Großkanzleien üben auf viele Jurist:innen einen besonderen Reiz aus: internationale Mandate, bekannte Unternehmen auf der Mandantenliste, attraktive Gehälter und Karrierewege, die weit über den deutschen Rechtsmarkt hinausführen können. Doch wenn von den „erfolgreichsten Kanzleien der Welt“ die Rede ist, stellt sich zunächst eine entscheidende Frage: Woran lässt sich dieser Erfolg eigentlich messen?
Was bedeutet „erfolgreich“ bei einer Kanzlei?
Gewonnene Verfahren, renommierte Mandate, hohe Gewinne oder zufriedene Mitarbeitende: Es gibt viele Möglichkeiten, den Erfolg einer Kanzlei zu beurteilen. Besonders gut vergleichen lässt sich jedoch der Umsatz. Er zeigt, wie viel eine Kanzlei innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschaftet hat – und damit auch, in welcher wirtschaftlichen Liga sie spielt.
Umsatz ist allerdings nicht alles. Die folgenden Rankings verraten, welche Sozietäten in Deutschland und international besonders hohe Einnahmen erzielen. Ob sie zugleich die besten Arbeitgeber sind, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten. Dafür spielen beispielsweise Arbeitskultur, Entwicklungsmöglichkeiten, Vergütung und Work-Life-Balance eine ebenso wichtige Rolle.
Die umsatzstärksten Kanzleien in Deutschland
An der Spitze des deutschen Kanzleimarktes steht weiterhin Freshfields. Die Kanzlei erzielte nach dem aktuellen JUVE-Ranking (Stand September 2025) in Deutschland einen Umsatz von 573,3 Millionen Euro – ein Plus von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dahinter folgen CMS Hasche Sigle, Hengeler Mueller, Hogan Lovells und Noerr.
| Kanzlei | Umsatz in Deutschland | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Freshfields | 573,3 Mio. Euro | +8,1 % |
| CMS Hasche Sigle | 425,9 Mio. Euro | +6,2 % |
| Hengeler Mueller | 381,0 Mio. Euro | +7,2 % |
| Hogan Lovells | 360,0 Mio. Euro | +2,3 % |
| Noerr | 330,4 Mio. Euro | −0,8 % |
Quelle: Pressemitteilung zum JUVE Rechtsmarkt 2025, veröffentlicht im September 2025
Während die ersten vier Kanzleien ihren Umsatz steigern konnten, verzeichnete Noerr ein leichtes Minus. An der Position unter den fünf umsatzstärksten Kanzleien Deutschlands änderte das jedoch nichts. Insgesamt überschritten die 100 umsatzstärksten Wirtschaftskanzleien in Deutschland erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro.















