Studieren an der LMU München

Einblicke in die Uni der bayerischen Landeshauptstadt


veröffentlicht am 27.06.2016

Unabhängig vom Studienfach können viele deutsche Universitäten im internationalen Vergleich mit Top Universitäten mithalten.  Auch in den Rechtswissenschaften kann man sich dabei auf „Made in Germany“ verlassen. In internationalen Rankings ist die Ludwigs-Maximilians-Universität München - knapp nach der Universität Heidelberg - regelmäßig im Zentrum der Top 100 platziert.

 

Professoren

Ein wesentlicher Faktor für die hohe Qualität der Universität sind die Professoren. So gestaltet sich beispielsweise eine Vorlesung im Verfassungsrecht wesentlich interessanter und authentischer, wenn sie von einem ehemaligen Richter des Bundesverfassungsgerichts gehalten wird. Schaut man sich die Namen ehemaliger Professoren an, tauchen zahlreiche Berühmtheiten auf.

 

Anonymität

Jährlich beginnen bis zu tausend ehemalige Abiturienten ihr juristisches Studium an der LMU. Aufgrund mangelnder räumlicher Kapazität werden die Jahrgänge nochmals alphabetisch in mehrere Untergruppen aufgeteilt. Mit diesen immer noch großen Gruppen kommt Anonymität einher, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Einerseits bekommt ein einzelner Student kaum die alleinige Aufmerksamkeit, es sei denn, er beteiligt sich außergewöhnlich stark an der Vorlesung. Auch die ein oder andere Erklärung für Nachzügler kann im Zweifelsfall ausbleiben. Die Möglichkeit besteht jedoch, sich nach der Vorlesung in einer langen Schlange beim Professor anzustellen, um nochmals eine Erläuterung über das Thema zu erhalten. Andererseits ist Schule nicht gleich Studium. Die Anonymität trägt wesentlich dazu bei, dass Studenten schneller lernen, auf sich selbst gestellt zu sein und den Stoff nicht vorgekaut bekommen, sondern bei Fragen einfach mal im Lehrbuch nachschlagen müssen. Fehlt man mal, fällt es wegen der großen Anzahl an Studenten nicht auf.

 

Übungsangebote

Die Dozenten und Hilfskräfte der LMU geben sich große Mühe, viele Übungen und Tutorien anzubieten, wobei kleinere Gruppen zusammenkommen. Die Persönlichkeit in den Praxisgruppen bildet damit den perfekten Gegenpol zu den Vorlesungen. Hier bietet sich die passende Gelegenheit, Unklarheiten aus dem Weg zu schaffen und eigene Fallbeispiele einzubringen.

 

Extracurriculare Aktivitäten

Wer sich schon während seiner Studienzeit aktiv zeigen möchte, hat mit den zahlreich vorhandenen Organisationen und Studienvereinigungen die besten Voraussetzungen dafür. Ob eine Mitgliedschaft in der Fachschaft Jura mit ihren diversen Ausflugszielen oder ein internationaler Einblick mit Elsa – es ist für jeden etwas dabei. Seit dem Jahr 2014 existiert auch die Refugee Law Clinic Munich. Hier können Studenten ihr juristisches Können nach einer gewissen Einarbeitungszeit Flüchtlingen zur Verfügung stellen.

 

Examen

Deutschlandweit steht das bayerische Examen im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad in ständiger Konkurrenz mit dem in Baden-Württemberg. Die Durchfallquote ist hier am höchsten, die Quote an Prädikaten am niedrigsten. Offiziell beginnt ein Prädikat statt bei 9 Punkten bereits ab einem „befriedigend“ mit 6,5 Punkten. Dieses „kleine Prädikat“ hat sich in der Praxis aber nicht durchgesetzt, sodass trotz der Schwierigkeit die gleichen Maßstäbe wie in anderen Bundesländern benutzt werden. Einige Kanzleien bewerten bayerische Examen deshalb höher, sodass der Studienort bei einer niedrigeren Punktzahl manchmal doch eine Rolle spielen kann.

 

München

Neben allen universitätsbezogenen Kriterien steht die bayerische Kulisse. München ist nicht einfach irgendeine Studentenstadt – im Sommer ist es ein Gang über die Straße in den Englischen Garten, im Winter ist es ein Katzensprung in die Berge. Unzählige Bars, Cafés, öffentliche Plätze, Kulturstätten und vieles mehr machen die Stadt zu einem sehr abwechslungsreichen Studienort. Das hat jedoch auch seinen Preis. Miete und Lebenshaltungskosten sind weit über dem Durchschnitt deutscher Studentenstädte.

 

In München kommen somit allerlei fachliche und persönliche Aspekte zusammen, welche die Studienzeit unvergesslich und zudem sehr vielversprechend gestalten. Wer einen Studentenjob für den Lebensunterhalt nicht scheut, in den Semesterferien gerne arbeitet oder alternativ von zu Hause aus pendelt, kann sich glücklich schätzen, sein Jurastudium an der LMU München absolvieren zu dürfen.

 


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