Juristen in einer Großkanzlei beraten sich

Gehalt in der Großkanzlei

So viel verdienen Jurist:innen in den größten Kanzleien im Jahr 2026

Was verdient man in einer Großkanzlei? | Zahlen & Fakten

In Großkanzleien liegt das Einstiegsgehalt aktuell zwischen 80.000 und 180.000 Euro brutto pro Jahr. Im Durchschnitt verdienen Berufseinsteiger:innen hier rund 138.500 Euro. Zwischen Oktober 2024 und April 2026 stiegen die erfassten Einstiegsgehälter um durchschnittlich 12 Prozent beziehungsweise 15.300 Euro. Damit setzen Großkanzleien auch 2026 die Maßstäbe bei der Vergütung von Berufseinsteiger:innen.

Welches Einstiegsgehalt kann ein:e Volljurist:in fordern?

Auch 2026 bieten Großkanzleien die höchsten Einstiegsgehälter auf dem juristischen Arbeitsmarkt. Zuletzt fiel die Bewegung allerdings verhaltener aus: Zwischen Oktober 2024 und April 2026 haben nur 8 der 46 untersuchten Großkanzleien ihre Einstiegsgehälter angepasst. Spitzenreiter bleibt Skadden mit 180.000 Euro brutto pro Jahr.

Dass allerdings nicht jede Absolventin und jeder Absolvent nach dem Zweiten Staatsexamen ein derart hohes Einstiegsgehalt bekommt, sollte klar sein. Diese Faktoren beeinflussen dein Einstiegsgehalt als Anwältin und Anwalt:

  • Examensnoten: Nach wie vor sind die Abschlussnoten des Ersten und Zweiten Staatsexamens ein wichtiger Türöffner für Jobs in begehrten Bereichen oder bei sehr renommierten Arbeitgebern. Wer zu den Glücklichen zählt, die mindestens ein Prädikatsexamen mitbringt, hat bereits eine gute Argumentationsgrundlage in der ersten Gehaltsverhandlung.
  • Zusatzqualifikationen: Ob LL.M. oder Promotion – Zusatzqualifikationen runden auch das Bewerberprofil von Juristinnen und Juristen ab und versprechen wichtige Kompetenzen, die im Anwaltsberuf gefordert werden können und sind mitunter ein willkommenes Aushängeschild für die Kanzlei. 
  • Erfahrung: Nicht in erster Linie entscheidend, aber gleichzeitig nicht zu vernachlässigen, sind erste Erfahrungen in einer juristischen Tätigkeit. Zwar bringt ein:e Berufseinsteiger:in nach dem Zweiten Examen nicht 10 Jahre einschlägige Berufserfahrung mit sich, wer allerdings über die Pflichtpraktika hinaus als studentischer oder wissenschaftlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterin in einer Kanzlei Praxiserfahrung sammeln konnte, verfügt über ein entsprechendes Knowhow.

Gehaltsentwicklungen in den letzten Jahren.
Eine umfassende Analyse.

Wir haben die Gehälter juristischer Arbeitgeber detailliert analysiert und Entwicklungen in verschiedenen Bereichen unter die Lupe genommen. Lade dir unseren exklusiven Gehaltsreport 2026 herunter und erfahre:

→ Wo du das höchste Gehalt erwarten kannst

→ Wie sich die Gehälter in der Vergangenheit entwickelt haben

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Das Einstiegsgehalt in der Großkanzlei

Nach verschiedenen Praktika, dem Referendariat und eventuellen Nebenjobs nun der erste richtige Job – und das erste richtige Gehalt. Dass der Verdienst in der Großkanzlei entsprechend hoch ausfällt, ist unter Juristinnen und Juristen kein Geheimnis. Eine Vorstellung, in welchen Dimensionen man sich hier bewegt, existiert bereits bei den meisten.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Arbeitgeberwahl ist das Einstiegsgehalt. Wer möchte nicht im Vorfeld wissen, was man nach dem Zweiten Staatsexamen bei seinem potenziellen Arbeitgeber verdienen kann?
In ihren Profilen setzen "unsere" Kanzleien auf Transparenz und zahlreiche Großkanzleien geben einen Überblick über die zu erwartenden Gehälter, die weitere Gehaltsentwicklung und Zusatzleistungen, die künftige Anwältinnen und Anwälte bei ihnen erwarten können.

Insbesondere amerikanische und britische Kanzleien fallen durch ihre hohen Einstiegsgehälter auf und werben um talentierte Juristinnen und Juristen mit Gehältern jenseits der 100.000 Euro Marke. Das Gehalt wird häufig durch einen leistungsbezogenen Bonus ergänzt und auch Signing Bonus wird mittlerweile von verschiedenen Kanzleien angeboten und erhöht das Gehalt im ersten Jahr noch einmal zusätzlich.

Das Gehalt liegt zwischen

80.000 € und 180.000 € pro Jahr

Das Gehalt nach 2–4 Jahren Berufserfahrung

Mit zwei bis vier Jahren Berufserfahrung liegt das durchschnittliche Gehalt in den untersuchten Großkanzleien bei rund 150.200 Euro brutto pro Jahr. Im Vergleich zum Berufseinstieg entspricht das einem durchschnittlichen Entwicklungspotenzial von rund 7 Prozent. Die konkrete Vergütung unterscheidet sich jedoch deutlich zwischen den Kanzleien und reicht von 80.000 bis 186.700 Euro.

Durchschnittlich steigen die Gehälter in der Großkanzlei bis zum achten Berufsjahr, Bonuszahlungen sind von dieser Drosselung jedoch nicht betroffen. Ebenso sollten weitere Benefits wie Fortbildungen, die Übernahme von Mitgliedschaftsbeiträgen der Rechtsanwaltskammer (RAK) oder vermögenswirksame Zusatzleistungen des Arbeitgebers nicht außer Acht gelassen werden. Dazu zählt beispielsweise die betriebliche Altersvorsorge, die viele Arbeitgeber anbieten.

Das Gehalt liegt zwischen

80.000 € und 186.700 € pro Jahr

Das Gehalt nach 5 Jahren als (Senior) Associate in der Großkanzlei

Anwältinnen und Anwälte mit einigen Jahren Berufserfahrung können auch als Managing oder Senior Associate ihre Vergütung in der Großkanzlei erhöhen. Während es in den ersten Berufsjahren in der Regel einen festgesteckten Gehaltsrahmen für Associates in der Großkanzlei gibt, wird mit fortschreitender Berufserfahrung das eigene Geschick in der Gehaltsverhandlung gefordert. Bei den im Gehaltsreport untersuchten Großkanzleien reichen die angegebenen Gehälter ab fünf Jahren Berufserfahrung von 125.000 sogar bis 205.000 Euro brutto pro Jahr. Den höchsten Wert weist Goodwin Procter mit 205.000 Euro auf.

Ergänzt wird das feste Gehalt zudem durch einen Bonus, der individuell verhandelt wird oder anhand des Kanzleiumsatzes bemessen wird. 


Das Gehalt als Counsel in der Großkanzlei

Als Counsel hat man bereits einige Jahre an Berufserfahrung in der Großkanzlei gesammelt. Dies spiegelt sich auch im Gehalt wieder. Je nach Karriereweg und Entwicklung kann der Counsel-Status in Großkanzleien nach 6-7 Jahren erlangt werden. In einigen Kanzleien gehört der Counsel übrigens zum Partnertrack und ist alles andere als ein Abstellgleis.

Das jährliche Gehalt als Counsel kann sich durchaus sehen lassen: Hier sind Jahresgehälter von 200.000–400.000 Euro pro Jahr realistisch. Beeinflussende Faktoren sind neben der Berufserfahrung der Kanzleiumsatz und vor allem die eigene Performance. Ebenso liegt das Gehalt von US Großkanzleien meist über der Vergütung von UK Großkanzleien.


Das Gehalt als Partnerin oder Partner in der Großkanzlei

Das Gehalt in der Partnerschaft einer Großkanzlei lässt sich nur schwer genau beziffern. Bekannt ist jedoch, dass US Großkanzleien voranschreiten und Equity Partnerinnen und Equity Partner mit einem Gehalt von mehr als 500.000 Euro rechnen können. UK Großkanzleien folgen mit 400.000 Euro und mehr.

Das Gehalt in der Partnerschaft einer Großkanzlei richtet sich nach dem Vergütungsmodell der Kanzlei. Zwischen einem Lockstep-Modell und einem Merit-based-Modell können große Unterschiede in dem Gehalt liegen. Neben der rechtlicher Expertise ist vor allem die unternehmerische Kompetenz der Partnerinnen und Partner gefragt: Der Jahresumsatz der Kanzlei beeinflusst ihr Gehalt und Bonuszahlungen unmittelbar.

Welche Großkanzlei zahlt am meisten?

Die Arbeit und der damit verbundene Aufwand in einer Großkanzlei wird sehr gut entlohnt: Einstiegsgehälter über 100.000 Euro sind für Anwältinnen und Anwälte mit Prädikatsexamen mittlerweile keine Seltenheit mehr. Mit einer entsprechenden Zusatzqualifikationen (beispielsweise einem LL.M. oder einer Promotion), kann das Gehalt im ersten Jahr als Associate noch einmal höher ausfallen. Welcher Arbeitgeber lohnt sich finanziell für Juristinnen und Juristen?

 

Diese Großkanzleien zahlen das höchste Einstiegsgehalt

Kanzlei Einstiegsgehalt pro Jahr
Skadden 180.000 €
Kirkland & Ellis 178.000 €
Weil, Gotshal & Manges 170.000 €
Sidley Austin 170.000 €
Gibson, Dunn & Crutcher 165.000 €
Goodwin Procter 160.000 €
Latham & Watkins 160.000 €
White & Case 160.000 €
Clifford Chance 155.000 €
Herbert Smith Freehills Kramer 155.000 €
Baker McKenzie 155.000 €
Orrick, Herrington & Sutcliffe 152.500 €
A&O Shearman 150.000 €
Covington & Burling 150.000 €
Dechert 150.000 €
Gleiss Lutz 150.000 €
Hengeler Mueller 150.000 €
Hogan Lovells 150.000 €
Linklaters 150.000 €
McDermott Will & Schulte 150.000 €
WilmerHale 150.000 €

Stand: April 2026

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Regionale Gehaltsunterschiede in Großkanzleien

Das Gehalt von Anwältinnen und Anwälten ist von verschiedenen Faktoren abhängig und es gibt auch lokale Unterschiede in den Durchschnittsgehältern von Juristinnen und Juristen.

Wie unterscheiden sich die Gehälter in der Anwaltschaft mit Blick auf die Bundesländer und die deutschen Großstädte?

Gehalt Anwältin und Anwalt: Verdienst nach Bundesland

Bundesland Durchschnittsgehalt pro Jahr (brutto)
Baden-Württemberg 90.516 €
Bayern 88.331 €
Berlin 83.351 €
Brandenburg 76.003 €
Bremen 84.565 €
Hamburg 89.073 €
Hessen 89.899 €
Mecklenburg-Vorpommern 74.321 €
Niedersachsen 82.558 €
Nordrhein-Westfalen 86.755 €
Rheinland-Pfalz 85.588 €
Saarland 83.938 €
Sachsen 76.258 €
Sachsen-Anhalt 75.396 €
Schleswig-Holstein 81.664 €
Thüringen 76.176 €

Quelle: Gehalt.de

 

Gehalt Anwältin und Anwalt: Verdienst in deutschen Großstädten

Metropole Durchschnittsgehalt pro Jahr (brutto)
Berlin 63.300 € - 84.500 €
Köln 64.200 € - 85.500 € 
München 69.800 € - 92.100 €
Hamburg 68.600 € - 90.900 € 
Stuttgart 68.400 € - 90.500 € 
Frankfurt am Main 60.500 € - 81.100 €

Quelle: Stepstone

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Positionen und Gehälter im Überblick

Position Jahresgehalt (brutto)
Associate ca. 100.000 €
Senior Associate ca. 125.000 €
Counsel ca. 175.000 €
Salary Partner:in ca. 200.000 €
Equity Partner:in ca. 500.000 € und mehr

Umsatzabhängige Bonuszahlungen in Großkanzleien 

Ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil des Gehalts von Anwältinnen und Anwälten in der Großkanzlei ist der Bonus. Abhängig von den individuellen Gegebenheiten der Kanzlei und den getroffenen Vereinbarungen hängt er von der eigenen Performance beziehungsweise Umsatzstärke oder der des ganzen Teams ab. 


Die aktuell (2023/2024) umsatzstärksten Kanzleien in Deutschland sind:

Kanzlei Umsatz in Mio € (2023/24) Veränderung zum Vorjahr
Freshfields Bruckhaus Deringer 530,2 € +10,6 %
CMS Hasche Sigle 401,0 € -1,9 %
Hengeler Mueller 355,4 € +14,5 %
Hogan Lovells 352,0 € +9,3 %
Noerr 333,1 € +5,7 %
Gleiss Lutz 227,5 € +6,3 %
Linklaters 251,1 € +0,3 %
Flick Gocke Schaumburg 241,0 € +11,6 %
Luther 227,1 € +16,5 %
Latham & Watkins 225,0 € +13,1 %

Quelle: JUVE Rechtsmarkt 10/2024

 


Umsatzstärkste Kanzleien weltweit

Kanzlei Umsatz in Mio $ (2024)
Kirkland & Ellis 7.208,00 $
Latham Watkins 5.688,22 $
DLA Piper 3.829,53 $
Baker McKenzie 3.286,79 $
Skadden 3.270,09 $
Sidley Austin 3.100,45 $
Gibson, Dunn & Crutcher 3.074,01 $
Ropes & Gray 2.992,83 $
White & Case 2.949,40 $
Morgan, Lewis & Bockius 2.898,51 $

Quelle: AmLaw Global 200 Rankings

Viele weitere Aspekte wirken sich ebenfalls auf das Einkommen in Großkanzleien aus. Besonders die Berufserfahrung und die Größe des Arbeitgebers bestimmen die Höhe des Gehaltes. Je länger die Berufstätigkeit und je größer das Unternehmen, desto höher fällt in der Regel das Jahresgehalt aus.

 

Gehalt nach Berufserfahrung

Position Jahresgehalt (brutto)
> 9 Jahre 92.522 €
7-9 Jahre 81.528 €
3-6 Jahre 76.650 €
< 3 Jahre 72.801 €

Quelle: Gehalt.de 

 

Gehalt nach Unternehmensgröße

Position Jahresgehalt (brutto)
> 20.000 Mitarbeiter 120.656 €
1.001 - 20.000 Mitarbeiter 116.424 €
101 - 1.000 Mitarbeiter 100.929 €
< 100 Mitarbeiter 81.466 €

Quelle: Gehalt.de

Benefits in der Großkanzlei

Zahlreiche Großkanzleien bieten äußerst attraktive Zusatzleistungen an, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich wie persönlich zu fördern und in ihrem Alltag zu unterstützen.

→ Zu den Benefits


Häufige Fragen rund um das Gehalt in Großkanzleien

Was bedeutet Equity Partner?

Equity Partner ist die Bezeichnung für Anwältinnen und Anwälte, die Anteile einer Kanzlei halten, somit einen großen Einfluss bei wichtigen Unternehmensentscheidungen und unmittelbar Teil am Kanzleierfolg haben.

Inwiefern eine Partnerschaft inhaltlich ausgestaltet ist, unterscheidet sich von Kanzlei zu Kanzlei. 

 


Was bedeutet Salary Partner?

Der Status "Salary Partner" ist eine weitere Stufe, die vor der Vollpartnerschaft durchlaufen werden muss. Salary Partnerinnen und Partner sind keine Gesellschafterinnen bzw. Gesellschafter der Kanzlei, sondern bekommen wie angestellte Associates oder Counsel ein festes Gehalt inkl. Bonus.  

Aufgepasst: Die Bezeichnung für angestellte Partnerinnen und Partner kann sich zwischen den Kanzleien unterscheiden.

 


Partnervergütung: Was ist das sogenannte “Lockstep-System”?

Das Lockstep-System ist eine Vergütungsstruktur, die vor allem in deutschen und britischen Kanzleien vorzufinden ist. Rang und Alter von Anwältinnen und Anwälten sind bei diesem System der Maßstab, wonach dann eine Punktzahl berechnet wird. 

Anwältinnen und Anwälte beginnen bei ihrem Berufseinstieg mit einer Mindestpunktzahl, die dann das Gehalt bestimmt. Jährlich wird die Punktzahl anhand von verschiedenen Richtlinien der Kanzlei, jedoch unabhängig vom erzielten Umsatz und den Mandantinnen und Mandanten, erhöht. Es gibt auch eine Höchstpunktzahl, die Anwältinnen und Anwälte nicht überschreiten können. 

 


Partnervergütung: Was ist das sogenannte “Merit-based-System”?

Im Gegensatz zum Lockstep-System richtet sich der Verdienst beim Merit-based-System vor allem nach dem Umsatz der Anwältinnen und Anwälte. Diese Vergütungsstruktur wird hauptsächlich in US-amerikanischen Kanzleien angewandt, ist aber auch in deutschen und britischen Kanzleien vorzufinden. 

Neben dem Umsatz sind auch Faktoren wie Mandantenakquise, Veröffentlichungen, Vorträge sowie kanzleiinternes Management/ Engagement entscheidend für das Gehalt in dem leistungsorientierten Vergütungssystem.