Master of Laws - LLM - School Ranking weltweit

Verfasst von Finn Holzky

LL.M. Ranking international: Hier lohnt sich der Master of Laws

Eine Übersicht der besten Law Schools für einen Masterabschluss in Jura (LL.M.)

Die Zeiten, in denen die einzig adäquate Zusatzqualifikation für Juristen noch die Promotion war, sind lange vorbei: Einerseits legen immer mehr Kanzleien Wert auf Auslandserfahrung beziehungsweise verhandlungssichere Englischkenntnisse. Andererseits zieht es immer mehr Juristen nach dem Ersten oder zweiten Staatsexamen ins Ausland, um dort nicht nur die Strapazen der Examensprüfungen zu vergessen oder die Wartezeit für das Referendariat zu überbrücken, sondern um ihre juristische Expertise mit einem Auslandsstudium zu erweitern: einem Master of Laws oder kurz LL.M.

Auswahl für ein LL.M-Studium gibt es zur Genüge und vielleicht gerade deshalb ziehen viele Juristen Rankings hinzu, um die für sie perfekte Law School zu finden. Das kann hilfreich sein bei der Orientierung, sollte aber nicht das einzige Kriterium sein. Um dich bei deiner Entscheidung zu unterstützen, geben wir dir einen Überblick über aktuelle internationale LL.M.-Rankings!

Was ist der LL.M.?

LL.M. steht für die Kurzform  des lateinischen „Magister Legum“, wobei das „LL“ von der englischen Pluralform „Master of Laws“ abgeleitet wird. Der LL.M. ist für deutsche Jurastudenten ein sogenannter postgradualer Aufbaustudiengang.

Das bedeutet, den LL.M. kann man nur „on-top“ zu seinem Jurastudium (also nach Abschluss des 1. Staatsexamens oder einem Bachelor of Laws bzw. LL.B.) erwerben, nicht aber als alleinstehenden Studienabschluss. Grundsätzlich ist der LL.M. also ein zusätzlicher Studienabschluss nach dem erfolgreichen Jurastudium und dient der ausgewählten Themenspezialisierung. 

Ablauf und Ziel eines LL.M.-Studiums

LL.M. Studiengänge können nur aufbauend auf einen juristischen Abschluss belegt werden. Das Ziel ist selbstverständlich der Master of Laws selbst, der als Postgraduiertenabschluss besonders in der freien Wirtschaft, insbesondere von Großkanzleien, sehr geschätzt wird. Während des LL.M. Studiums spezialisiert man sich in der Regel auf ein bestimmtes Rechtsgebiet, das häufig einen rechtsvergleichenden Charakter hat oder Bezüge zu ausländischem Recht herstellt.

In der Regel sind die LL.M.-Programme der internationalen Universitäten auf 12 Monate und als Präsenzveranstaltungen ausgelegt. Vereinzelt bieten Law Schools zudem Teilzeitoptionen und insbesondere seit der Corona-Pandemie auch Online-Möglichkeiten, um einen LL.M. zu absolvieren.  

Warum sollte man einen LL.M. machen?

Die Vorteile, die man aus einem LL.M. ziehen kann, sind vielfältig.

  • Sprachkompetenz: Wer sich die Anforderungsprofile von Großkanzleien und Co. einmal ansieht, der stößt auf Floskeln wie „Verhandlungssicheres Englisch wird vorausgesetzt“ oder „Auslandsaufenthalte erwünscht“. Auch der LL.M. oder eine Promotion sind als Zusatzqualifikationen immer beliebter bei den Arbeitgebern und sind ein zusätzlicher Faktor, der das Gehalt erhöht. Zudem unterstützen vor allem Großkanzleien durch verschiedene Stipendien ihre Nachwuchsjuristen darin, einen LL.M. zu absolvieren.
  • Einstiegsgehalt: Für Studenten, die das Ziel haben, in einer größeren Sozietät zu arbeiten, ist ein LL.M. also mehr als sinnvoll. Zudem wird die Zusatzqualifikation bei Großkanzleien, wenn sie nicht bereits Einstiegsvoraussetzung ist, mit bis zu 10.000 Euro mehr Einstiegsgehalt in der Großkanzlei vergütet, ein LL.M. kann sich also durchaus auch finanziell direkt lohnen.
  • Bewerbungsvorteil: Auf eine freie Stelle erhalten die Personalverantwortlichen meist eine Vielzahl von Bewerbungen. Gerade hier kann eine fachliche Zusatzqualifikation bei ansonsten ähnlichen Bewerberprofilen den Unterschied machen und dir den Vorzug vor anderen Bewerbern verschaffen.
  • Karriere-Katalysator: Der LL.M. kann tatsächlich etwas schlechtere Examina ausgleichen, aber auch Prädikatsexamen aus der „Masse“ der Prädikatsexamen auf ein noch höheres Niveau heben. 
  • Internationalität: Fast unverzichtbar wird der LL.M. für Personen, die später unbedingt in einem internationalen Themengebiet, in einem international agierenden Unternehmen oder tatsächlich im Ausland arbeiten wollen. Denn wie bereits erwähnt, kann und wird der LL.M. häufig im Ausland absolviert und wie kann man seine Eignung für Tätigkeiten im und ums Ausland besser belegen, als mit einem im Ausland erworbenen Studienabschluss?
  • Persönliche Komponente: Egal ob aus Interesse an einem bestimmten Rechtsgebiet oder auch an dem Interesse in einem bestimmten Land oder in einer bestimmten Stadt zu studieren und zu leben, auch ein solches Anliegen kann bereits Grund genug sein, einen LL.M. zu absolvieren!

Wann sollte man den LL.M. machen?

Diese Frage kann so pauschal nicht beantwortet werden! Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten: Zum einen kann man den LL.M. bereits nach dem 1. Staatsexamen absolvieren. Anderseits bietet sich nach dem 2. Staatsexamen die Möglichkeit dies entweder in Vollzeit oder neben dem Beruf zu machen. Die Vor- und Nachteile müssen dabei von jedem persönlich abgewogen werden. Zu beachten ist, dass die Wahrscheinlichkeit einen freien LL.M.-Platz zu bekommen, nach dem 2. Staatsexamen steigt. Zudem hilft einem die zeitliche Nähe zwischen LL.M. und Berufseinstieg, die erlernte Spezialisierung mehr in die Berufsausübung zu übernehmen.

Tatsächlich lässt sich aber erkennen, dass der Großteil der Juristen den LL.M. nach dem 1. Staatsexamen absolviert bzw. absolviert hat! Die Gründe dafür können vielfältig sein: Viele geben an, nicht direkt nach dem Ersten Examen mit dem Referendariat starten zu wollen oder die Wartezeit bis dahin überbrücken zu müssen. Ein weiterer beliebter Grund ist "die jugendliche Motivation" – mit Mitte 20 lässt sich aus verschiedensten Gründen ein Auslandsstudium leichter absolvieren als mit Ende 20.

Die Frage nach dem "Wie" und "Wo" des LL.M.s

Die Frage nach dem Wie stellt sich hauptsächlich im Rahmen der Finanzierung. Ein LL.M. kostet nämlich eine Menge Geld! Die Summe ist natürlich abhängig von Ort und Dauer des LL.M. So muss beispielsweise für einen einjährigen LL.M. Studiengang in den USA mit mindestens 30.000 US Dollar Kosten gerechnet werden. Dies liegt vor allem an den dort üblichen hohen Studiengebühren. Hinzu kommen zudem Kosten für Visum, Versicherungen, Lebenshaltungskosten und – das sollte nicht vergessen werden – Kosten für Reisen und Ausflüge, die man vor Ort unternimmt.

Ein Master of Laws ist in vielen anderen Ländern deutlich günstiger als in den USA, jedoch aufgrund verschiedener Versicherungen, Studiengebühren, Lebenskosten sowie Lehrmaterialkosten etc. dennoch ein teures Unterfangen! Es gibt allerdings verschiedene Teil-  und Vollstipendien, wobei letztere leider sehr schwer zu bekommen sind! Zu nennen sind hier vor allem die Studienstiftung des deutschen Volkes, die Fulbright Kommission und der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD), die jeweils LL.M. Stipendien anbieten! Zudem bieten auch viele Universitäten selbst eigene Stipendien an – eine Recherche lohnt sich allemal!

Übrigens: Steuerlich gibt es Möglichkeiten im Nachhinein den LL.M. als Werbungskosten abzusetzen und so im ersten Berufsjahr ein höheres Nettoeinkommen zu erwirtschaften. Dies sollte allerdings jeder persönlich mit einem Steuerberater im Voraus absprechen und überprüfen!

Wo du deinen LL.M. machen möchtest, musst du selbst entscheiden! Du kannst ihn sowohl im deutschen Inland als auch nahezu überall im Ausland absolvieren. Du musst dich dabei zum einen nach geeigneten Rechtsgebieten umschauen, die dich interessieren und gleichzeitig darauf achten, ob das dort angebotene LL.M. Programm zu dir passt und gut ist und gleichzeitig mit deinen Mitteln realisierbar ist! 

Die Bewerbungsfristen und Zulassungsvoraussetzungen der Universitäten sind zudem oft sehr unterschiedlich. Es ist daher sehr empfehlenswert, sich frühzeitig mit den Law Schools, an denen man sich bewerben will, und deren Anforderungen zu beschäftigen. 

 

LL.M.-Ranking: Renommee matters?

Echte LL.M.-Rankings sind insgesamt eher kritisch zu betrachten und dementsprechend auch rar gesät. Das Problem liegt dabei in der fehlenden Vergleichbarkeit der verschiedenen LL.M.-Programme. Klar wird das schon bei einem kurzen Blick auf verschiedene Rankings: Hier schneidet dieselbe Law School oft sehr unterschiedlich ab. 

Abhängig von Rechtsgebiet, Umfang der Arbeit, aber natürlich auch des Landes, in dem und vor allem in dessen Sprache der LL.M. absolviert werden soll, müssten Kriterien verschieden gewichtet oder ganz gestrichen werden. Eine Vergleichbarkeit wäre bei jeweils anderen Bewertungsmaßstäben aber selbstverständlich dennoch nicht gegeben. Bei der Wahl der Universität für den LL.M., kann ein rein objektives Ranking daher nur sehr bedingt helfen.

Trotz dieser nicht nur beim LL.M. auftauchenden Problematiken von Rankings, machen diese nicht nur Spaß, sondern sie haben sowohl als Denkanstoß, aber auch als plakatives Instrument und Hilfsmittel einer qualitativen Einordnung ihre Berechtigung. In Bezug auf den Master of Laws gilt das natürlich ebenfalls.

Darüber hinaus wird gerade der LL.M. zu einem hohen Maße daran gemessen, wo er absolviert wurde. Renommee und Prestige der Universität sind häufig ein wichtiger Faktor bei der Wahl der Law School.  Nicht umsonst wird der Standort der Universität regelmäßig in Verbindung mit dem Titel genannt. So liest sich auf den Schildern vor Kanzleien oder auf deren Online-Auftritten häufig eine Kombination aus Name, Titel und der Ort von dessen Erwerbung. Exemplarisch sollen hier RA Rudolf Recht, LL.M. Harvard oder eben RA Gundula Gesetzestreu, LL.M. Oxford herhalten, die im Namen der Kanzlei Kantersieg ihre Mandanten vertreten.

Ein LL.M.-Titel wird also durchaus durch dessen Entstehungsort geprägt. Law Schools mit internationalem Prestige sind gefragt. Daneben gibt es je nach Rechtsgebiet noch einzelne Perlen von Universitäten, deren LL.M. Insidern häufig wertvoller ist als der einer Elite-Universität ohne besonderen Bezug zu dem entsprechenden Rechtsgebiet.

Die Top 3 Law Schools in den USA 

Traditionell stellen die USA für viele Studenten das Nonplusultra für elitäre akademische Ausbildung dar. Nicht zuletzt die prestige-trächtigen Universitäten der Ivy League stehen ganz oben auf der Wunschliste derjenigen, die den LL.M. in den USA absolvieren möchten und einen besonderen Wert auf das Renommee ihrer Universität legen.

Laut des US News Rankings sind das die aktuell besten Law Schools der USA:

  1. Yale University in Connecticut
  2. Stanford University in Kalifornien 
  3. University of Chicago

Für wen es eine exzellente Ausbildung, aber nicht zwingend eine dieser Top3 US Law Schools sein muss, sollte Universitäten wie die University of Michigan Law School (#10) oder die University of California, Los Angeles (UCLA) (#15) auf dem Schirm haben. 

Weitere Law Schools aus den USA

LL.M. an Europas Elite-Universitäten

Mit einem LL.M. verbinden viele die USA oder vielleicht noch das Vereinigte Königreich - dabei gibt es in vielen europäischen Ländern mittlerweile renommierte LL.M.-Studiengänge, die mit den Schwergewichten mithalten können und ihre ganz eigenen Vorteile mitbringen!

In Europa dominieren seit jeher die britischen Universitäten die wichtigsten Rankings. So ist es wenig überraschend, dass auch in diesem Ranking die Universitäten folgende Universitäten ganz oben auf dem Podest stehen.

  1. University of Oxford
  2. University College London (UCL)
  3. University of Cambridge 

Die Reihenfolge ist dabei extrem abhängig von geringsten Feinheiten im Bewertungssystem. Das Law School Ranking von The Guardian, das als das tendenziell wichtigste in Bezug auf britische Universitäten gilt, sieht für 2022 jedenfalls die University of Oxford und das University College London knapp vor der Konkurrenz aus Cambridge.

Sieht man sich ganz Europa an, gibt es neben den britischen Law Schools noch andere Favoriten. Besonders die Universitäten aus den Niederlanden, der Schweiz, aber auch aus Frankreich und Belgien punkten mit ihren LL.M.-Programmen: 

  • Université Paris 1 Pantheon-Sorbonne (Frankreich)
  • Leiden University (Niederlande)
  • University of Amsterdam (Niederlande)
  • Paris 2 Pantheon-Assas University (Frankreich)
  • Maastricht University (Niederlande)
  • Utrecht University (Niederlande)
  • Erasmus University Rotterdam (Niederlande)
  • Trinity College Dublin (Irland)
  • Stockholm University (Schweden)
  • KU Leuven (Belgien)
  • Ghent University (Belgien)
  • Universite de Geneve (Schweiz)
  • University of Zurich (Schweiz)
  • University of Copenhagen (Dänemark)
  • University of Oslo (Norwegen)


Als älteste Universität der Niederlande bietet die Leiden University aktuell 13 verschiedene LL.M.-Studiengänge an, die alle auf 12 Monate ausgelegt sind. Obwohl keine klassische Elite-Universität, taucht die Universität Leiden in Bezug auf LL.M. Programme in Europa immer wieder als Topadresse auf und hat sich diesen Platz daher mehr als verdient.

Master of Laws in Deutschland studieren

Was den Master of Laws in Deutschland und die Popularität der Fakultäten angeht, lässt sich ein abschließendes Fazit schwer fällen. Wie auch in anderen Ländern, hängt eine Bewertung hier stark von den individuellen Kriterien ab. In internationalen Ranking punkten vor allem diese Universitäten:

  • Humboldt-Universität zu Berlin und die Freie Universität Berlin,
  • LMU München 
  • Bucerius Law School Hamburg
  • Goethe-Universität Frankfurt am Main

Besonders im asiatischen Raum sind allerdings auch diese beiden Universitätsstädte bekannt für ihre herausragenden juristischen Fakultäten.

  • Georg-August-Universität in Göttingen 
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Interessante Law Schools in Deutschland

LL.M. abseits des Mainstreams: Australien & Asien

Auch außerhalb Europas und der USA finden sich viele Universitäten, deren juristische Fakultäten einen ausgezeichneten Ruf genießen und sich ebenfalls für einen Masterabschluss in Jura eignen. Wenig überraschend an der Stelle ist die Beliebtheit australischer Universitäten. Wer seinen LL.M. mit einer gehörigen Portion Urlaubsfeeling am Strand bei bestem Wetter kombinieren will, sollte sich folgende Universitäten genauer anschauen:

Alle Universitäten bieten neben der herausragenden Lebensqualität ihrer Städte auch akademische Reize und schneiden in Rankings regelmäßig gut ab.

Zieht es dich nach Asien, könnten folgende Universitäten für dich interessant sein:

Asien wird nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht immer relevanter, auch wissenschaftlich haben die östlichen Länder einiges zu bieten – was sich auch regelmäßig in verschiedenen Law School Rankings widerspiegelt.

 

Bei der Wahl der Universität für den LL.M. kann ein rein objektives Ranking nur sehr bedingt helfen.

Spitzenpositionen in beliebten Rechtsgebieten

Abgesehen von diesen weltweit bekannten Universitäten, gibt es auch einige kleinere juristische Fakultäten, die für ihr LL.M. Programm in bestimmten Rechtsgebieten bekannt sind. So sind zum Beispiel diese beiden bekannt für ihr gutes European Law-LL.M. Programm:

  • College of Europe in der belgischen Stadt Brügge
  • Utrecht University School of Law in den Niederlanden

 

Im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes sind beispielsweise diese Universitäten renommierte Vertreter:


Im Bereich Finanz- und Kapitalmarktrecht sind es die beiden Finanzmetropolen London und New York, deren Universitäten als Platzhirsche gelten. Zum Beispiel diese beiden:

  • London School of Economics und Political Science (LSE)
  • New York University (NYU)

Dr. oder LL.M. – was lohnt sich mehr?

Wenn es darum geht, als Jurist eine Zusatzqualifikation zu erwerben, stehen die Meisten vor der Entscheidung LL.M. oder Promotion. Die Antwort auf die Frage, was sich mehr lohnt, hängt vor allem stark von der Frage ab. Was ist die wichtig, was versprichst du die von der Zusatzqualifikation?

Eine Promotion ist vor allem für diejenigen wichtig bzw. eine Voraussetzung, die den wissenschaftlichen Weg einschlagen wollen. Gleichzeitig signalisiert die Promotion ein starkes Durchhaltevermögen (schließlich beschäftigt man sich mehrere Jahre mit einem Thema) und ist ein offensichtlicher Hinweis auf ein gutes Staatsexamen. In der Vergangenheit haben auch Arbeitgeber größeren Wert auf promovierte Mitarbeiter gelegt, als sie es heute tun. Gleichwohl gibt es immer noch Kanzleien, die eine (mindestens begonnene) Promotion als Einstellungskriterium aufweisen oder offen kommunizieren, dass es für promovierte Berufseinsteiger eine einmalige Sonderzahlung zum Einstieg gibt.

Nichtsdestotrotz hat der LL.M. in den letzten Jahren einen regelrechten Siegeszug angetreten und wird von vielen Kanzleien ebenso geschätzt wie eine Promotion, wenn nicht sogar präferiert. Ebenso gibt es auch hier Kanzleien, die Berufseinsteigern mit LL.M. eine einmalige Sonderzahlung bieten. Anwälte im 1. Jahr bei Hengeler Mueller erhalten beispielsweise eine Sonderzahlung in Höhe von 10.000 €. 

Insbesondere wer seine Zukunft in einer international agierenden Kanzlei sieht, sollte den LL.M. der Promotion vorziehen. Die Vorteile liegen sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber auf der Hand. Wie bereits oben beschrieben, dient der LL.M.-Titel vor allem als Sprachnachweis und Nachweis eines gewissen Maßes an interkultureller Kompetenz (sofern er im Ausland erworben wurde) – durchaus praktisch, wenn man mit ausländischen Mandanten arbeitet.


Die Auswahl selbst unter den Topadressen ist riesig und selbst in einem umfassenden Law School-Ranking können nicht alle Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Wer interessiert ist, sollte sich früh informieren und sich in Abhängigkeit der eigenen Noten möglichst bei mehreren Universitäten bewerben, um am Ende einen Wunschplatz ergattern zu können. Dabei sollte nicht nur der gute Ruf einer Law School ausschlaggebend sein - dieser hilft dir nicht weiter, wenn du dort nicht die Ziele erreichen kannst, die du dir gesetzt hast!