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Wie hoch ist das „Gehalt“ im Rechtsreferendariat? Ein Ranking der Bundesländer

Praktikum & Berufseinstieg & Referendariat

Wie hoch ist das „Gehalt“ im Rechtsreferendariat? Ein Ranking der Bundesländer

#Gehalt  #Ranking

 

Erst mal denkt wohl jeder nach dem ersten bestandenen Staatsexamen nur ans Feiern. Spätestens wenn die Partys langsam dem Ende zugehen, stellt sich dann eine wichtige Frage: wohin zum Rechtsreferendariat? Ein wichtiges Kriterium stellt für viele das Referendariatsgehalt dar, das vom jeweiligen Bundesland abhängt. Hier stellen wir dir die Vergütung in allen Bundesländern vor!

 

Im Rechtsreferendariat erhält man genau genommen kein Gehalt, sondern eine Unterhaltsbeihilfe, die bei den Lebenshaltungskosten unterstützend wirken soll. Die Höhe der Beihilfe wird von den Bundesländern geregelt und kann durch Nebeneinkünfte, Familienstand oder Kinderzahl variieren. Als Rechtsreferendar erhältst du kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Die Höhe der erlaubten Nebeneinkünfte ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

 

Wo erhalte ich wieviel Unterhaltsbeihilfe?

900-1000€: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin

  • Mit dem geringsten Einkommen müssen sich Rechtsreferendare in Hamburg zufrieden geben, denn sie werden mit 900€ monatlich unterstützt. Das Bundesland stellt 9 Mal jährlich Rechtsreferendare ein.
  • Die Beihilfe in Mecklenburg-Vorpommern befindet sich in einem ähnlichen Bereich, 950€ im Monat sollen den Referendaren über die Runden helfen.
  • In Berlin kannst du dir als Rechtsreferendar ca. 979€ im Monat erwarten, Einstellungen finden vier Mal jährlich statt.

 

1000-1100€: Hessen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein

  • Das erste Bundesland, das mit seiner Beihilfe die 1000€-Marke übersteigt, ist Hessen, wo mit 1030€ im Monat vergütet wird. Hier wird sechs Mal jährlich eingestellt.
  • Das Saarland steuert 1047€ im Monat bei. Ein Einstieg ist vier Mal jährlich möglich.
  • Etwas großzügiger ist man in Sachsen-Anhalt mit einer Unterstützung von 1050€ im Monat und halbjährlichen Einstellungen.
  • Niedersachsen stellt vier Mal im Jahr ein und bezahlt seinen Rechtsreferendaren 1059€ „Gehalt“.
  • Bremen unterstützt Rechtsreferendare mit 1072€ monatlich und ermöglicht Einstellungen drei Mal im Jahr.
  • Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein bezahlen ein ähnliches „Gehalt“. In beiden Bundesländern sollen dir 1073€ über die Runden helfen und Einstellungen finden halbjährlich (Rheinland-Pfalz) bzw. alle zwei Monate (Schleswig-Holstein) statt.

 

1100-1200€: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen, Brandenburg, Bayern

  • Etwas großzügiger ist man in Nordrhein-Westfalen, wo mit 1104€ im Monat vergütet wird. Ein Einstieg ist monatlich möglich.
  • Baden-Württemberg folgt dicht auf, eine Vergütung von 1123€ und Einstellungen zwei Mal im Jahr werden hier angeboten.
  • In Sachsen wirst du mit 1132€ unterstützt, es gibt halbjährliche Einstiegsmöglichkeiten.
  • Brandenburg stellt vier Mal jährlich ein, das Referendariatsgehalt beträgt 1148€.
  • Im Bundesland Bayern erhältst du als Rechtsreferendar 1172€ monatlich, Einstellungen finden halbjährlich statt.

 

And the Winner is… Thüringen

  • Der eindeutige Gewinner bezüglich des Gehalts ist Thüringen, wo Rechtsreferendare 1244€ monatlich an Unterhaltsbeihilfe erhalten. Einstellungen gibt es halbjährlich.

 

Brutto oder Netto?

Die angeführten Beträge sind Brutto-Beträge. Außer in Thüringen haben Rechtsreferendare keinen Beamtenstatus mehr, daher zahlst du in der Regel abgesehen von der Lohnsteuer auch Sozialversicherungsbeiträge.

 

Hier geht`s zur Arbeitgeber-Gehalts-Übersicht Praktikum & Referendariat 2016/ 2017

 

Mehr zum Referendariat:

Für eine bessere Aussagekräftigkeit der obigen Angaben sieh dir auch unseren Vergleich der Lebenshaltungskosten und des Referendariatsgehalts an!

Hier findest du eine Entscheidungshilfe bezüglich der Frage „wohin zum Referendariat?

Außerdem haben wir dir auch Angaben zum Referendariat in den einzelnen Bundesländern mitsamt nützlichen Links zusammengestellt.

 

 

28. Juli 2014

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