.
Ob diese wirklich stimmen, nur teilweise zutreffen oder gar nicht der Wahrheit entsprechen, muss jeder an seinem eigenen Fachbereich und im Arbeitsleben selbst herausfinden.

 

Stereotyp 1: Die Zivilrechtler

Gut gekleidet und sehr abgehoben – so werden sie oft beschrieben. Die Kleidung ist nicht nur ordentlich, sondern auch hochpreisig, dafür aber aalglatt und langweilig. Sehr früh möchten sich Zivilrechtler optisch und persönlich der zukünftigen Tätigkeit in der Großkanzlei anpassen und sich so von den entspannten Studierenden bewusst abgrenzen. Dass man im Studium auch legere Kleidung tragen kann, ist irrelevant. Wer dazu gehören will, muss sofort anfangen. Und am besten gelingt eine äußere Abgrenzung durch Kleidung.

Es wird gemunkelt, dass sich Zivilrechtler verschiedene Wege suchen, um sich so früh wie möglich an den Lebensstil der Großkanzlei zu gewöhnen. Hierfür orientieren sich – so beschreiben es einige – die meisten an ihrem ultimativen Vorbild Harvey Spector der Serie Suits. Auch wenn die Serie nach einem anstrengenden Tag als gut verdiente Lernpause konsumiert wird, endet es nie in einem Binge-Watching.

Denn schon früh am Morgen müssen Zivilrechtler fit sein. Leistung ist alles! Sie kaufen sich Coffee-To-Go in (umweltschädlichen) Plastikbechern, um sie hastig in der Bahn auszutrinken. Die morgendliche Effektivität und Leistung ist in diesem Moment einfach wichtiger als irgendwelche Umweltbelange. Um die können sich schließlich Öff-Rechtler kümmern.

„Der typische Zivilrechtler läuft mit Polohemd und frisch geputzten Lackschuhen um Punkt 8 Uhr durch das juristische Seminar, um sich den besten Platz zu suchen“, beschreibt Julia, die in Münster Jura studiert, den typischen Zivilrechtler. „Dort verweilt er kopfschüttelnd über den neuesten Verbraucherschutzvorschriften, bis die ersten bösen Blicke zu den Erstis mit lauten Laptops huschen. Gefolgt von zahlreichen ‚Pschts´ geht er meist doch genervt in sein Büro, um zwischen Gleichgesinnten weiter arbeiten zu können.“  

Zu der Frage, ob die Vorstellung von einem Zivilrechtler auch auf solche in der Realität zutrifft, sagt Julia, dass dies teilweise der Fall sei. Sowohl bei Kommilitonen als auch bei einigen Profs.

Zivilrechtler sind leidenschaftliche Verfechter ihres Fachs. Das BGB sei durch die Anwendung purer Logik zu entschlüsseln. Über die seitenweise „Laberei“ der Öff-Rechler lachen sie spöttisch. Ebenso über das pure Auswendiglernen der Strafrechtler. Mit anderen Fachbereichen tauschen sie sich selten aus - man meidet sich.
 

Die Großkanzlei ruft auch nach dir?

Informiere dich hier über potenzielle Arbeitgeber

→ Alle Großkanzleien auf einen Blick

Stereotyp 2: Die Öff-Rechtler

Engagiert, idealistisch und grün (sowie vegan). Öff-Rechtler legen wie Zivilrechtler Wert auf Kleidung. Sie muss jedoch nicht optisch in positiver Weise in Erscheinung treten. Wichtig ist, dass sie ökologisch abbaubar ist und ordnungsgemäß produziert wurde.

Über die Zivilrechtler mit ihren Coffee-to-go Bechern können sie nur den Kopf schütteln. Öff-Rechtler kommen stets gut ausgerüstet mit Thermobechern für Tee und Kaffee sowie bunten Gemüsepfannen in ökofreundlichen Behältern. Als Nachtisch gibt es selbstverständlich Bio-Obst.

Öff-Rechtler sind aufgeschlossen. Sie wollen ihre Überzeugungen und Ideale teilen und (manchmal auch missionarisch!) verbreiten. Gerne positionieren sie sich erst zu einer Frage, nachdem sie ausschweifend in einer spontanen mündlichen Begründetheitsprüfung pro und contra abgewogen haben. Kurze prägnante Aussagen, wie man sie bei Zivilrechtlern vorfindet, wird man bei Öff-Rechtlern nicht erwarten können. Als Leselektüre sind selbst Bundesverfassungsgerichtsurteile für sie nicht zäh, sondern höchstspannend.

Auf die Frage, wie Marlene, die an der Wirtschaftsuniversität Wien Jura studiert, einen typischen Öff-Rechtler beschreiben würde, sagt sie kurz und prägnant: „gelangweilt!“  
Weiter zu dem Erscheinungsbild führt sie aus, dass er exakt ein Outfit für jeden Wochentag besitzen würde. Neben Segelschuhen seien Hosenanzüge in Karo ein Muss.
„Man denke beispielsweise an den Kleidungsstil von Lehrerinnen und Lehrern“, sagt sie. „Ganz im Sinne von 'die Augen sind das Fenster zur Seele' zeugt das Erscheinungsbild der Öffentlich-Rechtler von strengem Charakter, regelgebundenem, und vor allem auch regelkonformem Denken. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Regeln ihrem vermeintlichen Zweck dienen. Vielmehr ist entscheidend, dass Recht durchgesetzt und eingehalten wird. Solange ein Öffentlich-Rechtler ihren Dienst erfüllt, ist er glücklich.“
 

Dein Herz schlägt für das Öffentliche Recht?

Stereotyp 3: Der Strafrechtler

Schwarz gekleidet, rauchend vorm Fachbereich und grübelnd - Strafrechtler sind die von der dunklen Seite der Macht. Sozial nicht gerade aufgeschlossen, eher die Gesellschaft im Ganzen analysierend (und bewertend!) meiden sie eine Interaktion mit ihrer Umwelt. Kleidung spielt keine wichtige Rolle bei Strafrechtlern. Hauptsache, sie ist dunkel. Am besten schwarz.

Mit Öff-Rechtlern möchten sie sich nicht abgeben, da die Gespräche stets in philosophisch-geladenen Grundsatzdiskussionen enden. Dass Strafrecht zum öffentlichen Recht gehört, darf nicht laut ausgesprochen werden.

Zivilrechtler werden ebenfalls gemieden. Oft spielt sich hier die einzige Interaktion in der Weise ab, dass Zivilrechtler sich über das Strafrecht lustig machen. Es sei ja nur Auswendiglernen! Tja – weshalb dann die Noten für Zivilrechtler so schlecht ausfallen, ist eine andere Frage. Die Fronten sind gehärtet.

Strafrechtler sind in der Regel nachtaktiv. So gewährleisten sie insbesondere, nicht auf die überdisziplinierten Zivilrechtler am Morgen anzutreffen und unnötige Revierprobleme in der Bibliothek herzustellen. Strafrechtlern ist dies egal, sie können am besten dann arbeiten, wenn sie allein sind. Viel Platz brauchen sie nicht: Das Strafrecht ist ja keine umfangreiche Materie. Am besten können sie außerhalb von Bibliotheken lernen. Sie ziehen sich zurück und mögen Selbstdarstellung überhaupt nicht.

„Strafrechtler tragen eigentlich nur schwarz und rauchen viel“, sagt Jan, der an der Freien Universität Berlin studiert. „Sie wirken abgebrüht und freudlos. Wenn sie Humor haben, dann ist es trockener schwarzer Humor. Kein Wunder, wenn sie es nur mit Mord und Totschlag zu tun haben“. Ob die Beschreibung auch auf Strafrechtler in sein Umfeld zutrifft? „Fast auf alle, besonders auf die Professoren und Mitarbeiter“. Insgesamt seien Strafrechtler außerdem sehr wortkarg.
 

Klischee oder Wahrheit

Diese - nicht so ernst gemeinten und überspitzten - Beschreibungen gibt es an vielen Universitäten. Bestimmt wurde (fast) jeder im Studium mit diesen Klischees in irgendeiner Weise konfrontiert. Oft gibt es auch die Stereotypen schlechthin als Repräsentanten ihres Fachbereichs, die das vermeintliche Klischee bestätigen. Trotzdem kann man hierzu keine verallgemeinernden Aussagen treffen.

Marlene sagt hierzu in Bezug auf Öff-RechtlerInnen: „Es ist meines Erachtens entscheidend, in welchem Umfeld gearbeitet wird. BeamtInnen werden das Stereotyp von typischen Öff-RechtlerInnen (leider) noch immer eher erfüllen als im öffentlichen Recht tätige Angestellte der Privatwirtschaft“.

Warum sich dann diese Vorurteile hartnäckig halten und sich scheinbar immer wieder bestätigen, kann viele Ursachen haben. Oft geht mit bestimmten Vorstellungen und Klischees eine veränderte Wahrnehmung einher. Es liegt nahe, dass man gezielt auf die entsprechenden Merkmale bei anderen achtet und sie einem öfter auffallen.
Andererseits stellt sich auch hier die Frage des Henne-Ei-Problems: Möglicherweise suchen sich entsprechend gepolte Leute auch den Bereich aus, der ihrem Lebensstil am besten entspricht - und so bestätigen sich Stereotypen bzw. Klischees öfter.
 

Die Top 10 Klischees über Jurastudenten

Neben den gängigen Vorurteilen über Zivilrechtler, Öff-Rechtler und Strafrechtler gibt es natürlich auch zahlreiche Assoziationen, die man mit Jurastudenten hat. Das sind unsere Top 10!

#10 Wer wagt es, in Jogginghose ins Juridicum zu gehen?

Ein Klischee, das sich so hält, wie kaum ein anderes ist das eines ungeschriebenen Dresscodes unter angehenden Juristen. Segel- oder Schnürschuhe, eine Cordhose oder Chino und ein Hemd mit Pferd, Krokodil oder Flagge darauf und schon ist der Jurist gekleidet für den Tag. In der kalten Jahreszeit hilft ein Pullover um die Schulter gebunden oder eine gesteppte Wachsjacke, um den Look zu vollenden.

In der Tat findet sich dieses Bild an juristischen Fakultäten häufiger als an anderen Orten und dennoch gibt es natürlich auch unter Juristen die selbstgenähten Wollpullover zu sehen oder beharrliche Fans von Jogginghosen, die eine solche auch im Juridicum präsentieren.

Der Unterschied ist, dass letztere Outfits in den meisten Vorlesungssälen oder Bibliotheken die Mehrzahl bilden, jedoch nicht auffallen würden. Bei Juristen ist dies anders und wer in diese Richtung auffällt, der kann sich eines gewiss sein: Über ihn wird geredet.

#9 Sag du mir deine Note, dann sag ich dir vielleicht auch meine

Noten sind ein Thema für sich unter Jurastudenten. Selbst dem besten Freund oder der besten Freundin werden sie nicht gern verraten. Gerade, wenn es einmal nicht so gut lief, ist die Klausur doch schnell ohne eines Blickes gewürdigt zu werden in der Aktentasche und sodann mitsamt des Studenten aus der Universität verschwunden.
In WhatsApp Gesprächen werden dann heimlich Noten ausgetauscht und Gerüchte verbreitet, wer wie lange gelernt und trotzdem gerade einmal vier Punkte bekommen hat oder sogar durchgefallen ist.

Während sich in anderen Studiengängen die Bestnoten aneinander reihen und bei schlechterer Notenvergabe Massensolidarisierungen stattfinden, sind Jurastudenten immer in Konkurrenz miteinander und schlechte Noten gilt es zu verheimlichen.


#8 "Ich weiß was dran kommt"

Ein Klassiker unter Juristen, wahrscheinlich auch in anderen Studiengängen. Dennoch ist es immer wieder bemerkenswert, wie exakt einige Studenten schon Tage vor der Klausur darüber informiert sein wollen, welche Fallkonstellation und welches Urteil definitiv abgefragt werden.
Erfahrene Juristen raten hier zur Ruhe, die Trefferquote dieser Spezies ähnelt der eines deutschen Nationalspielers bei der WM 2018.
 

#7 Abschreiben war einmal

Schummeln bei Klausuren ist natürlich immer ein spezielles Thema. In der Schule zumindest unter Freunden noch gang und gäbe, entwickelt sich im Studium unter Juristen eine eigenartige Dynamik. Denn mit der Bekanntgabe, dass Klausuren immer im Verhältnis bewertet werden, wird vielen klar: „Helfe ich dir, schade ich mir“.
Schon von der Konstellation her unmenschlich, in den Folgen noch erschreckender. Die alte Federmappe aus der Grundschule wird reaktiviert und als Schutzwall aufgebaut, Körper werden verbogen, um das bereits beschriebene Papier zu verdecken und es setzt eine überraschende Taubheit ein, wenn vom Nachbartisch eine Frage herüberweht.

Nun soll natürlich niemand zum Schummeln animiert werden, doch die potentielle Verbesserung eines Kandidaten wird sich nicht derart auf das Gesamtergebnis auswirken, dass dafür sämtliche Solidarität unter Studenten verloren gehen sollte.
 

#6 Die E-Mail überholt die Teilnehmerliste und du gehst leer aus

Dieser Punkt ist natürlich sehr aus der Not geboren und dennoch symptomatisch für das, was an den juristischen Fakultäten falsch läuft. Zu wenige - und vor allem zu wenig interessante - Seminare werden für zu viele Studenten angeboten. Hier fliegen alle Regeln über Bord und Vorstellungstermine werden zur Farce, wenn sich bereits im Vorfeld ein Teil per E-Mail entgegen der Regeln einen Platz gesichert haben, weil der Dozent ebenfalls entgegen der Regeln auf Liebesbekundungen zu seinem Rechtsgebiet reagiert.

Anstatt sich gegenseitig die Plätze wegzunehmen, sollten Jurastudenten zueinander finden, sich solidarisieren und schlussendlich, für unsere Studentenschaft völlig unüblich, für mehr Auswahl demonstrieren.


#5 Der Professor als alter Herr in der Verbindung

Für viele Studenten in Deutschland gänzlich unbekannt oder nur ein Synonym für Party aus US-Amerikanischen Filmen sind mittlerweile Studentenverbindungen. An einigen Universitäten konnten sie sich jedoch erhalten und gerade unter Juristen ist deren Verbreitung noch vergleichsweise hoch. Nicht schlecht wird dann gestaunt, wenn bereits in der zweiten Studienwoche ein Kommilitone von einem der Professoren freundlich und mit Vornamen begrüßt wird.

Noch mehr wird dann gestaunt, wenn man dann hört, dass dieser im Wohnheim des anderen ein- und ausgeht. Persönliche Kontakte zum Professor gibt es gerade in anderen Studiengängen natürlich häufig. Dass diese jedoch indirekt als Sponsoren der eigenen Kommilitonen auftreten, ist eine Besonderheit, die hauptsächlich den Juristen unter uns zugutekommt.
 

#4 Die Hausarbeit vom älteren Semester geschrieben bekommen

Das Studium der Rechtswissenschaften ist außerordentlich anonym. Hausarbeiten und Klausuren werden mit Matrikelnummer unterschrieben, persönliche Vorträge gibt es – wenn überhaupt – nur in ergänzenden Seminaren oder im Schwerpunkt und somit ist auch die Vergleichbarkeit von Leistungen dahin.

Hinzu kommen die natürlichen Notenschwankungen durch die harte Notenvergabe und die Verwendung von Word zur Anfertigung von Hausarbeiten. Soll heißen: Niemand weiß, wer wessen Hausarbeit eigentlich geschrieben hat. Gute Kontakte in höhere Semester zahlen sich dementsprechend aus. Denn was im ersten Semester noch neu und schier unlösbar erscheint, ist kaum ein Jahr später eine Sache von wenigen Stunden.

Nicht selten ist daher die Überraschung groß, wenn Kommilitonen – die kaum Zeit vor ihrem Laptop oder ihren Büchern verbracht haben und eigentlich thematisch eher wenig bei Diskussionen beizutragen hatten – eine perfekte Lösung samt Spitzennote vorweisen können. Natürlich gilt das nicht für alle diese Fälle und es gibt auch einfach introvertierte, aber sehr gute Juristen. Dass genau das passiert ist, was hier beschrieben wurde, kommt jedoch ebenfalls vor.
 

#3 Die geklaute Hausarbeit

Noch fieser, weil schädlich für andere, sind geklaute Hausarbeiten. Durchsucht man das Internet oder hört sich an der Fakultät um, gibt es immer wieder Gerüchte, dass Hausarbeiten geklaut, bzw. „mal angesehen“ und dann einfach übernommen wurden. Das Ergebnis kann niederschmetternd sein, denn aufgrund der nicht nachweisbaren Chronik werden in solchen Fällen beide oder alle Hausarbeiten, unter Hinweis auf einen Betrugsversuch, abgelehnt.

Das erklärt wahrscheinlich sowohl die Scheu von Jurastudenten, ihre bisherigen Arbeiten zu vergleichen, als auch die auffallend vielen benutzten Laptopschlösser in den juristischen Bibliotheken des Landes.

 

#2 Das verschwundene Buch

Die Zeit der Hausarbeiten – in anderen Studiengängen „Semesterferien“ genannt – ist eine harte Phase im Leben eines Jurastudenten. Es genügt nicht, dass Fragen zum Inhalt und Aufbau der Arbeit einnehmend sind - sowie Platzmangel und Zeitdruck ständige Begleiter. Zusätzlich verschwinden auch noch ständig dafür entscheidende Bücher. Sie kommen auch nicht im Laufe des Tages wieder oder sind am nächsten Morgen bei Eröffnung der Bibliothek wieder vorhanden.

Auch das Personal ist überfragt und es gab schon Berichte über Bücher, die direkt vom Sitzplatz während der Mensapause verschwunden wären. Sucht man übrigens während des Semesters, ist dieses Phänomen nur ganz selten anzutreffen.
 

#1 Geschwärzter Text & ausgerissene Seiten

Platz eins und damit die Steigerung des zweiten Platzes. Es geht dem Täter in diesem Fall nicht nur darum, sich das Wissen selbst zu sichern und seine Arbeit möglichst gut zu schreiben – nein – es soll auch anderen geschadet werden.

Da freut sich der gestresste Student, noch kurz vor einem Nervenzusammenbruch ein bestimmtes Buch zu finden. Und dann passiert es: Auf Seite 104 folgt die Seite 107. Die Besprechung des Problems befindet sich aber selbstverständlich auf der Doppelseite 105/106. Noch härter trifft es nur noch denjenigen, dem sogar die entsprechende Seite gelassen wurde und sich damit in Sicherheit gewogen wurde, dann allerdings die entscheidenden Informationen geschwärzt wurden.

Ein Moment, der vielen Studenten sicher auch erspart bleibt. Wenn er jedoch vorkommt, dann im Herzen der juristischen Fakultät. Eine Tat, "schwärzer" als die Tinte, mit der sie begangen wurde.
 
Du kennst noch mehr solcher Geschichten und möchtest sie mit uns teilen? Immer her damit, denn wenn es etwas gibt, worauf Verlass ist, dann darauf, dass Jurastudenten immer eine neue Gemeinheit einfällt, um das Studium noch angenehmer zu machen!