Dr. oder LL.M. ? – Was Arbeitgeber präferieren

Ein Titel – egal ob Doktor oder Master – erleichtert in jedem Fall den Berufseinstieg ...


veröffentlicht am 03.05.2016

 

Ein Titel – egal ob Doktor oder Master – erleichtert in jedem Fall den Berufseinstieg und verbessert die Position in Gehaltsverhandlungen ungemein. Beide Titel stehen unstrittig für Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Doch gibt es einen, den Arbeitgeber bevorzugen?

 

Unterschiedliche Einstiegsvoraussetzungen

Die Promotionsordnungen der juristischen Fakultäten setzen regelmäßig mindestens ein Vollbefriedigend im Ersten Staatsexamen voraus, während für ein LL.M.-Programm meist eine Anmeldung reicht. Deshalb eilt dem Doktortitel oft auch schon der Ruf eines bemerkenswerten Examens voraus, während der LL.M. vor allem unter nationalen Kanzleien im Vergleich zum Doktortitel teilweise noch kritisch beäugt wird. Nichtsdestotrotz ist der Master of Laws im Kommen und etabliert sich auch in weniger international ausgerichteten Kanzleien immer weiter.

 

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Auch eine Frage des Geldes

Beide Qualifikationen werden in der Regel in Vollzeit erworben. Das bedeutet einen Verdienstausfall und somit Angewiesenheit auf Eltern, Stipendien oder Ersparnisse. Bei der Promotion beschränken sich die Kosten oft auf Lebenshaltungs- und Forschungskosten. Ein LL.M.-Programm bringt zusätzlich meist noch Reisekosten und Studiengebühren mit sich, welche an ausländischen Universitäten oft sehr hoch sind. Nicht zu vergessen sind auch die im Ausland oft höheren Lebenshaltungskosten, die es zusätzlich zu stemmen gilt. Summa summarum liegt man bei einem LL.M.-Programm, natürlich immer abhängig von der jeweiligen Universität, mit 50.000$ noch eher am unteren Rand des Spektrums.

 

Wohin mit dem Titel?

Den Dr. vor den Namen, den LL.M. dahinter - das ist klar! Gemeint ist der angestrebte Karriereweg: Dies ist der wohl wichtigste Punkt, wenn es um die Wahl der passenden Zusatzqualifikation geht.

Wen es in die Lehre und Forschung zieht, der ist mit einem Doktortitel als notwendige Voraussetzung zur Habilitation wohl besser bedient.

Möchte man hingegen eine Karriere in einer international tätigen Kanzlei anstreben, gilt ein LL.M. als Indikator für gute Fremdsprachenkenntnisse, Verständnis für andere Rechtssysteme und die Flexibilität sich auf ein neues Arbeits- und Lebensumfeld einzustellen, da Auslandserfahrung für gute soziale Fähigkeiten spricht. In dieser Sparte wird ein Master of Laws der Promotion oft nahezu gleichgestellt.

 

Am Ende lässt sich nicht pauschal sagen, welcher Titel besser oder bei Arbeitgebern beliebter ist. Es kommt viel mehr darauf an, was man mit der Zusatzqualifikation anstrebt und wie sich das Vorhaben finanziell realisieren lässt. In jedem Fall ersetzt kein Titel eine schlechte Examensnote und auf beiden gilt es sich nicht auszuruhen, sondern an den Erfolg anzuknüpfen. Denn die Qualifikationen sind zwar Beweis dafür, dass man in der Vergangenheit durch Ehrgeiz und Durchhaltevermögen geglänzt hat, nichtsdestotrotz gilt es dies auch im weiteren Berufsleben zu zeigen.

 


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